Orléans

Rabbiner geschlagen und gebissen

Juden in Frankreich werden immer wieder zum Angriffsziel. Der Dachverband der jüdischen Gemeinden Frankreichs Crif hatte kurz vor der Wahl zum Protest aufgerufen. Foto: picture alliance / NurPhoto

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat einen tätlichen Angriff auf den Rabbiner von Orléans verurteilt. »Ich spreche ihm, seinem Sohn und allen unseren jüdischen Mitbürgern meine Unterstützung und die der Nation aus«, schrieb das Staatsoberhaupt am Sonntag in Sozialen Medien. »Antisemitismus ist ein Gift. Dagegen dürfen wir nie klein beigeben, weder mit Schweigen noch mit Untätigkeit.«

Externer Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt, der den Artikel anreichert. Wir benötigen Ihre Zustimmung, bevor Sie Inhalte von Sozialen Netzwerken ansehen und mit diesen interagieren können.

Mit dem Betätigen der Schaltfläche erklären Sie sich damit einverstanden, dass Ihnen Inhalte aus Sozialen Netzwerken angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittanbieter übermittelt werden. Dazu ist ggf. die Speicherung von Cookies auf Ihrem Gerät nötig. Mehr Informationen finden Sie hier.

Wie französische Medien berichten, war der Rabbiner von Orléans, Arié Engelberg, am Samstagmittag gemeinsam mit seinem neunjährigen Sohn auf dem Weg von der Synagoge nach Hause.

Im Stadtzentrum wurden sie demnach von einem Mann attackiert, der Rabbiner erhielt Schläge und Tritte gegen Kopf und Schultern. Als ein anderer Passant eingreifen wollte, sei der Angreifer geflüchtet. Die Polizei nahm laut Berichten am Abend einen Verdächtigen fest. Dabei soll es sich um einen 16-jährigen Jungen handeln.

Die Staatsanwaltschaft leitete eine Untersuchung zu vorsätzlicher Gewalt im Zusammenhang mit der Religionsangehörigkeit des Opfers ein. kna/dpa

Mythos

Wie lange Haare ikonografisch wurden - vom biblischen Samson zum norwegischen Haaland

Seine blonde Mähne wurde zu seinem Markenzeichen - ebenso wie seine reichlichen Tore. Nun hat der norwegische Stürmer Erling Haaland sich die Haare abrasiert. Verliert er damit seine Macht? Vorbilder legen das nahe

von Johannes Peter Senk  26.08.2026

Nachruf

Wie Dolly Parton zur Ikone wurde

Die Country-Legende Dolly Parton ist tot. Dass sie zu einem weltweit verehrten Star wurde, lag auch an ihren jüdischen Freunden und Geschäftspartnern

von Sophie Albers Ben Chamo  26.08.2026

Schweiz

Gewalt-Demo gegen Israel in Basel verboten

Die Polizei hält die geplante Anti-Israel-Demo, bei der die Organisatoren »Tod dem Zionismus« wünschen, für nicht bewilligungsfähig

von Nicole Dreyfus  26.08.2026

Kommentar

Unpolitisch war gestern

Der ESC unterliegt künftig neuen Regeln für Krisenstaaten, Israel kann nach wie vor am Wettbewerb teilnehmen. Noch ist das keine Lex Israel. Aber der Eindruck entsteht

von Nicole Dreyfus  26.08.2026

Schweiz

Das sind die beliebtesten Vornamen für neugeborene Jungen und Mädchen

Eine neue Rangliste des Bundesamts für Statistik gibt Aufschluss

von Nicole Dreyfus  26.08.2026 Aktualisiert

USA

»Wenn es nötig wird, wollen wir bereit sein«

Die Familie Wertheimer durchlebt das Dilemma unserer Zeit: Wo fühlen sich Juden noch sicher?

von Sebastian Moll  25.08.2026

ESC

Moroccanoil steigt als Hauptsponsor aus

Die israelische Kosmetikmarke hat ihr Sponsoring des Musikwettbewerbs nach sechs Jahren beendet.

von Nicole Dreyfus  25.08.2026

Österreich

Exodus über die Alpen

Zehntausende Juden flohen nach der Schoa über die Hohen Tauern nach Italien und weiter nach Palästina. Heute folgen ihre Nachfahren und andere Wanderer der historischen Route

von Pascal Beck  24.08.2026

Russland

Putins Doppelschlag gegen Jabloko

Die einzige Antikriegs-Partei wurde von der Wahl ausgeschlossen und ihr Anführer zu mehr als elf Jahren Straflager verurteilt

von Alexander Friedman  24.08.2026