Marseille

Islamist verurteilt

Die französische Hafenstadt Marseille Foto: dpa

Ein Islamist, der nach eigenen Aussagen einen Anschlag auf die Hauptsynagoge von Marseille verüben wollte, ist wegen Unterstützung terroristischer Akte zu zwei Jahren Haft verurteilt worden. Wie die Nachrichtenagentur Jewish Telegraphic Agency unter Beruf auf die Website L’Express meldete, hatte der 33 Jahre alte Mann außerdem öffentlich seine Unterstützung für den sogenannten Islamischen Staat bekundet.

Syrien Wie L’Express weiter schrieb, war der Mann ins Visier von Ermittlern geraten und im Frühjahr 2016 verhaftet worden. Der Polizei sagte er, er habe nach Syrien aufbrechen wollen, um sich kämpfenden Dschihadisten anzuschließen. Außerdem habe er in den Brüsseler Stadtteil Molenbeek fahren wollen, um dort »Brüder« zu treffen.

Er habe »mindestens drei Juden« in der Großen Synagoge von Marseille »ausräuchern« wollen. Bei seiner Verhaftung rief der 33-Jährige dem Bericht zufolge Allah an, schrie Unterstützungsparolen für den Islamischen Staat und drohte den Polizisten, die ihn festnahmen, er werde ihre Kinder köpfen. ag

Ungarn

Wer ist Péter Magyar?

Viktor Orbán hat die Wahl verloren. Sein Nachfolger strebt weitreichende Veränderungen an. Doch bei vielen Themen setzt auch Magyar auf Kontinuität

von Michael Thadigsmann  15.04.2026

Rom

Auch die »Trump-Flüsterin« Meloni fällt in Ungnade

Eigentlich gilt Italiens Ministerpräsidentin Meloni als Politikerin mit gutem Draht zu US-Präsident Trump. Nun attackiert er sie scharf. Der Schlagabtausch könnte für Meloni jedoch von Nutzen sein

von Robert Messer  15.04.2026

Statistik

Knapp 111.000 Holocaustüberlebende leben in Israel

Sie sind alt und sie werden weniger: Heute leben noch etwa 111.000 Holocaustüberlebende in Israel. Fast ein Drittel von ihnen ist über 90 Jahre alt, fast zwei Drittel von ihnen sind Frauen

 15.04.2026

München/Budapest

Europäische Rabbiner gratulieren Magyar zum Wahlsieg in Ungarn

»Das ungarische Volk hat eine klare Entscheidung für Demokratie, für Erneuerung und für ein zukunftsorientiertes Ungarn getroffen«, sagt Oberrabbiner Pinchas Goldschmidt

 15.04.2026

Polen

Rechtsradikaler Politiker schockiert mit israelischer Hakenkreuzfahne

Am Holocaustgedenktag warf Konrad Berkowicz Israel im Sejm vor, das neue Dritte Reich zu sein

 14.04.2026

Warschau

Absage an Antisemitismus: Polnische Bischöfe besuchen Synagogen

Vor 40 Jahren umarmte Papst Johannes Paul II. in Roms Hauptsynagoge den dortigen Oberrabbiner. In Polen erinnern nun Bischöfe an diesen Meilenstein in den katholisch-jüdischen Beziehungen. Es gibt aber auch Misstöne

von Oliver Hinz  14.04.2026

Nordmazedonien

Brandanschlag auf Synagoge in Skopje

Zwei bislang unbekannte Täter verschafften sich Zugang zum Eingangsbereich des Gotteshauses und versuchten, ihn in Brand zu setzen

von Nicole Dreyfus  14.04.2026 Aktualisiert

Meinung

Israel, Ungarn und die Abwahl Viktor Orbáns

Mit dem langjährigen Ministerpräsidenten hatte der jüdische Staat einen Verbündeten in der EU. Dennoch könnte dessen Abwahl eine Chance sein, das ungarisch-israelische Verhältnis auf eine nachhaltigere Grundlage zu stellen

von Domokos Szabó  14.04.2026

Ungarn

Netanjahu gratuliert Wahlsieger Magyar – und lobt Orban

Israels Premier: »Orban ist ein wahrer Freund Israels, der fest an der Seite Israels stand angesichts ungerechter internationaler Verleumdungen«

 13.04.2026