Diplomatie

»Entsetzen« über Israels Beobachterstatus in Afrikanischer Union

In Afrika zeichnet sich nach der Aufnahme Israels als »Beobachter« in die Afrikanische Union (AU) massive Proteste und Widerstände ab. Südafrikas Regierung zeigte sich am Mittwoch »entsetzt« über den »ungerechtfertigten« Schritt.

Dieser komme in einem Jahr, in dem Palästinenser unter angeblichen »Bombardierungen und anhaltenden illegalen Besiedlungen« litten, hieß es vom Außenministerium in Pretoria: »In diesem Kontext ist die Entscheidung der AU-Kommission unbegreiflich.«

Zuletzt sorgten vor allem in Südafrika und für dessen jüdische Minderheit diplomatische Spannungen für Unmut.

Vorige Woche gewährte der Staatenbund mit Sitz in Äthiopiens Hauptstadt Addis Abeba Israel einen »Beobachterstatus«. Israelische Vertreter sprachen von einem »Tag der Freude«. Allerdings bekundeten neben Südafrika auch andere afrikanische Länder, darunter Algerien, Protest, wie der südafrikanische Staatsfunk SABC berichtet. Die Beziehungen zwischen mehreren Ländern des Kontinents und Israel gelten seit Langem als angespannt.

Zuletzt sorgten vor allem in Südafrika und für dessen jüdische Minderheit diplomatische Spannungen für Unmut. Südafrikas Regierung pflegt eine historische Freundschaft zur Vertretung der Palästinensischen Autonomiegebiete. Seit Jahresbeginn kam es in den Städten des Schwellenstaats wiederholt zu Demonstrationen von Israel-Gegnern und -Befürwortern. Viele südafrikanische Juden warnen vor dem wachsendem Antisemitismus im Land, der häufig auch mit der Befürwortung der israelfeindlichen BDS-Bewegung einhergeht. kna/ja

Medien

»Jüdin« auf der Stirn

Die entlassene Produzentin Lucie Kon erhält fast 500.000 Euro von der BBC nach Antisemitismus-Vorwürfen. Nach dem 7. Oktober 2023 wurde ihre Arbeit beim öffentlich-rechtlichen Sender unerträglich

von Jamie Shapiro  27.10.2026

Island

Wo die Mikwe eine heiße Quelle war

Seit diesem Jahr hat der Inselstaat erstmals ein jüdisches Gemeindezentrum. Juden spielten in der Geschichte des Landes allerdings eine wichtigere Rolle als bisher bekannt

von Elke Wittich  26.10.2026

Miami

Bei den koscheren Panthern

Seit 2015 gibt es an der Florida International University die jüdische Studierendenorganisation »Hillel«. Zu Besuch an einem Nachmittag im Oktober

von Katrin Richter  26.10.2026

USA

Schalom, Sydney?

Gossip-Alarm! Angeblich will Schauspielerin Sydney Sweeney Musik-Mogul Scooter Braun heiraten. Und dafür konvertieren

von Sophie Albers Ben Chamo  25.10.2026

Essay

Der Druck der Straße: Kann Frankreich seine Juden noch schützen?

Eine Republik, die ihre Rathäuser nicht schützen kann, wird auch ihre Juden nicht mehr lange beschützen können, meint unser Gastautor

von Rabbiner Pinchas Goldschmidt  23.10.2026

Rom

Papst vor AJC-Delegation: »Kirche duldet keinen Antisemitismus«  

Erstmals empfing Leo XIV. im Vatikan eine Delegation des American Jewish Committee - und betonte in seiner Ansprache, dass der interreligiöse Dialog zum Weltfrieden beitrage

 22.10.2026

New York

Magische Juden

Handleser, Geisterbeschwörer, Wahrsager und Wunderheiler: Eine neue Ausstellung beleuchtet die Lust am Okkulten

von Eva C. Schweitzer  21.10.2026

Interview

»Die Situation in Irland ist besonders dramatisch«

Daniel Botmann, der Geschäftsführer des Zentralrats der Juden in Deutschland, spricht über seine jüngsten Besuche in Irland und Großbritannien und die Zusammenarbeit innerhalb der J7-Gruppe der großen jüdischen Gemeinden weltweit

von Michael Thaidigsmann  21.10.2026

London

Jüdinnen auf offener Straße angegriffen

Die Opfer wurden im Stadtteil Clapton Common ins Gesicht geschlagen

 21.10.2026