Frankreich

Iris Knobloch bleibt Präsidentin des Filmfestivals Cannes

Iris Knobloch Foto: picture alliance / abaca

Frankreich

Iris Knobloch bleibt Präsidentin des Filmfestivals Cannes

Sie ist die erste Frau an der Spitze des Festivals

 15.01.2025 17:14 Uhr

Die Deutsche Iris Knobloch bleibt bis 2028 Präsidentin der Internationalen Filmfestspiele von Cannes. Der Verwaltungsrat habe Knobloch (61) einstimmig für eine zweite dreijährige Amtszeit wiedergewählt, teilten die Festspiele mit. Knoblochs Führung und Leistung ermöglichten eine Fortführung der strategischen Initiativen des Festivals und sicherten dessen Stabilität, hieß es zur Begründung. Knobloch wurde 2023 als erste Frau an die Spitze des Festivals berufen.

»Die Wahrung der künstlerischen Exzellenz des Festivals, die Förderung der kreativen Freiheit und die Wahrung der humanistischen Werte des Festivals werden die Prioritäten meiner Arbeit sein«, sagte Knobloch. »Ich werde weiterhin die Unabhängigkeit des Auswahlverfahrens schützen, aufstrebende Talente unermüdlich unterstützen und dafür sorgen, dass Cannes ein Ort bleibt, an dem sich filmische Kreativität und technologische Innovation überschneiden und gegenseitig bereichern.«

Vor ihrem Wechsel nach Cannes arbeitete Knobloch rund 25 Jahre in leitenden Funktionen beim Hollywood-Konzern WarnerMedia, davon 15 Jahre als Präsidentin von Warner Bros. France. Sie ist die Tochter von Charlotte Knobloch, frühere Präsidentin des Zentralrats der Juden in Deutschland. dpa

Interview

»Die Situation in Irland ist besonders dramatisch«

Daniel Botmann, der Geschäftsführer des Zentralrats der Juden in Deutschland, spricht über seine jüngsten Besuche in Irland und Großbritannien und die Zusammenarbeit innerhalb der J7-Gruppe der großen jüdischen Gemeinden weltweit

von Michael Thaidigsmann  21.10.2026

London

Jüdinnen auf offener Straße angegriffen

Die Opfer wurden im Stadtteil Clapton Common ins Gesicht geschlagen

von Imanuel Marcus  21.10.2026

Israel

»So wollte ich nicht sterben«

Der indische Kapitän des »Fly Dubai«-Fluges schildert erstmals ausführlich, was sich an Bord abspielte

 20.10.2026

Kommentar

Eine unheilvolle Allianz

Wenn wie in Frankreich die radikale Linke und Islamisten Juden für Israels Politik verantwortlich machen, ist eine Grenze überschritten

von Simone Rodan  20.10.2026

Frankreich

Anarchie und Antisemitismus

Was mit Schülerprotesten gegen schlechte Lernbedingungen begann, hat sich zu gewalttätigen politischen Unruhen ausgewachsen, befeuert von Judenhass

von Laura Sahin  19.10.2026

Dave Rich

»Jüdische Studierende schweigen oft«

Der Antisemitismus-Experte über zunehmenden Judenhass an Universitäten, mangelnde Sicherheit im Alltag und die extreme Rechte in Großbritannien

von Nicole Dreyfus  19.10.2026

Frankreich

Prozess eröffnet: Rima Hassan droht Entzug des passiven Wahlrechts

Die israelfeindliche linke Europaabgeordnete muss sich in Paris wegen mutmaßlicher Terrorverherrlichung verantworten

 19.10.2026

Kommentar

»Wir sind keine Juden«: Die hässliche Fratze der französischen Krawalle

Es zeigt sich eine Querfront der Aggression, bei der sozialer Frust, postkolonialer Opfermythos und tiefsitzender Judenhass verschmelzen

von Ute Cohen  19.10.2026

Großbritannien

»Telegraph«: BBC-Datenexperte offenbar israelfeindlicher Aktivist

Ein leitender KI-Fachmann des britischen Senders soll laut »Telegraph« einst wegen eines Al-Qaida-Handbuchs festgenommen worden sein. Die BBC sieht keinen Bezug zu seiner Arbeit

 18.10.2026