Ungarn

Schoa-Gedenken in Budapest

Rund 10.000 Menschen zogen am Sonntag durch das Zentrum von Budapest. Foto: dpa

Ungarn hat am Sonntag an die mehr als 560.000 Opfer der Schoa erinnert. Beim jährlichen »Marsch der Lebenden« zogen rund 10.000 Menschen durch das Zentrum von Budapest.

In diesem Jahr fand die Kundgebung vor dem Hintergrund wachsender Zustimmung für die rechtsextreme und antisemitische Jobbik statt. Sie ist nach der regierenden nationalkonservativen Fidesz die zweitstärkste Partei im Land.

Hass Bei der Kundgebung wandte sich der Präsident des Jüdischen Weltkongresses, Ronald S. Lauder, dessen Großeltern aus Ungarn stammten, an die Teilnehmer: »Wenn die Welt heute auf Ungarn schaut, sieht sie nicht seine große Kultur und erinnert sich auch nicht seiner ruhmreichen Vergangenheit. Heute blickt die Welt auf Ungarn und sieht Jobbik, eine extremistische Partei, die Hass fördert«, sagte er. »In dieser großartigen Stadt senden wir die klare Botschaft an die ganze Welt: Die ungarische jüdische Gemeinde lebt, sie ist wohlauf und sie geht nicht irgendwo anders hin. Wir marschieren heute, um zu sagen: Wir sind hier. Wir sind am Leben. Und wir werden hier bleiben.« ja

Frankreich

43 Jahre nach Anschlag auf jüdisches Lokal: Verdächtiger Palästinenser ausgeliefert

Der Anschlag auf das »Chez Jo Goldenberg« in der französischen Hauptstadt am 9. August 1982 erschütterte das Land und seine jüdische Gemeinschaft schwer

 17.04.2026

New York

Die Tiger der Tora

Einst feierten jüdische Fußballclubs in der Bronx das Leben, und sogar Marilyn Monroe kickte den Ball. Schwarz-weiße Erinnerungen zur Einstimmung auf die WM in den USA, Kanada und Mexiko

von Helmut Kuhn  16.04.2026

Ungarn

Wer ist Péter Magyar?

Viktor Orbán hat die Wahl verloren. Sein Nachfolger strebt weitreichende Veränderungen an. Doch bei vielen Themen setzt auch Magyar auf Kontinuität

von Michael Thaidigsmann  15.04.2026

Rom

Auch die »Trump-Flüsterin« Meloni fällt in Ungnade

Eigentlich gilt Italiens Ministerpräsidentin Meloni als Politikerin mit gutem Draht zu US-Präsident Trump. Nun attackiert er sie scharf. Der Schlagabtausch könnte für Meloni jedoch von Nutzen sein

von Robert Messer  15.04.2026

Statistik

Knapp 111.000 Holocaustüberlebende leben in Israel

Sie sind alt und sie werden weniger: Heute leben noch etwa 111.000 Holocaustüberlebende in Israel. Fast ein Drittel von ihnen ist über 90 Jahre alt, fast zwei Drittel von ihnen sind Frauen

 15.04.2026

München/Budapest

Europäische Rabbiner gratulieren Magyar zum Wahlsieg in Ungarn

»Das ungarische Volk hat eine klare Entscheidung für Demokratie, für Erneuerung und für ein zukunftsorientiertes Ungarn getroffen«, sagt Oberrabbiner Pinchas Goldschmidt

 15.04.2026

Polen

Rechtsradikaler Politiker schockiert mit israelischer Hakenkreuzfahne

Am Holocaustgedenktag warf Konrad Berkowicz Israel im Sejm vor, das neue Dritte Reich zu sein

 14.04.2026

Warschau

Absage an Antisemitismus: Polnische Bischöfe besuchen Synagogen

Vor 40 Jahren umarmte Papst Johannes Paul II. in Roms Hauptsynagoge den dortigen Oberrabbiner. In Polen erinnern nun Bischöfe an diesen Meilenstein in den katholisch-jüdischen Beziehungen. Es gibt aber auch Misstöne

von Oliver Hinz  14.04.2026

Nordmazedonien

Brandanschlag auf Synagoge in Skopje

Zwei bislang unbekannte Täter verschafften sich Zugang zum Eingangsbereich des Gotteshauses und versuchten, ihn in Brand zu setzen

von Nicole Dreyfus  14.04.2026 Aktualisiert