Österreich

Servus, Budapest!

Wiener Kulturwochen zum Thema Ungarn

von Alexia Weiss  27.05.2013 19:56 Uhr

Konzert im Musikverein: Orsolya Korcsolàn Foto: PR

Wiener Kulturwochen zum Thema Ungarn

von Alexia Weiss  27.05.2013 19:56 Uhr

Rund 500 von den knapp 8000 Mitgliedern der Wiener jüdischen Gemeinde haben ungarische Wurzeln. Besorgt beobachten sie, wie Antisemitismus und Rassismus im Nachbarland auf dem Vormarsch sind. Die Gemeinde möchte ihre alljährlichen Jüdischen Kulturwochen deshalb nutzen, »dem ungarischen jüdischen Kulturleben eine Plattform zu bieten«, sagte Oskar Deutsch, Präsident der Israelitischen Kultusgemeinde Wien (IKG).

»Wir wollen ein symbolisches Zeichen setzen, das die ungarischen Juden und Roma bestärken soll, sich den rechtsradikalen Tendenzen weiter zu widersetzen und sie zu bekämpfen«, betont Sonia Feiger, Mitglied der IKG-Kulturkommission, die die Wochen organisiert.

Roma-Musiker Eröffnet werden sie am Sonntag mit dem Jüdischen Straßenfest auf dem Wiener Judenplatz. Auf der Bühne spannen ungarische Musiker einen Bogen über verschiedene Genres: Judrom, eine Formation jüdischer und Roma-Musiker, interpretiert Gipsy- und Klezmer-Musik neu, das Kantoren-Duo Gergely Nógrádi & Immanuel Zucker singt altbekannte Melodien und Butterfly effect kombiniert Jazz, Ethnomusik, Hiphop und Klassik.

Für Kinder bietet die ungarische Autorin und Rebezzin Linda Bán am Sonntag ein interaktives Programm. Und die ungarische Backkünstlerin Rachel Ràj lockt mit einem Tortendesign-Workshop.

Das musikalische Programm hat die Geigerin Orsolya Korcsolàn zusammengestellt. Sie bestreitet im Rahmen der Kulturwochen gemeinsam mit dem Budapester Franz-Liszt-Kammerorchester ein Konzert im Musikverein. Bis zum 16. Juni stehen neben dem Straßenfest insgesamt drei Konzerte sowie eine Vernissage junger Künstler auf dem Programm.

Bundesstaat Texas

Polizei beendet Geiselnahme in Synagoge

Über viele Stunden verhandelten die Sicherheitskräfte mit dem Geiselnehmer. Es endete mit einer dramatischen Entscheidung

von Christiane Jacke  16.01.2022

Bundesstaat Texas

Geiselnahme in Synagoge beendet

Nach elf Stunden: alle vier Geiseln befreit, Angreifer tot

 16.01.2022 Aktualisiert

Würdigung

Prinz Charles lässt Holocaust-Überlebende porträtieren

Unter den Porträtierten ist auch die deutsch-britische Cellistin Anita Lasker-Wallfisch

 13.01.2022

Meinung

Frankreich: Gefahr von rechts

Der Hass auf Andersdenkende prägt die Programmatik des rechten Präsidentschaftskandidaten Éric Zemmour

von Christine Longin  13.01.2022

Großbritannien

Grüne Gemeinden

Die Initiative Eco Synagogue will die jüdische Gemeinschaft für den Klimawandel sensibilisieren

von Daniel Zylbersztajn-Lewandowski  13.01.2022

Kasachstan

Nach den Unruhen

Während des Volksaufstands blieben die Gemeindemitglieder aus Angst zu Hause. Nun öffnen die Synagogen wieder

von Tobias Kühn  13.01.2022

Bahrain

Neue Bäume für den einzigen jüdischen Friedhof am Golf

Die Begräbnisstätte in der Hauptstadt Manama soll in den nächsten Jahren wieder hergerichtet werden

 12.01.2022

Mallorca

Die Enkel wissen: Opa ist Jude

Jahrhundertelang wurden Nachkommen von Juden auf der Baleareninsel stigmatisiert. Erst jetzt finden einige von ihnen zu den Traditionen ihrer Vorfahren zurück

von Silke Fries  11.01.2022

USA

»Ich habe sie alle umgebracht«

Der Multi-Millionär stammte aus einer Immobilien-Dynastie, aber jahrzehntelang schwelte Mord-Verdacht gegen Robert Durst. Jetzt ist er mit 78 Jahren gestorben. Er hinterlässt einen ungeklärten Fall

von Benno Schwinghammer, Christina Horsten  11.01.2022