Großbritannien

Israelfeindliche Aktivisten stören London-Marathon

Tausende Läufer überqueren während des London Marathon 2025 die Tower Bridge. Foto: picture alliance / ZUMAPRESS.com

Beim traditionsreichen London-Marathon haben zwei Aktivisten der Organisation Youth Demand für eine israelfeindliche Protestaktion gesorgt. Die Demonstranten waren über die Streckenabsperrung gesprungen und streuten rotes Pulver, um für ein Handelsembargo gegen Israel zu demonstrieren.

Die beiden wurden kurz darauf wegen des Verdachts auf Erregung öffentlichen Ärgernisses festgenommen, wie die Metropolitan Police mitteilte.

Wie auf einem Video der Aktivistengruppe in den sozialen Medien zu sehen ist, war eine Person von einem Motorrad gesprungen, um die beiden auf der berühmten Tower Bridge gerade noch rechtzeitig zur Seite zu schieben, bevor die Läufer den Punkt passierten. Bei dem Pulver handelte es sich laut Polizei um eine Farbe auf Kreidebasis, die keine Gefahr darstellen dürfte. Die beiden Aktivisten trugen T-Shirts mit der Aufschrift »Stop Arming Israel«.

Für den sportlichen Höhepunkt beim London-Marathon hatte die Olympia-Zweite Tigst Assefa aus Äthiopien gesorgt, die mit einer Zeit von 2:15:50 Stunden einen Weltrekord für reine Frauenrennen aufstellte. dpa/ja

Polen

Rechtsradikaler Politiker schockiert mit israelischer Hakenkreuzfahne

Am Holocaustgedenktag warf Konrad Berkowicz Israel im Sejm vor, das neue Dritte Reich zu sein

 14.04.2026

Warschau

Absage an Antisemitismus: Polnische Bischöfe besuchen Synagogen

Vor 40 Jahren umarmte Papst Johannes Paul II. in Roms Hauptsynagoge den dortigen Oberrabbiner. In Polen erinnern nun Bischöfe an diesen Meilenstein in den katholisch-jüdischen Beziehungen. Es gibt aber auch Misstöne

von Oliver Hinz  14.04.2026

Nordmazedonien

Brandanschlag auf Synagoge in Skopje

Zwei bislang unbekannte Täter verschafften sich Zugang zum Eingangsbereich des Gotteshauses und versuchten, ihn in Brand zu setzen

von Nicole Dreyfus  14.04.2026

Meinung

Israel, Ungarn und die Abwahl Viktor Orbáns

Mit dem langjährigen Ministerpräsidenten hatte der jüdische Staat einen Verbündeten in der EU. Dennoch könnte dessen Abwahl eine Chance sein, das ungarisch-israelische Verhältnis auf eine nachhaltigere Grundlage zu stellen

von Domokos Szabó  14.04.2026

Ungarn

Netanjahu gratuliert Wahlsieger Magyar – und lobt Orban

Israels Premier: »Orban ist ein wahrer Freund Israels, der fest an der Seite Israels stand angesichts ungerechter internationaler Verleumdungen«

 13.04.2026

Nachruf

Ein Leben, das amtlich nicht vorgesehen war

Mit Robert Kreutner ist einer der letzten Menschen, der 1938 vom St. Galler Polizeihauptmann Paul Grüninger gerettet wurde, gestorben

von Stefan Keller  13.04.2026

Budapest

Nach Wahlsieg: Magyar äußert sich erstmals zu Israel

Ungarns designierter Ministerpräsident will künftig wieder mit dem Internationalen Strafgerichtshof kooperieren. Auch zu möglichen EU-Sanktionen gegen Israel bezog Péter Magyar Stellung

 13.04.2026

Meinung

Hoffentlich wird Viktor Orbán abgewählt

Am 12. April stehen in Ungarn Wahlen an. Unter seinem langjährigen Ministerpräsidenten ist das Land zu einem russischen U-Boot in der Europäischen Union geworden

von Joshua Schultheis  12.04.2026 Aktualisiert

Washington

Warum jetzt? Melania Trumps rätselhafter Epstein-Auftritt

Melania Trump tritt kaum allein vor die Presse. Doch jetzt spricht sie über ein Thema, das ihr Ehemann so gern umschiffen wollte: den Epstein-Skandal

 10.04.2026