Frankreich

Faustschläge und Flüche

Der Überfall ereignete sich am Donnerstagabend in der Nähe des Pariser Nordbahnhofs. Foto: imago

In Paris ist ein jüdischer Lehrer angegriffen worden. Wie er der Polizei meldete, hätten ihn drei junge Männer zusammengeschlagen und beschimpft.

Nach einem Bericht des Bureau National de Vigilance Contre l’Antisémitisme (BNVCA), einer in Drancy ansässigen jüdischen Organisation gegen Antisemitismus, ereignete sich der Vorfall am Donnerstagabend in der Nähe des Pariser Nordbahnhofs.

Die Täter »drückten ihn an die Wand und schlugen ihm ins Gesicht und auf die Brust«, schildert der Bericht. Dadurch sei dem 59-jährigen Lehrer die Nase gebrochen. »Einer der Täter öffnete dem Opfer das Hemd und zeichnete mit einem schwarzen Marker ein Hakenkreuz auf die nackte Brust des Mannes«, schreibt BNVCA-Präsident Sammy Ghozlan in dem Bericht.

Flüche Wie der Lehrer der Polizei schilderte, habe er eine Kippa getragen und sei gerade aus einem Koscher-Restaurant gekommen, als sich die drei Männer ihm in den Weg stellten. Sie riefen »Tod den Juden«, nannten ihn »dreckiger Jude« auf Französisch und schrien auch Beleidigungen auf Arabisch, so der BNVCA-Bericht.

Der Lehrer rief um Hilfe, das zog die Aufmerksamkeit eines Passanten auf sich. Als dieser sich näherte, flüchteten die Täter. Die Polizei ermittelt. jta

Los Angeles

Sega-Mitgründer David Rosen im Alter von 95 Jahren gestorben

Der Unternehmer aus New York ging in den 1950ern nach Japan und importierte Fotoautomaten. Später folgten Flipper-Automaten und Jukeboxen

 08.01.2026

Meinung

Instrumentalisiertes Leid kennt keine Moral

Nach der Brandkatastrophe von Crans-Montana braucht es Mitgefühl und Respekt. Wer eine lokale Tragödie von existenzieller persönlicher Wucht für politische Deutungen missbraucht, handelt zynisch – und entwürdigt die Betroffenen.

von Nicole Dreyfus  08.01.2026

Interview

»Die ICZ gehört zu mir – und ich gehöre zu ihr«

Sie will Brücken bauen, ohne den Rahmen zu sprengen. Die neu gewählte ICZ-Präsidentin Noëmi van Gelder spricht über Tradition und Offenheit, über Sicherheit in bewegten Zeiten – und darüber, wie jüdisches Leben in Zürich sichtbar, stark und gemeinschaftlich bleiben kann

von Nicole Dreyfus  08.01.2026

Jerusalem

Gedenkstätte Yad Vashem verweigerte Selenskyj Rede

Kurz nach Kriegsbeginn in der Ukraine wollte Selenskyj in Yad Vashem sprechen. Aber durfte nicht. Der Gedenkstätten-Vorsitzende nennt nun dafür klare Gründe

 07.01.2026

Venezuela

Kraft für den Neuanfang?

Trotz der spektakulären Festnahme des Diktators Nicolás Maduro durch die USA blickt die jüdische Gemeinde des Landes in eine ungewisse Zukunft

von Michael Thaidigsmann  07.01.2026

Schweiz

Trauer um Alicia, Diana und Charlotte

Bei der Brandkatastrophe im Nobel-Skiort Crans-Montana sind auch drei junge jüdische Frauen ums Leben gekommen

von Nicole Dreyfus  07.01.2026

Irland

Der Jahrhundertmann

Josef »Joe« Veselsky wuchs in der Slowakei auf, kämpfte gegen die Nazis, überlebte die Schoa und führte gleich zwei Tischtennis-Nationalteams an. Jetzt ist er mit 107 Jahren verstorben

von Michael Thaidigsmann  06.01.2026

Blumen und Kerzen sind als Zeichen des Gedenkens an die Opfer nach dem Brand in der Bar und Lounge »Le Constellation« in Crans-Montana.

Schweiz

Drittes jüdisches Mädchen tot

Bei der tödlichen Katastrophe im Nobelskiort Crans-Montana sind drei junge jüdische Frauen ums Leben gekommen

von Nicole Dreyfus  06.01.2026

Venezuela

Ist Nicolás Maduro jüdisch?

Immer wieder erklärte Maduro, sefardische Wurzeln zu haben. Die Geschichte zwischen dem Diktator und den Juden ist komplex

 05.01.2026