Niederlande

Oberrabbiner fordert Entschuldigung

Oberrabbiner Binyomin Jacobs Foto: IPOR

Niederlande

Oberrabbiner fordert Entschuldigung

75 Prozent der Juden in Holland wurden während der Schoa ermordet

 11.08.2015 11:11 Uhr

Der niederländische Oberrabbiner Binyomin Jacobs fordert von Regierungschef Mark Rutte eine offizielle Entschuldigung für die Kollaboration der Niederlande mit den Nazis und bei der Ermordung von Juden während der Schoa.

In einem Interview mit der jüdischen Nachrichtenagentur »Jewish Telegraphic Agency« (JTA) sagte Rabbiner Jacobs unlängst, der niederländische Regierungschef solle eine »umfassende Entschuldigung« anbieten, so wie dies die Nachbarländer (Frankreich, Belgien und Luxemburg) bereits getan hätten.

Schoa Laut dem Bericht polarisiert die Debatte über die geforderte Entschuldigung die niederländische Öffentlichkeit. Rund 75 Prozent der 140.000 Juden, die vor der Schoa in den Niederlanden gelebt haben, waren von deutschen Nazis und deren niederländischen Kollaborateuren ermordet worden.

Dies ist die höchste Todesrate aller von den Nazis während des Zweiten Weltkriegs besetzten Staaten in Westeuropa. Gleichzeitig verfügte das Land aber über eine starke Widerstandsbewegung und nach Polen über die zweitgrößte Zahl an »Gerechten unter den Völkern«. ja

Europa

Das Verbindende über das Trennende stellen

Rund 450 orthodoxe Rabbiner und Gäste aus den europäischen Gemeinden tagten in Jerusalem. Im Mittelpunkt standen weniger politische Debatten als vielmehr der Austausch über praktische Fragen

von Michael Thaidigsmann  07.02.2026

Basketball

Ein »All-Star« aus dem Kibbuz

Mit Deni Avdija schafft es erstmals ein Israeli in die NBA-Auswahl der USA

von Sabine Brandes  07.02.2026

Italien

Viererbob und Eisprinzessin

Bei den Olympischen Winterspielen in Mailand-Cortina treten mindestens 16 israelische und jüdische Athleten an

von Sophie Albers Ben Chamo  06.02.2026

Frankreich

Haftbefehle wegen »Beihilfe zum Genozid«

Die Justiz wirft zwei französisch-israelischen Frauen vor, Hilfslieferungen in den Gazastreifen behindert zu haben

 05.02.2026

USA

»Get the fuck out of Minneapolis!«

Jacob Frey ist Bürgermeister der Stadt, die derzeit für das aggressive Vorgehen der ICE steht. Der Demokrat stellt sich energisch gegen die Immigrations-Politik von US-Präsident Donald Trump

von Eva Schweitzer  05.02.2026

Washington D.C.

Gates: »War dumm von mir, Zeit mit Epstein zu verbringen«

In den jüngst veröffentlichten Dokumenten zum Fall des verstorbenen Sexualstraftäters Epstein tauchen viele prominente Namen auf - auch der des Microsoft-Mitgründers. Nun äußert er sich dazu

 05.02.2026

London

Epstein-Skandal stürzt Starmer in die Krise

Obwohl der britische Premier von der Freundschaft Peter Mandelsons zu Jeffrey Epstein wusste, ernannte er ihn zum Botschafter in den USA. Selbst in den eigenen Reihen ist der Ärger groß

 05.02.2026

Wien

US-Flüchtlingsorganisation HIAS muss ihr Europa-Büro schließen

Die US-Regierung hat das historische Programm für religiöse Minderheiten aufgekündigt. Damit sind aktuell Hunderte Juden im Iran gestrandet

 04.02.2026

Geschichte

Kühe und das große jüdische Erbe

In Endingen und Lengnau liegt die Wiege des Schweizer Judentums – von dort ging es in die Welt. Zu Besuch bei einem der letzten Viehhändler im Surbtal

von Nicole Dreyfus  03.02.2026