Italien

Neubau eines Holocaust-Museums in Rom begonnen

Blick auf den Park der Villa Torlonia, einst Wohnsitz von Mussolini, heute Museum und öffentlicher Park Foto: imago/imagebroker

In Rom wird ein neues Holocaust-Museum gebaut. Wie römische Medien (Mittwoch) berichteten, starteten die Bauarbeiten am Dienstag ohne feierliche Grundsteinlegung. Ein geplanter Auftritt von Roms Bürgermeisterin Virginia Raggi (5 Sterne-Bewegung) war abgesagt worden. Wegen der bevorstehenden Kommunalwahlen am 3. und 4. Oktober befürchtete die jüdische Gemeinde einen Wahlkampfauftritt, hieß es.

Bisher sind die Räumlichkeiten zur Erinnerung an den Holocaust verteilt untergebracht. Der Standort des Neubaus ist an der Via Nomentana am Park der Villa Torlonia. Nach Informationen der Kommune wird das Museum aus zwei miteinander verbundenen Bauwerken bestehen.

Das eine, in Form einer »Black Box«, beinhaltet die eingravierten Namen der deportierten Personen. Am 16. und 17. Oktober 1943 hatte die deutsche SS in Rom 1.007 Juden in Richtung Vernichtungslager deportiert. Von diesen kehrten nur eine Frau und 14 Männer zurück.

Das andere Bauwerk soll die Eingangshalle des Museums beherbergen. Von diesem Eingang der Villa Torlonia bis zum Museumssaal wird ein langer Fußgängerweg angelegt, der den »Gerechten« gewidmet ist, also denjenigen, die verfolgten Juden geholfen haben. Außerdem wird es eine Bibliothek und ein Lernzentrum für Schüler geben, die das Museum besuchen. Die Bauzeit ist für drei Jahren angesetzt. kna

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