USA

Politik auf dem Sedertisch

US-Vizepräsidentin Kamala Harris Foto: imago images/ZUMA Wire

Es begann mit einem Tweet. Doug Emhoff, der (jüdische) Ehemann von US-Vizepräsidentin Kamala Harris, twitterte am Freitag: »Heute Abend hatten @VP und ich die Ehre, Pessach mit unseren fleißigen Mitarbeitern zu feiern, indem wir einen Seder in der Residenz der Vizepräsidentin abhielten. Egal, ob Sie mit Ihrer Familie, Ihren engsten Arbeitskollegen oder der von Ihnen gewählten Familie feiern, wir wünschen Ihnen allen ein frohes Pessachfest!«

Foto Auf dem Foto in dem Tweet sieht man eine Flasche Wein aus der Winzerei Psagot, einer Siedlung im Westjordanland nördlich von Jerusalem, auf dem Tisch stehen. Dies löste in den sozialen Medien einen Shitstorm von Anti-Besatzungs-Aktivisten aus. So twitterte James Zogby, Gründer des Arab-American Institute: »Psagots Weinberge befinden sich auf gestohlenem palästinensischen Land. Das ist nicht cool.«

Externer Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt, der den Artikel anreichert. Wir benötigen Ihre Zustimmung, bevor Sie Inhalte von Sozialen Netzwerken ansehen und mit diesen interagieren können.

Mit dem Betätigen der Schaltfläche erklären Sie sich damit einverstanden, dass Ihnen Inhalte aus Sozialen Netzwerken angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittanbieter übermittelt werden. Dazu ist ggf. die Speicherung von Cookies auf Ihrem Gerät nötig. Mehr Informationen finden Sie hier.

Harris’ Sprecher Herbie Ziskind erklärte, die Wahl des Weins sei keine politische Aussage. »Der Wein, der beim Seder serviert wird, sollte in keiner Weise ein Ausdruck der Politik sein.«

Die Tradition, einen Seder im Weißen Haus zu veranstalten, wurde 2009 vom damaligen Präsidenten Barack Obama ins Leben gerufen. ja

Großbritannien

Der erste Jude in 1000 Jahren

Nick Rubins ist neuer Sheriff von Nottingham – und hat nur bedingt mit Robin Hood zu tun

von Sophie Albers Ben Chamo  20.04.2024

Ungarn

Europäisch und zeitgemäß

Das einzige jüdische Theater heißt Gólem und ist jünger und provokanter, als die meisten erwarten

von György Polgár  18.04.2024

Großbritannien

Seder-Tisch für die Verschleppten

131 Stühle und zwei Kindersitze – einer für jede Geisel – sind Teil der Installation, die in London gezeigt wurde

 18.04.2024

Medien

Die Mutter einer Geisel in Gaza gehört zu den »einflussreichsten Menschen 2024«

Das Time Magazine hat seine alljährliche Liste der 100 einflussreichsten Menschen des Jahres veröffentlicht. Auch dieses Mal sind wieder viele jüdische Persönlichkeiten darunter

 18.04.2024

Indonesien

Unerwartete Nähe

Das Land mit der größten muslimischen Bevölkerung der Welt will seine Beziehungen zu Israel normalisieren

von Hannah Persson  18.04.2024

Schweiz

SIG begrüßt Entscheidung für Verbot von Nazi-Symbolen

Wann die Pläne umgesetzt werden, bleibt bisher unklar

von Imanuel Marcus  17.04.2024

Judenhass

Antisemitische Vorfälle in den USA um 140 Prozent gestiegen

Insgesamt gab es 8873 Übergriffe, Belästigungen und Vandalismusvorfälle

 17.04.2024

Chile

Backlash nach Boykott

Mit israelfeindlichem Aktionismus schadet das südamerikanische Land vor allem sich selbst

von Andreas Knobloch  16.04.2024

Kiew

Ukraine bittet um gleichen Schutz wie für Israel

Warum schützt der Westen die Ukraine nicht so wie Israel? Diese Frage stellt der ukrainische Staatschef Selenskyj in den Raum

von Günther Chalupa  16.04.2024