Tunesien

Festnahmen nach Anschlag auf Synagoge in Djerba

El Ghriba-Synagoe in Djerba Foto: dpa

Die tunesische Polizei hat fünf Männer festgenommen, die an dem Brandbombenanschlag am 9. Januar auf eine historische Synagoge in Djerba beteiligt gewesen sein sollen. Das berichtete die Nachrichtenagentur Jewish Telegraphic Agency (JTA) unter Berufung auf die Nachrichtenwebseite »Kapitalis«. Keiner der Männer im Alter zwischen 19 und 21 Jahren soll den Berichten zufolge vorbestraft sein.

Der Brandkörper, der auf die El Ghriba-Synagoge auf der tunesischen Insel Djerba geschleudert worden war, beschädigte das Gebäude; niemand wurde verletzt. Das tunesische Innenministerium teilte laut der israelischen Online-Zeitung »ynet« mit, die Tat sei nicht religiös motiviert gewesen. Der Anschlag sei ein Versuch, im Zusammenhang mit Protesten gegen die Regierung im ganzen Land »Chaos zu stiften«.

Anschlag 2002 Die jüdische Gemeinde in Djerba zählt laut JTA mehrere Hundert Mitglieder. Ihre Institutionen werden streng bewacht. Im April 2002 hatten Terroristen bei einem Autobombenanschlag in der Nähe der El Ghriba-Synagoge 21 Menschen getötet. Die Täter hatten einen Lastwagen, der mit 5000 Litern Flüssiggas beladen war, gegen die Synagoge gesteuert. Wenige Wochen nach dem Anschlag hatte sich die islamistische Terrororganisation Al Qaida zu der Tat bekannt. ag

Großbritannien

Lily Ebert erhält Ehrung von König Charles

Als junge Frau wurde die ungarische Jüdin in das KZ Auschwitz-Birkenau deportiert. Heute berichtet sie als Zeitzeugin

von Imanuel Marcus  02.02.2023

USA

Mann nach Brandanschlag auf Synagoge festgenommen

Fahndungserfolg für die Polizei: Der mutmaßliche Angreifer auf ein jüdisches Gotteshaus in New Jersey wurde verhaftet

 02.02.2023

Spanien

Hamas statt Tel Aviv

Barcelona will eine Annullierung der Städtepartnerschaftsvereinbarung mit der israelischen Stadt am Mittelmeer erreichen

von Imanuel Marcus  02.02.2023

Brüssel

»Der Eiserne Vorhang schließt sich wieder«

CER-Präsident Pinchas Goldschmidt wirft der russischen Führung vor, gezielt Antisemitismus anzufachen

 27.01.2023

Großbritannien

#BecauseImJewish: Kampagne gegen Judenhass

Eine Plakatkampagne soll auf zunehmenden Antisemitismus aufmerksam machen

von Imanuel Marcus  26.01.2023

Polen

Auschwitz-Gedenken ohne Russland

Erstmals in der Geschichte erhielt Moskau für die Feier des Jahrestags der Befreiung des ehemaligen KZ keine Einladung

 26.01.2023

Porträt

Allein unter Fremden

Rozette Kats überlebte die Schoa als Pflegekind in einer nichtjüdischen Familie. Ihre Eltern und ihr Bruder wurden in Auschwitz ermordet

von Tobias Müller  26.01.2023

Niederlande

Holocaust – was ist das?

Eine Umfrage offenbart, dass vor allem unter jungen Erwachsenen historische Fakten über die Schoa nicht bekannt sind

von Tobias Kühn  26.01.2023

Ukraine

Gemeinsam für die Schwächsten

Ein Hilfsnetzwerk unterstützt NS-Verfolgte in Zeiten des Krieges

von Matthias Meisner  25.01.2023