Florida

Gebete nach dem Massaker

Schüler der Marjory Stoneman Douglas High School in Parkland Foto: dpa

Nach dem Massaker in einer Schule in Florida hat die jüdische Gemeinde Kol Tikvah in Parkland einen Gottesdienst abgehalten, zu dem auch viele Schüler der Highschool kamen. Das berichtete die Nachrichtenagentur Jewish Telegraphic Agency (JTA).

Ein ehemaliger Schüler hatte am Mittwoch in der Marjory Stoneman Douglas High School das Feuer eröffnet und wahllos auf Schüler und Lehrer geschossen. Er tötete 17 Menschen. Laut einem Bericht eines lokalen Fernsehsenders war auch ein jüdischer Schüler unter den Todesopfern. Der Angreifer wurde festgenommen.

Synagoge Rabbiner Bradd Boxman von der Reformgemeinde Kol Tikvah sagte JTA, unter den Verletzten seien mindestens vier jüdische Schüler, davon drei aus seiner Gemeinde. Sie würden im Krankenhaus behandelt.

In der Gemeinde versammelten sich Trauma-Experten, die den Schülern bei der Bewältigung des Erlebten helfen wollen. In der Synagoge wurden Beratungsgespräche angeboten: »Ein Ort, um Zuflucht zu suchen«, sagte der Rabbiner.

Am Donnerstag blieben die Schulen in Parkland geschlossen. Die Gemeinde bietet betroffenen Familien weiterhin Hilfe und Gespräche an.

Rabbiner Jonathan Kaplan von der benachbarten Gemeinde Temple Beth Chai sagte, ein Schüler seiner Gemeinde sei unter den Todesopfern, ein anderer würde noch vermisst. Auch Kaplan plant einen Gottesdienst. »Hier ist Chaos und Zerstörung«, sagte der Rabbiner laut JTA: »Alle warten und beten. Es ist unbeschreiblich, was hier passiert ist.« ag

Warnung

Steven Spielberg will keine KI nutzen

Der Filmemacher sieht einen Platz für KI in der Medizin und in der Forschung.

 28.05.2026

Interview

»Das ist nicht normal«

Regina Sluszny überlebte die Schoa, weil sie von katholischen Belgiern versteckt wurde. Angesichts des Strafverfahrens gegen Mohalim fragt sich die Vorsitzende des jüdischen Dachverbands FJO, ob es für Juden in Belgien noch eine Zukunft gibt

von Michael Thaidigsmann  27.05.2026

Italien

Pride in Rom schließt jüdische LGBTQ-Organisationen aus

Die Organisatoren der Rome Pride Parade verbannen jüdische LGBTQ-Gruppen, die sich nicht von einem angeblichen Völkermord in Gaza distanzieren

von Nicole Dreyfus  27.05.2026

Antwerpen

Belgien: Empörung über Anklage gegen jüdische Beschneider

Wegen Anklagen gegen zwei jüdische Beschneider kritisieren jüdische Vertreter die belgischen Behörden scharf. Die European Jewish Association wirft der Staatsanwaltschaft vor, die Religionsfreiheit zu verletzen - Belgien weist dies zurück

von Marlene Brey  27.05.2026

New Jersey

Donald Newhouse mit 96 Jahren gestorben

Er war einer der einflussreichsten Medienmanager in den USA. Das Rampenlicht suchte er nur selten

 27.05.2026

Dokumentation

»Mehr Mut zu unbequemen Wahrheiten!«

Die Jüdische Allgemeine ist mit dem Tacheles-Preis ausgezeichnet worden. Hier dokumentieren wir die Dankesrede von JA-Chefredakteur Philipp Peyman Engel

von Philipp Peyman Engel  21.05.2026

Nachruf

Barney Frank mit 86 Jahren gestorben

Als liberale Stimme im Washingtoner Kongress prägte der jüdische Abgeordnete der Demokraten sowohl die Debatten über Finanzmarktregulierung als auch über die Rechte von Homosexuellen

 20.05.2026

Spanien

Mordverdacht: Sohn von Mango-Gründer festgenommen

Die Polizei in Katalonien hat Medienberichten zufolge den Sohn des Mango-Gründers und Philanthropen Isaak Andic festgenommen. Jonathan Andic war als einziger dabei, als sein Vater im Dezember 2024 einen Abhang hinunterstürzte

 19.05.2026

Washington D.C.

Abgeordneter Jared Moskowitz erhält antisemitisch motivierte Morddrohungen

In Zuschriften wird der Demokrat unter anderem als »zionistisches, jüdisches verdammtes Schwein« (»zionist Jewish fucking pig«) beschimpft. Er ist nicht der einzige jüdische Politiker in den USA, der bedroht wird

 19.05.2026