USA

Stanford-University entschuldigt sich für Ausschluss von Juden

Gebäude der Stanford-University in Kalifornien Foto: picture alliance / AA

Die kalifornische Stanford-University hat sich offiziell für den Ausschluss jüdischer Studenten in den 1950er-Jahren entschuldigt. Dies sei ein »hässlicher Teil« der Geschichte Stanfords, »traurig und zutiefst beunruhigend«, schreibt Universitätspräsident Marc Tessier-Lavigne in einer in dieser Woche veröffentlichten Erklärung. Die Universität hatte ihre antijüdische Haltung jahrzehntelang bestritten. Vertreter der jüdischen Studentenschaft begrüßten die nun erfolgte Entschuldigung.

Vertreter der jüdischen Studentenschaft begrüßten die nun erfolgte Entschuldigung.

Eine von der Universität eingesetzte Untersuchungsgruppe hatte zuvor ein Dokument von 1953 untersucht, in dem die Universitätsverwaltung Bedenken gegen die Zahl jüdischer Studenten an der privaten Elite-Universität vorgebracht hatte. Der Bericht dokumentiert einen deutlichen Rückgang der Einschreibungen von Schülern aus zwei südkalifornischen High Schools, die bekannt für einen hohen Anteil jüdischer Schüler waren.

Diskriminierung Das Oberste US-Gericht wird sich noch in diesem Monat mit zwei ähnlichen Fällen befassen, bei denen es um zwei Universitäten geht, denen Diskriminierung aus rassistischen Gründen vorgeworfen wird. Die Harvard University in Massachusetts und die University of North Carolina in Chapel Hill hatten demnach jahrzehntelang schwarze Studenten ausgeschlossen. kna

Berlin

Daniel Libeskind warnt vor Judenhass und AfD-Erfolgen

In einem Interview kritisiert der Architekt die israelische Regierung und äußert Sorgen in Zusammenhang mit dem Erstarken der AfD in der Bundesrepublik. Auch spricht er über jüdische Identität

 08.05.2026

Comedy-Legende

Don Rickles: Meister der Beleidigungen

Heute wäre der große Stand-Up-Comedian 100 Jahre alt geworden. Seine Spezialität: Er zog sein Publikum durch den Kakao

von Imanuel Marcus  08.05.2026

Prag

Jüdischer Protest gegen Kanye-West-Konzert

Der US-Rapper Kanye West ist wegen wiederholter Äußerungen zu Hitler und der NS-Zeit höchst umstritten. In Prag formiert sich nun Widerstand gegen ein geplantes Konzert - insbesondere von jüdischer Seite

 07.05.2026

Redaktion

Die Menschen hinter der Jüdischen Allgemeinen

Wer textet und redigiert, gestaltet, illustriert und organisiert heute die Jüdische Allgemeine? 18 Menschen, neun Ressorts – wir stellen uns vor

 07.05.2026

80 Jahre

Was unsere Leser sagen

Die Jüdische Allgemeine hat auch im Ausland Fans. Um unsere Leser besser kennenzulernen, haben wir unter anderem in Finnland, Malta, der Schweiz, Spanien, Israel und in den USA nachgefragt

 07.05.2026

Kanada

Festnahme nach Schüssen auf Synagogen im Raum Toronto

Eine Aufklärung der Anschläge auf die Synagogen Beth Avraham Yoseph und Shaarei-Shomayim-Synagoge könnte damit näher gerückt sein

 07.05.2026

Jubiläum

Starke Stimme

Vor 80 Jahren erschien die erste Ausgabe der Jüdischen Allgemeinen. Mehr denn je braucht es eine präsente und selbstbewusste jüdische Zeitung in Deutschland

von Philipp Peyman Engel  07.05.2026

Brit Mila

»Belgien wird nun in der ganzen Welt als antisemitisch gelten«

Die geplante Anklage von zwei jüdischen Beschneidern führt wieder zu schweren politischen Verwerfungen: Israels Außenminister Gideon Sa’ar und US-Botschafter Bill White sprechen von einem »Schandfleck«

von Michael Thaidigsmann  06.05.2026

Großbritannien

Geschworene sprechen »Palestine Action«-Aktivisten schuldig

Die Mitglieder der mittlerweile als terroristisch eingestuften Organisation hatten eine Niederlassung des israelischen Konzerns Elbit Systems in Bristol verwüstet und eine Polizistin schwer verletzt

 06.05.2026