Elsass

Frankreich erinnert an die Opfer der Schoa

Fordert Wachsamkeit gegenüber dem wiederauflebenden Antisemitismus und Rassismus: Frankreichs Präsident François Hollande bei der Gedenkfeier am Sonntag Foto: dpa

Frankreichs Präsident François Hollande fordert Wachsamkeit gegenüber dem wiederauflebenden Antisemitismus und Rassismus. Angesichts der Terroranschläge im Januar auf die Satirezeitung »Charlie Hebdo« und einen koscheren Supermarkt in Paris sagte er: »Das Schlimmste kann noch passieren«.

Hollande nahm am Sonntag an einer Gedenkfeier im früheren deutschen Konzentrationslager Natzweiler-Struthof teil. Alliierte Truppen hatten das KZ im Elsass vor 70 Jahren befreit. Mehr als 25.000 Menschen – vor allem Juden, Roma und Widerstandskämpfer – wurden hier ermordet oder kamen durch Krankheit und Hunger ums Leben.

gräueltaten Hollande prangerte die Gräueltaten an, die im Lager verübt wurden. »Wir dürfen nichts vergessen«, sagte er. Die deutschen Nazis hatten das KZ 1941 errichtet und testeten dort ihre ersten Gaskammern.

Gemeinsam mit dem Präsidenten des Europäischen Parlaments, Martin Schultz, betrat Hollande eine frühere Gaskammer und enthüllte eine Gedenktafel, die an die ermordeten Juden und Roma erinnert. ja

Polen

Rechtsradikaler Politiker schockiert mit israelischer Hakenkreuzfahne

Am Holocaustgedenktag warf Konrad Berkowicz Israel im Sejm vor, das neue Dritte Reich zu sein

 14.04.2026

Warschau

Absage an Antisemitismus: Polnische Bischöfe besuchen Synagogen

Vor 40 Jahren umarmte Papst Johannes Paul II. in Roms Hauptsynagoge den dortigen Oberrabbiner. In Polen erinnern nun Bischöfe an diesen Meilenstein in den katholisch-jüdischen Beziehungen. Es gibt aber auch Misstöne

von Oliver Hinz  14.04.2026

Nordmazedonien

Brandanschlag auf Synagoge in Skopje

Zwei bislang unbekannte Täter verschafften sich Zugang zum Eingangsbereich des Gotteshauses und versuchten, ihn in Brand zu setzen

von Nicole Dreyfus  14.04.2026

Meinung

Israel, Ungarn und die Abwahl Viktor Orbáns

Mit dem langjährigen Ministerpräsidenten hatte der jüdische Staat einen Verbündeten in der EU. Dennoch könnte dessen Abwahl eine Chance sein, das ungarisch-israelische Verhältnis auf eine nachhaltigere Grundlage zu stellen

von Domokos Szabó  14.04.2026

Ungarn

Netanjahu gratuliert Wahlsieger Magyar – und lobt Orban

Israels Premier: »Orban ist ein wahrer Freund Israels, der fest an der Seite Israels stand angesichts ungerechter internationaler Verleumdungen«

 13.04.2026

Nachruf

Ein Leben, das amtlich nicht vorgesehen war

Mit Robert Kreutner ist einer der letzten Menschen, der 1938 vom St. Galler Polizeihauptmann Paul Grüninger gerettet wurde, gestorben

von Stefan Keller  13.04.2026

Budapest

Nach Wahlsieg: Magyar äußert sich erstmals zu Israel

Ungarns designierter Ministerpräsident will künftig wieder mit dem Internationalen Strafgerichtshof kooperieren. Auch zu möglichen EU-Sanktionen gegen Israel bezog Péter Magyar Stellung

 13.04.2026

Meinung

Hoffentlich wird Viktor Orbán abgewählt

Am 12. April stehen in Ungarn Wahlen an. Unter seinem langjährigen Ministerpräsidenten ist das Land zu einem russischen U-Boot in der Europäischen Union geworden

von Joshua Schultheis  12.04.2026 Aktualisiert

Washington

Warum jetzt? Melania Trumps rätselhafter Epstein-Auftritt

Melania Trump tritt kaum allein vor die Presse. Doch jetzt spricht sie über ein Thema, das ihr Ehemann so gern umschiffen wollte: den Epstein-Skandal

 10.04.2026