Neuseeland

»Jesus, Maria und Josef waren palästinensische Flüchtlinge«

Foto: imago/Hermann J. Knippertz

Eine neuseeländische Grünen-Politikerin hat sich bei der jüdischen Gemeinschaft ihres Landes mit einem Tweet über die Identität von Jesus, Maria und Josef unbeliebt gemacht. Die Abgeordnete Golriz Ghahraman twitterte laut einem Bericht der Jewish Telegraphic Agency (JTA) über die Heilige Familie des Christentums: »Sie waren im wahrsten Sinn des Wortes palästinensische Flüchtlinge. Und sie (Maria) bedeckte ihr Haar, denn so sah Sittsamkeit in ihrer Gesellschaft aus ...«

Löschung Nach scharfer Kritik des New Zealand Jewish Council hat die Politikerin und Anwältin, die im Iran geboren wurde und mit ihren Eltern als Flüchtling nach Neuseeland kam, ihren Tweet mittlerweile gelöscht. Die Sprecherin der Organisation Juliet Moses sagte laut JTA, die Abgeordnete weigere sich anzuerkennen, dass Jesus Jude war. Dies sei eine beliebte Taktik derer, »deren Ziel es ist, die heutige jüdische Präsenz in Israel für illegitim zu erklären«.

Ferner sagte die Sprecherin: »Maria und Josef palästinensische Flüchtlinge zu nennen, ist respektlos gegenüber der jüdischen Gemeinschaft und zweifellos auch gegenüber der christlichen Gemeinschaft.«

DIALOG Laut Medienberichten soll eine Sprecherin der grünen Parteivorsitzenden James Shaw und Marama Davidson angekündigt haben, dass die Abgeordnete Ghahraman den Dialog mit den jüdischen Gemeinden verbessern wolle.

Sie habe sich für ihre schlecht gewählten Worte entschuldigt. Juliet Moses sagte jedoch, ihr sei von einer Entschuldigung nichts bekannt.  ag

 

Addis Abeba/Jerusalem

Vor Krieg und Hunger retten

Israels Einwanderungsministerin fordert die zügige Einreise Tausender Juden aus Äthiopien

 30.11.2020

Brüssel

Der Jazzpianist

Der 89-jährige Schoa-Überlebende Simon Gronowski spielt Jazzmusik am offenen Fenster

von Michael Thaidigsmann  29.11.2020

Paris

»Charlie Hebdo«-Prozess soll am Mittwoch weitergehen

Urteil zum Anschlag auf Satirezeitschrift und koscheren Supermarkt Hyper Cacher für 16. Dezember erwartet

 29.11.2020

Prag

Mystiker und Monarch

Vor 500 Jahren wurde Rabbi Löw geboren. Ein Spaziergang auf seinen Spuren

von Kilian Kirchgeßner  29.11.2020

Budapest

Kulturfunktionär zieht »Gaskammer«-Äußerung zu Soros zurück

In Ungarn übten unter anderem die israelische Botschaft und der jüdische Dachverband Mazsihisz heftige Kritik

 29.11.2020 Aktualisiert

Schweiz

Erstmals Stolpersteine in Zürich verlegt

Die Stadt erinnert an vertriebene und ermordete Bürger

 28.11.2020

Großbritannien

Johnson ernennt jüdischen Stabschef

Der neue Leiter des Apparats in der Downing Street ist ehrenamtlicher Vorsitzender der Hilfsorganisation World Jewish Relief

 27.11.2020

Antwerpen

Prozess zu vereiteltem Anschlag auf Exil-Iraner beginnt

Ein Urteil wird frühestens gegen Ende Dezember erwartet

 27.11.2020

Österreich

Attacke auf Rabbiner in Wien

Eine Frau hat den Mann mit einem Messer bedroht, ihm die Kippa vom Kopf gerissen und judenfeindliche Parolen geschrien

 27.11.2020