Frankreich

Mutmaßliche Komplizen verhaftet

Die Ozar-Hatora-Schule in Toulouse Foto: ddp

Französische Sicherheitsbehörden haben zu Beginn dieser Woche drei Männer festgenommen, die Mohamed Merah bei seinem Amoklauf im März 2012 in der südfranzösischen Stadt Toulouse geholfen haben sollen. Der 24-jährige Merah hatte insgesamt sieben Menschen erschossen – darunter drei Kinder der jüdischen Schule Ozar Hatorah und einen Hebräischlehrer.

Den Verdächtigen wird vorgeworfen, Merah bei der Planung und Ausführung seiner Taten unterstützt zu haben. Zwei der mutmaßlichen Terroristen seien am Dienstag in Gewahrsam genommen worden, teilte eine Mitarbeiterin der Staatsanwaltschaft mit. Der dritte Verdächtige habe sich zum Zeitpunkt seiner Verhaftung am Mittwoch in der Nähe des Stadtteils aufgehalten, in dem Mohamed Merah seine Kindheit verbracht hat.

Festnahme Darüber hinaus liegen bislang keine weiteren Angaben zu den Festgenommenen vor. An der Verhaftung der mutmaßlichen Komplizen in Toulouse sei eine Antiterroreinheit beteiligt gewesen, hieß es aus Polizeikreisen. In den vergangenen Monaten waren im Zuge der Ermittlungen bereits sieben mögliche Mittäter festgenommen worden. Sie sollen Merah logistisch unterstützt haben, waren aber aus Mangel an Beweisen nach kurzer Zeit wieder freigelassen worden.

Die Polizei geht davon aus, dass der mutmaßliche Islamist Mohamed Merah entgegen erster Erkenntnisse bei der Planung und Ausführung seiner Taten von Helfern unterstützt wurde. Bislang wurde nur gegen den Bruder des Attentäters, Abdelkader Merah, ein Ermittlungsverfahren wegen Komplizenschaft eingeleitet. ja

Grossbritannien

Neuer Labour-Chef entschuldigt sich

Keir Starmer: »Antisemitismus war immer ein Schandfleck an unserer Partei.«

 05.04.2020 Aktualisiert

#KeepingItTogether

Weltweiter Solidaritätsaufruf

Oberrabbiner mehrerer Länder laden dazu ein, den letzten Schabbat vor Pessach gemeinsam zu begehen

 03.04.2020

Pakistan

Verurteilter von Mord an jüdischem Journalisten freigesprochen

Daniel Pearl, Reporter des Wall Street Journal, war 2002 in Karatschi entführt und später enthauptet worden

 02.04.2020

Österreich

Den Geist aufrechterhalten

Wie die Wiener Gemeinde mit der Corona-Epidemie umgeht

von Axel Brüggemann  02.04.2020

Frankreich

Fest der Freiheit auf Distanz

Im Elsass und anderswo bereiten sich Gemeinden auf Pessach unter erschwerten Bedingungen vor

von Christine Longin  02.04.2020

Niederlande

Maccabi kauft ein

Ein Amsterdamer Sportverein stellt mit vielen Freiwilligen ein Corona-Hilfsprojekt auf die Beine

von Tobias Müller  02.04.2020

Italien

Gegen Angst und Fake News

Jüdische Medien in Zeiten von Corona

von Andrea M. Jarach  02.04.2020

Litauen

»Wir dürfen die Hoffnung jetzt nicht verlieren«

Die jüdische Gemeinde im Land schaut mit Bangen auf die Zeit nach der Pandemie

von Blanka Weber  02.04.2020

Rumänien

Rabbiner erlaubt Bestattung am Schabbat

In Ausnahmefällen dürfen an Covid-19 verstorbene Juden auch am Ruhetag beerdigt werden

von Michael Thaidigsmann  31.03.2020