Paris

Jüdische Gemeinde gedenkt der Opfer

Frankreichs Oberrabbiner Haim Korsia leitete den Gottesdienst. Foto: Reuters

In der Synagoge de la Victoire in Paris haben sich am Sonntagabend unter starkem Polizeischutz rund 200 Menschen versammelt, um der Terroropfer zu gedenken. Freitagnacht waren bei mehreren Anschlägen im Zentrum von Paris 132 Menschen ums Leben gekommen.

Der Oberrabbiner der französischen Hauptstadt, Michel Guggenheim, sagte zu den Teilnehmern des Gedenkgottesdienstes: »Unser Volk, das mehr als andere geprüft worden ist, kennt die heilende Kraft von Solidarität und Einheit angesichts des Schmerzes auseinandergerissener Familien, getrennter Paare und verwaister Kinder.«

Gebete Im Zentrum der Gedenkzeremonie standen Gebete für die Seelen der Toten und Bitten um baldige Genesung der Verletzten. Frankreichs Oberrabbiner Haim Korsia, der die Veranstaltung leitete, sagte, die französischen Juden fühlten »mit aller Intensität den Schmerz der von der Tragödie berührten Familien und den Schmerz der ganzen Nation«.

Korsia versuchte, den Versammelten Mut zu machen, indem er prophezeite: »Die Gesellschaft Frankreichs wird sich von ihrer Trauer ebenso erheben, wie die Gesellschaft Amerikas sich von der Tragödie des 11. Septembers erhoben hat, und wie die israelische Gesellschaft, die sich durch Anschläge nie hat unterkriegen lassen.«

An der Zeremonie nahmen unter anderem der Präsident der französisch-jüdischen Dachorganisation CRIF, Roger Cukierman, sowie der Chef der Union jüdischer Studenten Frankreichs, Sacha Reingewirtz, und die israelische Botschafterin in Paris, Aliza Bin-Nun, teil. ja

David Baddiel

»Inzwischen kann man Messi in den Griff bekommen«

Der britische Autor über das Halbfinale England vs Argentinien, seinen legendären Fußball-Song »Three Lions« und warum er immer noch glaubt, dass England gegen Argentinien gewinnen wird

von Katrin Richter  14.07.2026

Argentinien

Der jüdische Teil von Messi

Während im Internet Gerüchte über Lionel Messis Herkunft und Sympathien rumoren, erzählt der Sohn eines verstorbenen argentinischen Fußballfans eine besonders schöne Geschichte

von Sophie Albers Ben Chamo  14.07.2026 Aktualisiert

Monaco

Zweitjüdischste Nation der Welt

Die kleine jüdische Gemeinschaft im Stadtstaat wächst. Immer mehr Jüdinnen und Juden entscheiden sich für das luxuriöse und sichere Fürstentum

von Mark Feldon  13.07.2026

New York

Jüdischer Vertreter kritisiert Bürgermeister Mamdani für Stadtkarte

Anlässlich der Fußballweltmeisterschaft in den USA hat New York eine Karte zu unterschiedlichen migrantischen Prägungen seiner Stadtteile herausgegeben. Juden wurden dabei offenbar nicht berücksichtigt

 12.07.2026

Maccabia

Zwischen Medaillen und Menschlichkeit

Für die Schweizer Delegation ist klar, das Spiel ist wichtig, aber neue Freundschaften sind wichtiger

von Nicole Dreyfus  10.07.2026

Niederlande

»Juden ins Gas«-Rufe nach Marokkos WM-Niederlage

In Den Haag kam es in der Nacht zu Ausschreitungen und antisemitischen Sprechchören

 10.07.2026

Einzelbild, Single image: Erling Haaland Norway, 9 FIFA World Cup, WM, Weltmeisterschaft, Fussball 2026: Brazil v Norway 05 July 2026, FIFA World Cup 2026: Brazil v Norway Round of 16 at New York New Jersey Stadium in East Rutherford, New Jersey, USA. *** Single image: Erling Haaland, Norway FIFA World Cup 2026: Brazil vs. Norway, July 5, 2026 FIFA World Cup 2026: Brazil vs. Norway, Round of 16, at New York New Jersey Stadium in East Rutherford, New Jersey, USA Copyright: HMBxMedia/xMarcoxBader

Verschwörungsmythen

Norwegens WM-Star Erling Haaland im Visier von Antisemiten

Samstagabend spielt der Angreifer von Manchester City mit Norwegen gegen England. Die ehemalige Hamas-Geisel Omer Shem Tov wird ihm dabei die Daumen drücken. Israelfeinden gefällt das nicht.

von Elke Wittich  10.07.2026

Brüssel

Autorinnen canceln Auftritt wegen geplantem Konzert von Lahav Shani

Die Kontroverse um den Auftritt der Münchner Philharmoniker unter Leitung ihres israelischen Chefdirigenten hält an: Zwei Französinnen verkündeten nun, dass sie nicht wie geplant im Brüsseler Bozar auftreten wollen

 09.07.2026

USA

Aus dem »Deep Shtetl« zur »New York Times«

Yair Rosenberg soll es richten. Der Journalist schreibt fortan über jüdisches Leben und Antisemitismus in den Vereinigten Staaten

von Sophie Albers Ben Chamo  09.07.2026