USA

Der erste Second Gentleman

Doug Emhoff hat sich im Wahlkampf für Joe Biden und Kamala Harris engagiert. Foto: imago images/ZUMA Wire

Mit Kamala Harris (56) als erster Vizepräsidentin bekommen die USA auch erstmals einen Mann als Vizepräsidenten-Ehepartner. Allein diese Aussicht bescherte Doug Emhoff in den vergangenen Monaten bereits reichlich Aufmerksamkeit.

Der 56-Jährige selbst nutzte das dazu, seiner Frau via Instagram und Twitter mit Familienfotos und aufmunternden Botschaften den Rücken zu stärken. Nachdem Harris von dem Wahlsieg erfuhr, twitterte Emhoff ein Foto ihrer Umarmung mit den Worten: »So stolz auf dich.«

Externer Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt, der den Artikel anreichert. Wir benötigen Ihre Zustimmung, bevor Sie Inhalte von Sozialen Netzwerken ansehen und mit diesen interagieren können.

Mit dem Betätigen der Schaltfläche erklären Sie sich damit einverstanden, dass Ihnen Inhalte aus sozialen Netzwerken angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittanbieter übermittelt werden. Dazu ist ggf. die Speicherung von Cookies auf Ihrem Gerät nötig. Mehr Informationen finden Sie hier.

BESCHÜTZER Für Aufsehen sorgte Emhoff auch als er im vergangenen Jahr als Beschützer auf die Bühne sprang, nachdem ein Tierschutzaktivist Harris bei einem Auftritt das Mikrofon entrissen hatte.

Kamala Harris und Doug Emhoff lernten sich 2013 kennen.

Harris und Emhoff lernten sich 2013 kennen. Sie alleinstehend und Justizministerin von Kalifornien, er geschiedener Vater von zwei Kindern und Anwalt in Los Angeles. Die Verabredung wurde von einer Freundin von Harris eingefädelt.

»Sie ist heiß«, war seine Reaktion auf den Vorschlag, wie er sich in einem Interview erinnerte. Nach dem ersten Abendessen schickte er Harris eine Liste seiner freien Termine in den nächsten Wochen.

HEIRAT »Ich bin zu alt, um Spiele zu spielen. Ich mag dich wirklich«, schrieb er dazu. Sie heirateten rund ein Jahr später im engen Kreis im Gerichtsgebäude von Santa Barbara.

Im Teenager-Alter zog Emhoff nach Los Angeles - und blieb dort.

Emhoff wurde als Sohn jüdischer Eltern in New York geboren und wuchs im benachbarten New Jersey auf. Sein Vater entwarf Frauenschuhe. Im Teenager-Alter zog er nach Los Angeles – und blieb dort.

WAHLKAMPF Nach einem Studium an der University of Southern California arbeitete er sich als Anwalt unter anderem in die Entertainment-Industrie vor. In einem seiner Fälle ging es um die Rechte an einem animierten Chihuahua.

Als der Wahlkampf von Harris in Schwung kam, ließ Emhoff den Job bei der Anwaltskanzlei DLA Piper ruhen, um Interessenkonflikte zu vermeiden – auch wenn er schon vorher darauf achten musste, dass seine Fälle sich nicht mit den Aktivitäten seiner Frau als Ministerin und gleichzeitig Generalstaatsanwältin des Bundesstaates überschnitten.

Unklar ist derzeit noch, ob Emhoff als Vizepräsidentinnen-Gatte als Anwalt praktizieren können wird. dpa

Österreich

Künftig mehr Geld für jüdisches Kulturerbe

Karoline Edtstadler: Mit der Förderung will man Antisemitismus entgegenwirken und jüdisches Leben sichtbarer machen

 24.02.2021

Schweiz

Corona-Rebellen und Schoa-Verharmloser

Der Dachverband der jüdischen Gemeinden hat seinen Jahresbericht zum Antisemitismus vorgelegt

 23.02.2021

Rom

Papst besucht Schoa-Überlebende Edith Bruck

Franziskus: »Ich bin zu Ihnen gekommen, um Ihnen für Ihr Zeugnis zu danken«

 21.02.2021

USA

Der Tora-Torero

Vor 100 Jahren begann Sidney Franklin eine große Karriere als Stierkämpfer – und das, obwohl er schwul und jüdisch war

von Hans-Ulrich Dillmann  21.02.2021

Italien

Liliana Segre nach Corona-Impfung antisemitisch beleidigt

Innenministerin Luciana Lamorgese: »Hochgefährliche Mischung von Hass, Gewalt und Rassismus«

 20.02.2021

Schweiz

Hassparolen und Hakenkreuz in Synagogentür geritzt

Die nächtliche Schändung des Gotteshauses in Biel entsetzt die jüdische Gemeinschaft

 18.02.2021

USA

Hoffnung trotz allem

In Zeiten der Pandemie leiden Holocaust-Überlebende ganz besonders unter Einsamkeit

von Sebastian Moll  18.02.2021

Kosovo

Aufbruch auf dem Balkan

Die kleine jüdische Gemeinde hofft auf einen Entwicklungsschub durch das neue Abkommen mit Israel

von Jérôme Lombard  18.02.2021

Madrid

Nach Neonazi-Umzug: Staatsanwaltschaft ermittelt

Eine 18-Jährige hatte bei einer Demonstration gerufen: »Der Jude ist der Schuldige«

 17.02.2021 Aktualisiert