Ungarn

Schoa-Gedenken in Budapest

Rund 10.000 Menschen zogen am Sonntag durch das Zentrum von Budapest. Foto: dpa

Ungarn hat am Sonntag an die mehr als 560.000 Opfer der Schoa erinnert. Beim jährlichen »Marsch der Lebenden« zogen rund 10.000 Menschen durch das Zentrum von Budapest.

In diesem Jahr fand die Kundgebung vor dem Hintergrund wachsender Zustimmung für die rechtsextreme und antisemitische Jobbik statt. Sie ist nach der regierenden nationalkonservativen Fidesz die zweitstärkste Partei im Land.

Hass Bei der Kundgebung wandte sich der Präsident des Jüdischen Weltkongresses, Ronald S. Lauder, dessen Großeltern aus Ungarn stammten, an die Teilnehmer: »Wenn die Welt heute auf Ungarn schaut, sieht sie nicht seine große Kultur und erinnert sich auch nicht seiner ruhmreichen Vergangenheit. Heute blickt die Welt auf Ungarn und sieht Jobbik, eine extremistische Partei, die Hass fördert«, sagte er. »In dieser großartigen Stadt senden wir die klare Botschaft an die ganze Welt: Die ungarische jüdische Gemeinde lebt, sie ist wohlauf und sie geht nicht irgendwo anders hin. Wir marschieren heute, um zu sagen: Wir sind hier. Wir sind am Leben. Und wir werden hier bleiben.« ja

Spanien

»Ich bin ein Bagel«

Eine amerikanische Jüdin folgt den Spuren ihrer Vorfahren nach Madrid – und entdeckt das Backen

von Sophie Albers Ben Chamo  15.02.2026

USA

Stolze Muskeljuden

Die neue Organisation »Tribe NIL« hilft jungen jüdischen Profi-Sportlern, ihr Leben zu finanzieren

von Martin Krauß  15.02.2026

Schweiz

Heidi kann allein gehen, sie weiß den Weg

Der letzte große Heimweh-Roman Europas hat auch in Israel viele Jugenderinnerungen geprägt. Die Rezeption der Geschichte des Mädchens aus den Bergen spiegelt gesellschaftliche Entwicklungen wider

von Nicole Dreyfus  15.02.2026

Großbritannien

Gericht: Einstufung von »Palestine Action« als Terrorgruppe unrechtmäßig

Innenministerin Shabana Mahmood kritisierte die Entscheidung der Richter und will in Berufung gehen

 13.02.2026

Österreich

Wiener Oberrabbiner wandert nach Israel aus

Sechs Jahre leitete der gebürtige Schweizer Engelmayer mit einer internationalen Berufsbiografie die jüdische Gemeinde in Wien. Jetzt siedelt er mit seiner Familie nach Israel über

von Burkhard Jürgens  12.02.2026

Australien

Der Held von Sydney will wieder arbeiten

Ahmed Al-Ahmed hat das Gefühl in seinem Arm verloren und dank einer Spendenkampagne genug Geld zum Leben und Heilen. Doch der Familienvater will sein Geschäft wieder öffnen

 11.02.2026

Zürich / Washington

Neue alte Verstrickungen

US-Ermittler entdeckt Hunderte neue Konten der Credit Suisse mit NS-Bezug

 09.02.2026

Raumfahrt

Jessica Meir fliegt zur Internationalen Raumstation

Jessica Meir soll acht Monate im All verbringen. Diese Tour ist für sie dieses Mal emotional besonders herausfordernd, wie sie bei einer Pressekonferenz erzählte

 09.02.2026

USA

Werbespot gegen Antisemitismus beim Super Bowl

Beim Finale der amerikanischen Football-Liga NFL wird auch ein Clip gegen Judenhass gezeigt. Finanziert hat ihn der jüdische Besitzer der »New England Patriots«, die heute Abend gegen die »Seattle Seahawks« antreten

 08.02.2026