Spanien

Ehrung in Madrid

Spaniens König Felipe (l.) erhält den Lord Jakobovits Award 2016 vom Oberrabbiner von Moskau und Vorsitzenden der Europäischen Rabbinerkonferenz, Pinchas Goldschmidt Foto: dpa

Die Europäische Rabbinerkonferenz (CER) hat am Dienstag den Lord-Jakobovits-Preis an Spaniens König Felipe VI. verliehen. Wie spanische Medien berichteten, wurde der Monarch vor allem für die jüngsten Bemühungen des Landes geehrt, »die jüdischen Gemeinden wiederherzustellen«.

Bei der Preisverleihung im Königspalast El Pardo in der Nähe von Madrid lobte CER-Präsident Pinchas Goldschmidt Spaniens »außerordentliche Bemühungen«, begangenes Unrecht gegen die Juden des Landes zu beseitigen. »In einer Epoche, in der der Antisemitismus in ganz Europa zunimmt, hat Spanien außergewöhnliche Maßnahmen ergriffen, um seine Juden willkommen zu heißen.«

Madrid hatte im vergangenen Jahr beschlossen, Nachfahren sefardischer Juden, die nach 1492 von der katholischen Inquisition aus Spanien vertrieben wurden, auf Antrag einzubürgern. Bisher haben die Behörden etwa 4500 Anträge bewilligt.

Dankesrede König Felipe sagte in seiner Dankesrede, »im Namen der Gerechtigkeit« sei es die »Pflicht des Landes«, alles zu tun, um jüdisches Leben nach Spanien zurückzubringen. Europa brauche »den unschätzbaren Beitrag seiner jüdischen Gemeinden«, man müsse »unsere gemeinsamen jüdisch-christlichen Werte« ehren.

Felipe dankte den sefardischen Juden für ihre Liebe sowie Loyalität gegenüber Spanien und betonte, viele Städte und Gemeinden in Spanien würden nun ihr jüdisches Erbe wiederentdecken.

Der Lord-Jakobovits-Preis wird seit 2011 verliehen. Zu den Preisträgern gehören Bundeskanzlerin Angela Merkel und Frankreichs früherer Premierminister Manuel Valls.

Buenos Aires

Argentinien: Richter ordnet Prozess wegen Terroranschlags von 1994 an

Über 32 Jahre ist es her, dass Terroristen einen Bombenanschlag auf das jüdische Gemeindezentrum AMIA in Buenos Aires verübten. 85 Menschen wurden ermordet. Nun entschied ein Richter, den Prozess gegen die Verdächtigen zu eröffnen

 22.09.2026

Kanada

Schüsse vor Synagoge: Polizist und mutmaßlicher Angreifer schwer verletzt

Der Vorfall ereignete sich am Sonntagabend, während sich rund 25 Menschen in der Sons of Jacob Synagogue zum Jom Kippur versammelt hatten

 22.09.2026

Österreich

Bericht: Wien wird zur Anlaufstelle für deutsche Juden

Wien als sicherer Hafen für Juden? Immer mehr jüdische Familien zieht es dem Vernehmen nach aus Deutschland in die österreichische Hauptstadt. Antisemitismus nimmt aber auch hier zu

 20.09.2026

Weimar

Gedenkstätte Buchenwald bittet um Spenden für Kyryl Romantschenko

Die Familie Romantschenko ist der Gedenkstätte Buchenwald seit Jahrzehnten eng verbunden. Nun benötigt der 18-jährige Kyryl Romantschenko Unterstützung

 19.09.2026

Ranking

Das sind die 50 einflussreichsten Juden weltweit

von Michael Thaidigsmann  19.09.2026

Großbritannien

Burnham will Beschränkungen für katholische und jüdische Premiers abschaffen

Die Regierung in London legt einen Gesetzentwurf zur Aufhebung religiöser Beschränkungen vor, die aus dem 19. Jahrhundert stammen

 18.09.2026

Synagoge in Mailand (Archiv)

Mailand

»Niemand wird mich hier erniedrigen«

Nach antisemitischer Attacke durch arabische Männer: Jetzt spricht der angegriffene Rabbiner

 17.09.2026 Aktualisiert

Nachruf

Peter Max: Der Künstler hinter den bunten Bildern der Hippie-Ära

Peter Max Finkelstein ist tot. Er wurde in Berlin geboren. Seine Familie und er flohen vor den Nazis nach Shanghai und kamen später über Israel nach Amerika.

 17.09.2026

München

Rabbiner: Plan gegen islamistischen Terror ist Vorbild für Europa

Mit einem Zehn-Punkte-Plan sollen in Deutschland Radikalisierung und islamistischer Terror bekämpft werden. Zustimmung kommt von Rabbinern, die über die Landesgrenzen hinaus denken

von Leticia Witte  17.09.2026