Lissabon

Portugiesische Pässe für Sefarden

Adolfo Musquite Nunes Foto: portugal.gov.pt

Ebenso wie Spanien plant auch Portugal, sefardischen Juden, deren Vorfahren im 15. Jahrhundert vertrieben wurden, die Staatsbürgerschaft anzubieten. Wie israelische Medien berichteten, kündigte dies der portugiesische Tourismusminister Adolfo Musquite Nunes vergangene Woche bei einem Besuch in Israel an.

Eine entsprechende Regelung dazu werde derzeit ausgearbeitet. Sie sei identisch mit dem Gesetzentwurf, den die spanische Regierung Anfang des Monats bestätigt hat, sagte Nunes im israelischen Fernsehen.

Kriterien Der genaue Wortlaut des Gesetzentwurfs und die Kriterien, die sefardische Juden erfüllen müssen, um einen portugiesischen Pass zu erhalten, würden bald feststehen, sagte Nunes. Im Mai 2013 hatte das Parlament in Lissabon einstimmig beschlossen, den Nachkommen der ab 1492 vertriebenen Juden die portugiesische Staatsbürgerschaft anzubieten. Infolge dieses Parlamentsbeschlusses wird derzeit ein Gesetzentwurf erarbeitet.

Die Zahl der potenziellen Neubürger wird auf rund zwei Millionen geschätzt. Einer von ihnen, Carlos Zazur, hatte auf der Facebook-Seite eines portugiesischen Parlamentariers die symbolische Wiedergutmachung angeregt. ja

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