Lissabon

Portugiesische Pässe für Sefarden

Adolfo Musquite Nunes Foto: portugal.gov.pt

Ebenso wie Spanien plant auch Portugal, sefardischen Juden, deren Vorfahren im 15. Jahrhundert vertrieben wurden, die Staatsbürgerschaft anzubieten. Wie israelische Medien berichteten, kündigte dies der portugiesische Tourismusminister Adolfo Musquite Nunes vergangene Woche bei einem Besuch in Israel an.

Eine entsprechende Regelung dazu werde derzeit ausgearbeitet. Sie sei identisch mit dem Gesetzentwurf, den die spanische Regierung Anfang des Monats bestätigt hat, sagte Nunes im israelischen Fernsehen.

Kriterien Der genaue Wortlaut des Gesetzentwurfs und die Kriterien, die sefardische Juden erfüllen müssen, um einen portugiesischen Pass zu erhalten, würden bald feststehen, sagte Nunes. Im Mai 2013 hatte das Parlament in Lissabon einstimmig beschlossen, den Nachkommen der ab 1492 vertriebenen Juden die portugiesische Staatsbürgerschaft anzubieten. Infolge dieses Parlamentsbeschlusses wird derzeit ein Gesetzentwurf erarbeitet.

Die Zahl der potenziellen Neubürger wird auf rund zwei Millionen geschätzt. Einer von ihnen, Carlos Zazur, hatte auf der Facebook-Seite eines portugiesischen Parlamentariers die symbolische Wiedergutmachung angeregt. ja

Argentinien

Der jüdische Teil von Messi

Während im Internet Gerüchte über Lionel Messis Herkunft und Sympathien rumoren, erzählt der Sohn eines verstorbenen argentinischen Fußballfans eine besonders schöne Geschichte

von Sophie Albers Ben Chamo  09.07.2026

Brüssel

Autorinnen canceln Auftritt wegen geplantem Konzert von Lahav Shani

Die Kontroverse um den Auftritt der Münchner Philharmoniker unter Leitung ihres israelischen Chefdirigenten hält an: Zwei Französinnen verkündeten nun, dass sie nicht wie geplant im Brüsseler Bozar auftreten wollen

 09.07.2026

USA

Aus dem »Deep Shtetl« zur »New York Times«

Yair Rosenberg soll es richten. Der Journalist schreibt fortan über jüdisches Leben und Antisemitismus in den Vereinigten Staaten

von Sophie Albers Ben Chamo  09.07.2026

Nachruf

Louise Lasser, die Frau, die Mary Hartman erfand, ist tot

Die Schauspielerin vertrat Barbra Streisand auf dem Broadway und war mit Woody Allen verheiratet. Sie wurde 87 Jahre alt

 08.07.2026

50 Jahre in Deutschland

»Die Deutschen haben aus ihrer Geschichte gelernt«

Was ist typisch deutsch, was typisch amerikanisch? Holly-Jane Rahlens kennt sich mit beiden Nationen aus. Die Autorin lebt seit mehr als 50 Jahren in Berlin

von Nina Schmedding  08.07.2026

Schweiz

Ein Jahr Gefängnis für jugendlichen Täter

Der Schweizer mit tunesischen Wurzeln hatte am 2. März 2024 auf der Straße einen orthodoxen Juden niedergestochen. Am Dienstag wurde der 17-Jährige verurteilt

von Nicole Dreyfus  07.07.2026

Spanien

Bericht: Jüdische Touristen von Menschenmenge verfolgt

Erneut ist es in Barcelona zu einem antisemitischen Vorfall gekommen: Zwei jüdische Touristen wurden eigenen Aussagen zufolge von mehreren Menschen verfolgt, bespuckt und beleidigt

 07.07.2026

Religionsfreiheit

Oberrabbiner sieht religiöse Praktiken europaweit unter Druck

Bei einem Symposium in Amberg diskutierten Politiker, Vertreter von Religionsgemeinschaften und Juristen über die Einschränkungen der Religionsfreiheit

von Christoph Renzikowski  05.07.2026

Terrorismus

In diesem Land gibt es keinen Platz für Islamisten. Sie sollten konsequent abgeschoben werden

Eine Klarstellung

von Jessie Katz  05.07.2026