Riga

Lettland gedenkt Holocaust-Opfern und Synagogenbrand vor 80 Jahren

»Wir beugen unsere Köpfe vor den Opfern«: Jüdischer Zwangsarbeiter im Ghetto Riga Foto: RGM

Lettlands Staatspräsident Egils Levits hat bei einer Gedenkveranstaltung an die vor 80 Jahren in dem baltischen EU-Land ermordeten Juden erinnert. Die vielen tausend jüdische Bürger, die Lettland während des Holocaust verloren hat, seien ein »großer Verlust« für das ganze Land gewesen, sagte er am Sonntag in Riga.

Regierungschef Krisjanis Karins betonte: »Wir beugen unsere Köpfe vor den Opfern und ehren diejenigen, die unter Einsatz ihres Lebens ihre Mitbürger gerettet haben. Wir müssen alles tun, damit sich solche Verbrechen nicht wiederholen«.

Lettland gedenkt am 4. Juli der etwa 70.000 lettischen Juden, die während des Zweiten Weltkriegs von den Nationalsozialisten und einheimischen Helfer ermordet wurden. Kurz nach der deutschen Besatzung Lettlands nahm an diesem Tag die systematische Vernichtung von Juden ihren Anfang - zunächst in Riga und später auch in anderen Städten.

Auf Veranlassung durch die Nationalsozialisten wurde vor einer Gruppe von lettischen Hilfstruppen dabei am 4. Juli auch die Große Choral-Synagoge in Riga bis auf die Grundmauern niedergebrannt - mitsamt der darin eingesperrten Gläubigen. Rund 300 Juden starben den Flammen oder wurden beim Versuch erschossen, durch die Fenster zu entkommen.

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