Nach der Flut

Exodus in Houston?

Houston am 1. September Foto: dpa

Die Straßen von Meyerland und dem angrenzenden Willow Meadows, beides vornehmlich jüdische Wohngegenden von Houston, sind seit mehr als einer Woche überflutet.

In der United Orthodox Synagogue stieg das Wasser vorübergehend auf drei Meter, das Bethaus ist inzwischen unbenutzbar. Die Tora der größten jüdischen Gemeinde von Houston musste an einen sicheren Ort gebracht werden, die Gebete finden vorübergehend woanders statt.

Katastrophe Tropensturm Harvey war eine Katastrophe für die gesamte Stadt und die Bevölkerung der texanischen Golfküste. Die jüdischen Gemeinden von Houston hat es jedoch besonders schwer getroffen. Rund 63.000 Mitglieder leben in der Stadt, beinahe drei Viertel von ihnen in Gebieten wie Meyerland und Willow Meadows, die von der Flut besonders schlimm betroffen sind.

Drei der fünf Synagogen von Houston stehen unter Wasser, ebenso das Jewish Community Center und die meisten jüdischen Schulen. Rund 12.000 jüdische Senioren haben ihr Zuhause verloren. »Es hätte für uns Juden hier in Houston kaum schlimmer kommen können«, sagt Tarjan Baranowski, der Sprecher der Jewish Federation.

Angesichts dessen, dass es sich um die dritte Flut innerhalb von zweieinhalb Jahren handelt, meinen viele Menschen, ihre Grenze erreicht zu haben. »Es erdrückt uns. Es überfordert uns im Moment, über den Wiederaufbau auch nur nachzudenken.« Für viele wird es immer verlockender, die Verluste hinzunehmen und einfach woanders neu anzufangen.

Mehr dazu in unserer Printausgabe am Donnerstag

Großbritannien

»Roo the Jew«: Wayne Rooney enthüllt jüdische Wurzeln

Der frühere englische Fußballstar Wayne Rooney (40) hat in einer TV-Doku enthüllt, dass seine Großmutter mütterlicherseits jüdisch war

 24.09.2026

Ranking

Das sind die 50 einflussreichsten Juden weltweit

von Michael Thaidigsmann  23.09.2026

Buenos Aires

Argentinien: Richter ordnet Prozess wegen Terroranschlags von 1994 an

Über 32 Jahre ist es her, dass Terroristen einen Bombenanschlag auf das jüdische Gemeindezentrum AMIA in Buenos Aires verübten. 85 Menschen wurden ermordet. Nun entschied ein Richter, den Prozess gegen die Verdächtigen zu eröffnen

 22.09.2026

Kanada

Schüsse vor Synagoge: Polizist und mutmaßlicher Angreifer schwer verletzt

Der Vorfall ereignete sich am Sonntagabend, während sich rund 25 Menschen in der Sons of Jacob Synagogue zum Jom Kippur versammelt hatten

 22.09.2026

Österreich

Bericht: Wien wird zur Anlaufstelle für deutsche Juden

Wien als sicherer Hafen für Juden? Immer mehr jüdische Familien zieht es dem Vernehmen nach aus Deutschland in die österreichische Hauptstadt. Antisemitismus nimmt aber auch hier zu

 20.09.2026

Weimar

Gedenkstätte Buchenwald bittet um Spenden für Kyryl Romantschenko

Die Familie Romantschenko ist der Gedenkstätte Buchenwald seit Jahrzehnten eng verbunden. Nun benötigt der 18-jährige Kyryl Romantschenko Unterstützung

 19.09.2026

Großbritannien

Burnham will Beschränkungen für katholische und jüdische Premiers abschaffen

Die Regierung in London legt einen Gesetzentwurf zur Aufhebung religiöser Beschränkungen vor, die aus dem 19. Jahrhundert stammen

 18.09.2026

Synagoge in Mailand (Archiv)

Mailand

»Niemand wird mich hier erniedrigen«

Nach antisemitischer Attacke durch arabische Männer: Jetzt spricht der angegriffene Rabbiner

 17.09.2026 Aktualisiert

Nachruf

Peter Max: Der Künstler hinter den bunten Bildern der Hippie-Ära

Peter Max Finkelstein ist tot. Er wurde in Berlin geboren. Seine Familie und er flohen vor den Nazis nach Shanghai und kamen später über Israel nach Amerika.

 17.09.2026