Frankreich

Faustschläge und Flüche

Der Überfall ereignete sich am Donnerstagabend in der Nähe des Pariser Nordbahnhofs. Foto: imago

In Paris ist ein jüdischer Lehrer angegriffen worden. Wie er der Polizei meldete, hätten ihn drei junge Männer zusammengeschlagen und beschimpft.

Nach einem Bericht des Bureau National de Vigilance Contre l’Antisémitisme (BNVCA), einer in Drancy ansässigen jüdischen Organisation gegen Antisemitismus, ereignete sich der Vorfall am Donnerstagabend in der Nähe des Pariser Nordbahnhofs.

Die Täter »drückten ihn an die Wand und schlugen ihm ins Gesicht und auf die Brust«, schildert der Bericht. Dadurch sei dem 59-jährigen Lehrer die Nase gebrochen. »Einer der Täter öffnete dem Opfer das Hemd und zeichnete mit einem schwarzen Marker ein Hakenkreuz auf die nackte Brust des Mannes«, schreibt BNVCA-Präsident Sammy Ghozlan in dem Bericht.

Flüche Wie der Lehrer der Polizei schilderte, habe er eine Kippa getragen und sei gerade aus einem Koscher-Restaurant gekommen, als sich die drei Männer ihm in den Weg stellten. Sie riefen »Tod den Juden«, nannten ihn »dreckiger Jude« auf Französisch und schrien auch Beleidigungen auf Arabisch, so der BNVCA-Bericht.

Der Lehrer rief um Hilfe, das zog die Aufmerksamkeit eines Passanten auf sich. Als dieser sich näherte, flüchteten die Täter. Die Polizei ermittelt. jta

Medien

Springer-Chef Döpfner nimmt »Politico«-Redaktion in die Pflicht

Niemand sollte für Axel Springer arbeiten, wenn er Israels Existenzrecht anzweifelt, stellt Mathias Döpfner nach Kritik aus der »Politico«-Redaktion klar

 29.04.2026 Aktualisiert

London

Messerangriff auf Juden: Steckt erneut der Iran hinter der Tat?

Wieder ist es in der britischen Hauptstadt zu einem schweren antisemitischen Vorfall gekommen

von Michael Thaidigsmann  29.04.2026 Aktualisiert

Sydney

Benefizkonzert abgesagt: Griechischer Chor verweigert Auftritt mit jüdischem Ensemble

Sowohl der Leiter des Chors als auch jüdische Organisationen sind entsetzt

 29.04.2026

Italien

Nächstes Jahr in Palermo

Über Jahrhunderte war das Judentum fester Bestandteil Siziliens. Dann wurde es mehr als 500 Jahre lang dem Vergessen preisgegeben. Die Geschichte einer Wiederentdeckung

von Mark Feldon  28.04.2026

Vereinte Nationen

Welche Chancen hat diese Frau?

Erstmals könnte eine Frau neue UN-Generalsekretärin werden. Mit im Rennen ist Rebeca Grynspan aus Costa Rica. Sollte sie gewählt werden, wäre sie auch die erste jüdische Person im Amt

von Michael Thaidigsmann  28.04.2026

Universität Gent

»So weit ist es also gekommen«

Israelfeindliche Aktivisten haben erneut ein Fakultätsgebäude besetzt - obwohl die belgische Uni bereits vor zwei Jahren die Kooperation mit drei israelischen Hochschulen beendet hatte

von Michael Thaidigsmann  27.04.2026

Kirgistan

Hotel verbietet »Juden und Tieren« den Zutritt

Eine erst vor wenigen Wochen eröffnete Unterkunft in der kirgisischen Stadt Osch musste nach Intervention der israelischen Botschaft ein Schild wieder abhängen

 27.04.2026

Nachruf

Dirigent Michael Tilson Thomas mit 81 Jahren gestorben

Als Chefdirigent der San Francisco Symphony wurde er berühmt. Doch er arbeitete mit Orchestern in aller Welt. Nun ist der Musiker mit 81 Jahren gestorben

 24.04.2026

Österreich

Der geneigte Antisemit

In Wien soll das Denkmal des einstigen Bürgermeisters Karl Lueger um 3,5 Grad gekippt werden. Die jüdische Gemeinde sähe die Bronzestatue lieber im Museum. Ein Ortsbesuch

von Tobias Kühn  24.04.2026