Marseille

Islamist verurteilt

Die französische Hafenstadt Marseille Foto: dpa

Ein Islamist, der nach eigenen Aussagen einen Anschlag auf die Hauptsynagoge von Marseille verüben wollte, ist wegen Unterstützung terroristischer Akte zu zwei Jahren Haft verurteilt worden. Wie die Nachrichtenagentur Jewish Telegraphic Agency unter Beruf auf die Website L’Express meldete, hatte der 33 Jahre alte Mann außerdem öffentlich seine Unterstützung für den sogenannten Islamischen Staat bekundet.

Syrien Wie L’Express weiter schrieb, war der Mann ins Visier von Ermittlern geraten und im Frühjahr 2016 verhaftet worden. Der Polizei sagte er, er habe nach Syrien aufbrechen wollen, um sich kämpfenden Dschihadisten anzuschließen. Außerdem habe er in den Brüsseler Stadtteil Molenbeek fahren wollen, um dort »Brüder« zu treffen.

Er habe »mindestens drei Juden« in der Großen Synagoge von Marseille »ausräuchern« wollen. Bei seiner Verhaftung rief der 33-Jährige dem Bericht zufolge Allah an, schrie Unterstützungsparolen für den Islamischen Staat und drohte den Polizisten, die ihn festnahmen, er werde ihre Kinder köpfen. ag

Kino

Unter einem guten Stern

Jüdische Themen sind im französischen Kino immer wieder sehr gut aufgehoben. Auch »Nur ein kleines bisschen Glück« trifft mit Leichtigkeit mitten ins Herz

 11.09.2026

Kommentar

Ja, du bist gemeint!

Im Leben gibt es Menschen, die erkennen, was vor sich geht, und andere, die einfach blind den Trends folgen. Warum ich an der Seite meiner jüdischen Freunde stehe

von Boy George  11.09.2026

Rückkehr

Wiener Stadttempel nach Restaurierung wiedereröffnet

Nach mehr als zehn Monaten Bauzeit konnte die jüdische Gemeinde in Wien wieder in ihre Synagoge zurückkehren. Nun steht ein großes Fest an - auch zum runden Jubiläum des größten Gotteshauses seiner Art in Österreich

von Johannes Peter Senk  10.09.2026

9/11

Das Gift des Terrors

Ein Vierteljahrhundert nach den islamistischen Anschlägen auf Amerikas Zentren der Macht findet tatsächlich ein Regime Change statt. Allerdings nicht in den Täterländern, sondern in den USA. Ein persönlicher Rückblick

von Hannes Stein  10.09.2026

Schweiz

Neues Holocaust-Memorial in Bern

In Bern soll bis Ende 2027 eine Gedenkstätte für die Opfer des Nationalsozialismus errichtet werden, das den Namen »Unfolded minute« trägt

von Nicole Dreyfus  09.09.2026

Emirate

Generation Golf

Dubai boomt als Reiseziel für Israelis. Doch schon vor dem Beitritt zu den Abraham-Abkommen ist eine Gemeinde gewachsen, für die der jüdische Alltag in einem arabischen Land Normalität ist

von Mark Feldon  09.09.2026

Meinung

Ein Sonntag genügt!

Was gehen uns in der Schweiz die Wahlen in Sachsen-Anhalt an? Auf den ersten Blick nicht viel. Auf den zweiten wird klar: Das Problem ist nicht nur die Partei selbst

von Zsolt Balkanyi-Guery  08.09.2026

Nachruf

Gloria Steinem: Ein Leben im Dienst der Gleichberechtigung

Die Journalistin und feministische Aktivistin starb im Alter von 92 Jahren. Mit ihrem Magazin »Ms.« veränderte sie den Blick auf Frauen nachhaltig

 04.09.2026

Schweiz

»Für mich ist ein Traum in Erfüllung gegangen!«

Der neunjährige Nathan Hertig ist eines von 25 jüdischen Kindern des FC Hakoah Zürich, die die Profis des FC Zürich ins Stadion begleiten durften. Im Interview erzählt er von diesem Erlebnis

von Nicole Dreyfus  03.09.2026