Vatikan

»Schalom, liebe ältere Brüder«

Papst Franziskus Foto: dpa

Papst Franziskus hat am Montag eine offizielle Gruppe jüdischer Repräsentanten im Vatikan empfangen. Italienische Medien berichteten, er habe die Delegation des International Jewish Committee on Interreligious Consultations (IJCIC) mit »Schalom« begrüßt und sie mit »liebe ältere Brüder« angesprochen. Sein Vorgänger, Benedikt XVI., – hatte diese Formulierung zuletzt vermieden.

Herzlich Wie Teilnehmer berichteten, war das Klima der ersten großen vatikanisch-jüdischen Begegnung von Herzlichkeit geprägt. Der Papst habe darauf hingewiesen, dass die Erklärung »Nostra Aetate« (1965) bis heute bindend sei für die Beziehungen der katholischen Kirche zum jüdischen Volk.

»Ein Christ kann nicht Antisemit sein – wegen unserer gemeinsamen Wurzeln«, sagte Franziskus. Die Ursprünge des Christentums gingen auf das Judentum zurück, deshalb müssten »aller Hass und alle antisemitischen Ausdrucksformen entschieden verurteilt werden«.

Franziskus beschwor die Fortsetzung des christlich-jüdischen Dialogs und der konkreten Zusammenarbeit. Die Welt »braucht unser gemeinsames Zeugnis für den Respekt der Würde« des Menschen »und für den Frieden«, sagte er.

Fortsetzung Die jüdischen Gäste lobten den neuen Papst: »Er ist ein sehr guter Freund des jüdischen Volkes, und es freut uns, dass er den Weg seiner Vorgänger weiter gehen wird«, sagte Rabbiner David Rosen, Direktor für internationale interreligiöse Angelegenheiten des American Jewish Committee (AJC). An dem Treffen am Montag nahmen auch Vertreter des Jüdischen Weltkongresses und der Rabbinical Assembly teil. ja

Bern

Verantwortung lässt sich nicht neutralisieren

Die Schweiz debattiert anlässlich einer Volksabstimmung über ihre Neutralität. Ein Kommentar von JA-Schweiz-Korrespondentin Nicole Dreyfus

von Nicole Dreyfus  16.08.2026

Los Angeles

Rekord-Deal in der NBA: Iger und Kushner kaufen die LA Lakers

Die beiden jüdischen Geschäftsmänner Bob Iger und Joshua Kushner übernehmen das Basketball-Team für 12,5 Milliarden US-Dollar

 16.08.2026

Österreich

Vermisste Israelinnen in Wien: Polizei stellt Suche ein

Europol hat die Ermittlungen im Fall der in Wien vermissten Israelinnen übernommen. Auch der Mossad soll vor Ort sein. Es wird davon ausgegangen, dass Mutter und Tochter nicht mehr in der Stadt sind

 14.08.2026

Antisemitismus

»Schade, dass Hitler den Job nicht vollendet hat«

Ein Mann aus Irland äußerte sich bei einer Begegnung mit jüdischen Touristen in einem französischen Supermarkt antisemitisch und drohte dem Paar gar mit Erschießung.

 14.08.2026

Wien

Vermisste Israelinnen: Gerüchte sorgen für Aktiensturz

Im Fall der vermissten Mutter und Tochter in Österreich haben Gerüchte in den sozialen Medien zu einem Kurssturz bei der israelischen Bank geführt, bei der eine der Frauen arbeitet

 13.08.2026

Italien

Ein Tempel für alle

Über der Biennale in Venedig schwebt eine Synagoge. Was sich die ukrainische Künstlerin Anna Kamyshan dabei dachte und wie sie es geschafft hat

von Sophie Albers Ben Chamo  13.08.2026

Judenhass

Tourist mit Kippa in Rom zweimal attackiert

Antisemitische Vorfälle in Italien nehmen seit Jahren zu. Nun wurde ein junger Tourist in der Hauptstadt gleich zweimal angegriffen. Er trug eine Kippa

von Severina Bartonitschek  12.08.2026

Österreich

Vermisste Israelinnen in Wien: Familie befürchtet das Schlimmste

Im Fall der vermissten Mutter und Tochter gibt es neue Details. Unter anderem über die Unterkunft in Wien. In Israel wurde eine Nachrichtensperre erlassen

 12.08.2026 Aktualisiert

Schweiz

Den eigenen Weg gehen

Kollektive Begeisterung macht blind und dumm, ganz gleich, ob sie von rechts oder links kommt, findet Berns Botschafter in Israel. Und liefert literarische und filmische Quellen als Inspiration für das Schwimmen gegen den Strom

von Simon Geissbühler  11.08.2026