Iran

Juden vor Neujahrsfest zu Vorsicht aufgerufen

Ein Mitglied der Jüdischen Gemeinde Teheran betet in einer Teheraner Synagoge (2006). Foto: picture-alliance/ dpa

Angesichts der angespannten Lage im Iran hat die jüdische Gemeinde in Teheran ihre Mitglieder zu besonderer Vorsicht während des jüdischen Neujahrsfest Rosch Haschana aufgerufen.

Die Gläubigen sollten sich bitte nicht während des Feiertags und seiner Gebete auf den Straßen versammeln, heißt es laut »Jerusalem Post«. Die Gemeinde kündigte an, mit der Polizei zusammenzuarbeiten, um ein sicheres Neujahrsfest zu gewährleisten.

Juden im Iran werden massiv diskriminiert, vor Gericht gilt ihre Stimme weniger als die von muslimischen Iranern und sobald Juden im Iran sich positiv über Israel äußern würden, droht ihnen Gefahr für Leib und Leben.

Hintergrund ist der Jahrestag des Todes von Mahsa Amini, die am 16. September 2022 unter ungeklärten Umständen in Polizeigewahrsam gestorben war. Sie war zuvor von der Sittenpolizei festgenommen worden, weil sie sich nicht an die Vorschriften zum islamischen Kopftuch gehalten habe.

Die jüdische Gemeinde in Teheran sei seit Jahrtausenden im Iran verwurzelt. Sie habe in der Vergangenheit Bewunderung und Neid für ihr Engagement für die nationalen Interessen des Landes auf sich gezogen, so die Nachricht laut Bericht.

Angesichts der jüngsten Spannungen müsse die Gemeinde wachsam bleiben gegenüber »möglichen Störungen durch externe, dem Iran feindlich gesinnte Organisationen«.

Die Mitglieder der jüdischen Gemeinde wurden außerdem dazu aufgerufen, nicht an den Demonstrationen im Gedenken an Amini teilzunehmen. kna

Polen

Rechtsradikaler Politiker schockiert mit israelischer Hakenkreuzfahne

Am Holocaustgedenktag warf Konrad Berkowicz Israel im Sejm vor, das neue Dritte Reich zu sein

 14.04.2026

Warschau

Absage an Antisemitismus: Polnische Bischöfe besuchen Synagogen

Vor 40 Jahren umarmte Papst Johannes Paul II. in Roms Hauptsynagoge den dortigen Oberrabbiner. In Polen erinnern nun Bischöfe an diesen Meilenstein in den katholisch-jüdischen Beziehungen. Es gibt aber auch Misstöne

von Oliver Hinz  14.04.2026

Nordmazedonien

Brandanschlag auf Synagoge in Skopje

Zwei bislang unbekannte Täter verschafften sich Zugang zum Eingangsbereich des Gotteshauses und versuchten, ihn in Brand zu setzen

von Nicole Dreyfus  14.04.2026

Meinung

Israel, Ungarn und die Abwahl Viktor Orbáns

Mit dem langjährigen Ministerpräsidenten hatte der jüdische Staat einen Verbündeten in der EU. Dennoch könnte dessen Abwahl eine Chance sein, das ungarisch-israelische Verhältnis auf eine nachhaltigere Grundlage zu stellen

von Domokos Szabó  14.04.2026

Ungarn

Netanjahu gratuliert Wahlsieger Magyar – und lobt Orban

Israels Premier: »Orban ist ein wahrer Freund Israels, der fest an der Seite Israels stand angesichts ungerechter internationaler Verleumdungen«

 13.04.2026

Nachruf

Ein Leben, das amtlich nicht vorgesehen war

Mit Robert Kreutner ist einer der letzten Menschen, der 1938 vom St. Galler Polizeihauptmann Paul Grüninger gerettet wurde, gestorben

von Stefan Keller  13.04.2026

Budapest

Nach Wahlsieg: Magyar äußert sich erstmals zu Israel

Ungarns designierter Ministerpräsident will künftig wieder mit dem Internationalen Strafgerichtshof kooperieren. Auch zu möglichen EU-Sanktionen gegen Israel bezog Péter Magyar Stellung

 13.04.2026

Meinung

Hoffentlich wird Viktor Orbán abgewählt

Am 12. April stehen in Ungarn Wahlen an. Unter seinem langjährigen Ministerpräsidenten ist das Land zu einem russischen U-Boot in der Europäischen Union geworden

von Joshua Schultheis  12.04.2026 Aktualisiert

Washington

Warum jetzt? Melania Trumps rätselhafter Epstein-Auftritt

Melania Trump tritt kaum allein vor die Presse. Doch jetzt spricht sie über ein Thema, das ihr Ehemann so gern umschiffen wollte: den Epstein-Skandal

 10.04.2026