Russland

Kreml lässt German Moyzhes frei

German Moyzhes Foto: Screenshot

Der deutsch-russische Jude German Moyzhes ist frei! Er kontaktierte seine Familie noch vom Flughafen Ankara aus und bestieg dann einen Flieger nach Deutschland, wie die Jüdische Allgemeine aus informierten Kreisen erfuhr.

Moyzhes war Teil des wohl größten Gefangenenaustauschs seit Ende des Kalten Kriegs: Russland ließ 16 inhaftierte Staatsbürger verschiedener westlicher Länder frei – im Tausch gegen zehn Gefangene, die in Ländern wie Deutschland oder den USA einsaßen. Unter den Befreiten ist auch der US-Reporter Evan Gershkovich, der erst am 23. Juli wegen angeblicher Spionage zu 16 Jahren Lagerhaft verurteilt wurde.

Der Ort der Übergabe: Der Flughafen von Ankara. Denn die Türkei hatte in dem Deal vermittelt.

Moyzhes wurde wegen »Landesverrats« festgenommen

German Moyzhes wurde Ende Mai in St. Petersburg auf seinem Fahrrad von der Polizei gestoppt und in das berüchtigte Lefortowo-Gefängnis in Moskau gebracht. Seine Wohnung war unter Verdacht auf »Landesverrat« durchsucht worden.

Moyzhes war im Kölner Gemeinderat aktiv. Erst vor wenigen Jahren zog er in seine Heimatstadt St. Petersburg zurück, besuchte aber immer wieder deutsche Gemeinden, unter anderem die Synagoge in Baden-Baden, der er Geld für eine neue Torarolle spendete. Er besitzt sowohl die russische als auch die deutsche Staatsbürgerschaft.

Kreml bekommt »Tiergarten-Mörder«

Russland bekommt im Austausch für die freigelassenen Gefangenen unter anderem den »Tiergarten-Mörder« Wadim Krassikow. Der Kreml hatte schon lange ein Interesse daran, Krassikow freizubekommen. Der saß eigentlich eine lebenslange Haftstrafe ab, weil er im Sommer 2019 den georgisch-tschetschenischen Ex-Kämpfer Selimchan Changoschwili per Kopfschuss im Berliner Kleinen Tiergarten hingerichtet hatte. ja

Washington D.C.

Gates: »War dumm von mir, Zeit mit Epstein zu verbringen«

In den jüngst veröffentlichten Dokumenten zum Fall des verstorbenen Sexualstraftäters Epstein tauchen viele prominente Namen auf - auch der des Microsoft-Mitgründers. Nun äußert er sich dazu

 05.02.2026

London

Epstein-Skandal stürzt Starmer in die Krise

Obwohl der britische Premier von der Freundschaft Peter Mandelsons zu Jeffrey Epstein wusste, ernannte er ihn zum Botschafter in den USA. Selbst in den eigenen Reihen ist der Ärger groß

 05.02.2026

Wien

US-Flüchtlingsorganisation HIAS muss ihr Europa-Büro schließen

Die US-Regierung hat das historische Programm für religiöse Minderheiten aufgekündigt. Damit sind aktuell Hunderte Juden im Iran gestrandet

 04.02.2026

Geschichte

Kühe und das große jüdische Erbe

In Endingen und Lengnau liegt die Wiege des Schweizer Judentums – von dort ging es in die Welt. Zu Besuch bei einem der letzten Viehhändler im Surbtal

von Nicole Dreyfus  03.02.2026

Alltag in Zürich: Orthodox gekleidete Juden im Stadtteil Wiedikon, wo sihc der jüngste Vorfall ereignete.

Schweiz

Jüdischer Mann in Zürich mit Fäusten attackiert

Am Montagabend kam es in Zürich auf einer Straße erneut zu einem Vorfall antisemitischer Gewalt

 03.02.2026

USA

Coole Saftas

Wie jüdische Großmütter endlich das Kino erobern

von Sarah Thalia Pines  01.02.2026

Der diesjährige Lerntag "Jom Ijun" findet am 1. Februar im Gemeindezentrum der ICZ in Zürich statt.

Interview

»Wir sind in der kleinen jüdischen Welt einsam«

Der diesjährige Lerntag »Jom Ijun« beleuchtet das innerjüdische Spannungsfeld zwischen Gemeinschaft und Individualismus. Warum auch der jüdische Diskurs davon betroffen ist, erklären die Organisatoren Ron Caneel und Ehud Landau im Gespräch

von Nicole Dreyfus  31.01.2026

Großbritannien

Kick it like Beckham

Brooklyn Beckham macht den Streit mit seinen Eltern öffentlich. Dabei geht es auch um ein jiddisches Tattoo

von Sophie Albers Ben Chamo  29.01.2026

Iran

Jüdischer Vertreter im Land kritisiert erstmals iranische Regierung

Bisher hat sich die jüdische Gemeinschaft zurückgehalten. Nun soll der Vertreter von Irans Juden im iranischen Parlament erstmals öffentlich die Regierung kritisiert haben

 29.01.2026