Frankreich

Neues Gesicht in Hollandes Regierung

Manche sagen ihr eine große politische Karriere voraus: Audrey Azoulay ist Frankreichs neue Ministerin für Kultur und Kommunikation Foto: dpa

Im Rahmen einer Regierungsumbildung hat Frankreichs Präsident François Hollande vergangene Woche seine Medienberaterin Audrey Azoulay zur neuen Ministerin für Kultur und Kommunikation ernannt. Die 43-Jährige ist der französischen Öffentlichkeit bisher kaum bekannt.

Weitaus mehr weiß man über ihren Vater, André Azoulay (74). Er ist der einzige Jude, der seit über 20 Jahren zum inneren Machtzirkel Marokkos gehört. Er berät den König des Landes und leitet die sogenannte Anna-Lindh-Stiftung, die den interkulturellen Dialog zwischen der EU und den Maghrebstaaten fördern soll.

karriere Seine Tochter, Audrey Azoulay, wurde 1972 in der marokkanischen Hafenstadt Essaouira geboren. Sie studierte an der Pariser Dauphine-Universität und machte zwei Abschlüsse als Verwaltungswirtin. Nach ihrem Studium begann sie im Generalsekretariat der Regierung zu arbeiten. 2006 wurde sie stellvertretende Direktorin des nationalen Rundfunks. Der neuen Ministerin sagen manche eine große politische Karriere voraus.

Audrey Azoulays Mutter ist die Schriftstellerin Katia Brami. Sie ist seit 1966 mit André Azoulay verheiratet. ja

Nachruf

Trauer um Hollywood-Legende Arthur Cohn

Arthur Cohn war immer auf der Suche nach künstlerischer Perfektion. Der Schweizer Filmproduzent gehörte zu den erfolgreichsten der Welt, wie seine Oscar-Ausbeute zeigt

 12.12.2025

Meinung

Nemo unverbesserlich

Nemo gibt mit Rückgabe der ESC-Siegertrophäe auch Haltung ab. Statt Rückgrat zu zeigen, schwimmt das Schweizer Gesangswunder von 2024 im postkolonialen Strom mit

von Nicole Dreyfus  12.12.2025

Damaskus

Syriens Regierung erteilt erster jüdischer Organisation Lizenz

Mit Rabbiner Henry Hamras Stiftung »Jüdisches Erbe in Syrien« wird erstmals seit dem Ende der Assad-Dikatur wieder eine jüdische Organisation in dem arabischen Land aktiv sein

 11.12.2025

Museum

Auschwitz-Gedenkstätte zeigt neue Ausstellung

Mit einer neuen Ausstellung will die Gedenkstätte Auschwitz-Birkenau das Schicksal der Häftlinge des Konzentrationslagers zeigen

von Christiane Laudage  11.12.2025

USA

An der Columbia University war Theodor Herzl Antisemit

Ein Abschlussbericht zum Antisemitismus an der New Yorker Elite-Universität zeigt, wie tief die Israel- und Judenfeindlichkeit im Lehrplan verankert war

 11.12.2025

USA

Wer hat Angst vor Bari Weiss?

Sie gilt als eine der einflussreichsten konservativen Medienmacherinnen des Landes. Aber was will die neue Chefin von CBS News eigentlich?

von Sarah Thalia Pines  11.12.2025

Brigitte Macrons Ausfall gegen Aktivistinnen entfacht eine landesweite Debatte.

Frankreich

First Lady an Abittans Seite – und gegen Feministinnen

Brigitte Macrons Ausfall gegen Feministinnen wirft ein Schlaglicht auf Frankreichs Umgang mit Protest, sexueller Gewalt und prominenten Beschuldigten.

von Nicole Dreyfus  11.12.2025

Nachruf

Gebäude wie Jazzmusik

Frank Gehry hat die Architektur tanzen lassen – was auch mit seinem Judentum zu tun hatte

von Johannes Sadek, Christina Horsten  10.12.2025

Hollywood

»Stranger Things« trotzt Boykottaufrufen

Während Fans den Start der letzten Staffel des Netflix-Hits feiern, rufen Anti-Israel-Aktivisten zur Ächtung der Serie auf

von Sophie Albers Ben Chamo  10.12.2025