Iran

Juden vor Neujahrsfest zu Vorsicht aufgerufen

Ein Mitglied der Jüdischen Gemeinde Teheran betet in einer Teheraner Synagoge (2006). Foto: picture-alliance/ dpa

Angesichts der angespannten Lage im Iran hat die jüdische Gemeinde in Teheran ihre Mitglieder zu besonderer Vorsicht während des jüdischen Neujahrsfest Rosch Haschana aufgerufen.

Die Gläubigen sollten sich bitte nicht während des Feiertags und seiner Gebete auf den Straßen versammeln, heißt es laut »Jerusalem Post«. Die Gemeinde kündigte an, mit der Polizei zusammenzuarbeiten, um ein sicheres Neujahrsfest zu gewährleisten.

Juden im Iran werden massiv diskriminiert, vor Gericht gilt ihre Stimme weniger als die von muslimischen Iranern und sobald Juden im Iran sich positiv über Israel äußern würden, droht ihnen Gefahr für Leib und Leben.

Hintergrund ist der Jahrestag des Todes von Mahsa Amini, die am 16. September 2022 unter ungeklärten Umständen in Polizeigewahrsam gestorben war. Sie war zuvor von der Sittenpolizei festgenommen worden, weil sie sich nicht an die Vorschriften zum islamischen Kopftuch gehalten habe.

Die jüdische Gemeinde in Teheran sei seit Jahrtausenden im Iran verwurzelt. Sie habe in der Vergangenheit Bewunderung und Neid für ihr Engagement für die nationalen Interessen des Landes auf sich gezogen, so die Nachricht laut Bericht.

Angesichts der jüngsten Spannungen müsse die Gemeinde wachsam bleiben gegenüber »möglichen Störungen durch externe, dem Iran feindlich gesinnte Organisationen«.

Die Mitglieder der jüdischen Gemeinde wurden außerdem dazu aufgerufen, nicht an den Demonstrationen im Gedenken an Amini teilzunehmen. kna

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