Riga

Lettland gedenkt Holocaust-Opfern und Synagogenbrand vor 80 Jahren

»Wir beugen unsere Köpfe vor den Opfern«: Jüdischer Zwangsarbeiter im Ghetto Riga Foto: RGM

Lettlands Staatspräsident Egils Levits hat bei einer Gedenkveranstaltung an die vor 80 Jahren in dem baltischen EU-Land ermordeten Juden erinnert. Die vielen tausend jüdische Bürger, die Lettland während des Holocaust verloren hat, seien ein »großer Verlust« für das ganze Land gewesen, sagte er am Sonntag in Riga.

Regierungschef Krisjanis Karins betonte: »Wir beugen unsere Köpfe vor den Opfern und ehren diejenigen, die unter Einsatz ihres Lebens ihre Mitbürger gerettet haben. Wir müssen alles tun, damit sich solche Verbrechen nicht wiederholen«.

Lettland gedenkt am 4. Juli der etwa 70.000 lettischen Juden, die während des Zweiten Weltkriegs von den Nationalsozialisten und einheimischen Helfer ermordet wurden. Kurz nach der deutschen Besatzung Lettlands nahm an diesem Tag die systematische Vernichtung von Juden ihren Anfang - zunächst in Riga und später auch in anderen Städten.

Auf Veranlassung durch die Nationalsozialisten wurde vor einer Gruppe von lettischen Hilfstruppen dabei am 4. Juli auch die Große Choral-Synagoge in Riga bis auf die Grundmauern niedergebrannt - mitsamt der darin eingesperrten Gläubigen. Rund 300 Juden starben den Flammen oder wurden beim Versuch erschossen, durch die Fenster zu entkommen.

Island

Wo die Mikwe eine heiße Quelle war

Seit diesem Jahr hat der Inselstaat erstmals ein jüdisches Gemeindezentrum. Juden spielten in der Geschichte des Landes allerdings eine wichtigere Rolle als bisher bekannt

von Elke Wittich  26.10.2026

Miami

Bei den koscheren Panthern

Seit 2015 gibt es an der Florida International University die jüdische Studierendenorganisation »Hillel«. Zu Besuch an einem Nachmittag im Oktober

von Katrin Richter  26.10.2026

USA

Schalom, Sydney?

Gossip-Alarm! Angeblich will Schauspielerin Sydney Sweeney Musik-Mogul Scooter Braun heiraten. Und dafür konvertieren

von Sophie Albers Ben Chamo  25.10.2026

Essay

Der Druck der Straße: Kann Frankreich seine Juden noch schützen?

Eine Republik, die ihre Rathäuser nicht schützen kann, wird auch ihre Juden nicht mehr lange beschützen können, meint unser Gastautor

von Rabbiner Pinchas Goldschmidt  23.10.2026

Rom

Papst vor AJC-Delegation: »Kirche duldet keinen Antisemitismus«  

Erstmals empfing Leo XIV. im Vatikan eine Delegation des American Jewish Committee - und betonte in seiner Ansprache, dass der interreligiöse Dialog zum Weltfrieden beitrage

 22.10.2026

New York

Magische Juden

Handleser, Geisterbeschwörer, Wahrsager und Wunderheiler: Eine neue Ausstellung beleuchtet die Lust am Okkulten

von Eva C. Schweitzer  21.10.2026

Interview

»Die Situation in Irland ist besonders dramatisch«

Daniel Botmann, der Geschäftsführer des Zentralrats der Juden in Deutschland, spricht über seine jüngsten Besuche in Irland und Großbritannien und die Zusammenarbeit innerhalb der J7-Gruppe der großen jüdischen Gemeinden weltweit

von Michael Thaidigsmann  21.10.2026

London

Jüdinnen auf offener Straße angegriffen

Die Opfer wurden im Stadtteil Clapton Common ins Gesicht geschlagen

 21.10.2026

Israel

»So wollte ich nicht sterben«

Der indische Kapitän des »Fly Dubai«-Fluges schildert erstmals ausführlich, was sich an Bord abspielte

 20.10.2026