Frankreich

Messerangriff auf jüdische Schülerin

Die Tat ereignete sich vergangene Woche im Pariser Vorort Sarcelles. Foto: dpa

Nur wenige Tage nach zwei Brandanschlägen auf einen Koscherladen bei Paris ist vergangene Woche im Vorort Sarcelles eine 15-Jährige von einem Unbekannten mit einem Messer angegriffen worden. Wie die Zeitung »Le Parisien« berichtete, rannte der Angreifer unmittelbar nach der Tat weg, sodass das Mädchen das Gesicht des Mannes nicht habe sehen können.

Weder vor noch während oder nach der Tat habe der Mann gesprochen, berichtete die Schülerin, die mit einer blutigen Wunde an der rechten Wange nach Hause rannte und unter Schock stand. Sie trug die Uniform einer jüdischen Privatschule und war dadurch als Jüdin zu erkennen.

Hintergrund Hinter der Tat werden antisemitische Motive vermutet. Der frühere Bürgermeister von Sarcelles, der sozialistische Parlamentsabgeordnete François Pupponi, nannte das Verbrechen einen »hässlichen antisemitischen Anschlag«. In Sarcelles »erkennt jeder praktizierende Juden an ihrer Kleidung«, das gelte auch für den Täter. Deshalb bestünden keine Zweifel an seinem Motiv. ja

Lesen Sie mehr dazu in unserer Printausgabe am Donnerstag.

Umfrage

Jeder vierte Europäer hat antisemitische Ansichten

Besonders stark sind negative Stereotype über Juden in osteuropäischen Staaten verbreitet

 21.11.2019

US-Demokraten

»Trump muss weg!«

Präsidentschaftsbewerber sprechen sich in ihrer TV-Debatte für Amtsenthebung des Präsidenten aus

 21.11.2019

Kuba

Die Kommune packt mit an

Zum 500-jährigen Bestehen Havannas setzt die Stadt den ältesten jüdischen Friedhof des Landes instand

von Andreas Knobloch  21.11.2019

Kurzmeldungen

Hochschule, Hochwasser

Nachrichten aus der jüdischen Welt

 21.11.2019

USA

Mrs. Gore-Tex

Zum Tod von Gert Boyle, der Chefin des Sportbekleidungsherstellers »Columbia«

von Tobias Kühn  21.11.2019

Arye Sharuz Shalicar

Die Zuschauer

Deutschland schweigt zum Terror gegen Demonstranten im Iran – dabei müsste es beim Protest an erster Stelle stehen

von Arye Sharuz Shalicar  20.11.2019