USA

Jüdischer Friedhof in Philadelphia verwüstet

Auf dem Mount Carmel Cemetery in Philadelphia wurden in der Nacht zum Sonntag zahlreiche Grabsteine umgestoßen. Foto: dpa

Zum zweiten Mal innerhalb einer Woche ist in den USA ein jüdischer Friedhof verwüstet worden. Auf dem Mount Carmel Cemetery in Philadelphia wurden offenbar in der Nacht zum Sonntag 80 bis 100 Grabsteine umgestoßen, teilte die örtliche Polizei mit. Nur wenige Tage zuvor waren auf einem jüdischen Friedhof in St. Louis im US-Bundesstaat Missouri rund 200 Gräber geschändet worden.

Für Hinweise, die zu einer Ergreifung der Täter führen, setzt die Anti-Defamation League (ADL) eine Summe von 10.000 Dollar aus. »Wir sind entsetzt über die Schändung auf dem Carmel-Friedhof«, erklärte ADL-Regionaldirektorin Nancy K. Baron-Baer am Montag in Philadelphia. »Dieser Akt ist feige, unverschämt und umso verabscheuungswürdiger, als er ähnlichem Vandalismus auf einem jüdischen Friedhof in St. Louis vergangene Woche folgt.«

schäden Eine Crowdfunding-Kampagne, die von zwei amerikanischen Muslimen gestartet wurde, um die Kosten der Schäden auf dem Friedhof in St. Louis zu decken, brachte in der vergangenen Woche rund 130.000 Dollar ein. Die Initiatoren kündigten an, die Kampagne auf den Friedhof in Philadelphia auszuweiten, damit auch die Schäden dort behoben werden können.

Ob es einen Zusammenhang zwischen beiden Vorfällen gibt, ist unklar. Die Polizei in Philadelphia vermutet, die Täter könnten betrunkene Jugendliche gewesen sein. In vielen Medien werden die beiden Friedhofsschändungen jedoch in Zusammenhang mit Trumps Wahlsieg gesehen. Dieser hat zu einer starken Zunahme antisemitischer und antimuslimischer Angriffe im ganzen Land geführt. tok

Ukraine

Selenskyj: »Pessach handelt vom Sieg der Freiheit«

Der ukrainische Präsident empfängt zu Pessach Rabbiner in Kyjv und wendet sich mit einer Grußbotschaft an Juden in der gesamten Welt

von Eugen El  07.04.2026

Netflix-Dokumentation

Der Mann, der die Chili Peppers Red Hot machte

Man kann ohne weiteres behaupten, dass die Rockwelt ohne Hillel Slovak weniger bunt wäre. Eine Streaming-Doku hat dem in Israel geborenen ersten Gitarristen der Chili Peppers ein Denkmal gesetzt

von Richard Blättel  07.04.2026

Großbritannien

Brandanschlag in London: Untersuchungshaft für Verdächtige

Mehrere Krankenwagen eines jüdischen Rettungsdienstes in Golders Green werden in Brand gesetzt. Vor Gericht erschienen nun drei Verdächtige

 04.04.2026

Meinung

Hoffentlich wird Viktor Orbán abgewählt

Am 12. April stehen in Ungarn Wahlen an. Unter seinem langjährigen Ministerpräsidenten ist das Land zu einem russischen U-Boot in der Europäischen Union geworden

von Joshua Schultheis  04.04.2026

USA

So wild wie Doja Cat

Sie ist der einzige weibliche jüdische R&B-Superstar – und eine der erfolgreichsten Rapperinnen unserer Zeit

von Sarah Thalia Pines  04.04.2026

London

Jüdische Londoner fühlen sich von Aktivisten eingeschüchtert

Rund 40 Personen seien in ein jüdisch geprägtes Wohngebiet gezogen, hätten Parolen wie »Völkermord« skandiert und gefordert, der Staat Israel müsse verschwinden, sagen Augenzeugen

 01.04.2026

Nepal

Sederabend auf Rekordniveau

Wie Kathmandu zur Bühne einer der größten Pessachfeiern der Welt wurde

von Matthias Messmer  31.03.2026

Winnipeg

Jüdischer Anti-Zionist wird Chef der sozialdemokratischen NDP

Avi Lewis delegitimiere einen wesentlichen Teil jüdischer Identität, sagen jüdische Organisationen in Kanada

 31.03.2026

Österreich

Hamas-Narrative im ORF?

Für die Österreichische Medienbehörde ist klar, dass der ORF den Krieg im Gazastreifen in einer ausgestrahlten TV-Dokumentation verzerrt hat

von Nicole Dreyfus  30.03.2026