USA

Demonstration in Manhattan

Etwa 30.000 Teilnehmer kamen aus dem Großraum New York und aus dem benachbarten New Jersey. Foto: dpa

In Manhattan sind am Sonntag Zehntausende ultraorthodoxe Juden auf die Straße gegangen, um gegen die Ausweitung des Wehrdienstes auf Charedim in Israel zu protestieren. Wie jüdische Medien in New York berichteten, war die Veranstaltung als »große Gebetsversammlung« angekündigt worden. Geplant hatte sie die »Agudat Israel in America«, die führende Dachorganisation der Ultraorthodoxen in den Vereinigten Staaten, sowie eine Fraktion der Satmarer Chassidim.

Die Teilnehmer kamen aus dem gesamten Großraum New York und aus dem benachbarten New Jersey. Wie israelische Zeitungen berichteten, schätzte die Polizei die Zahl der Demonstranten auf 30.000 bis 35.000. Nach Angaben der Veranstalter seien es rund 50.000 gewesen.

Antizionistisch Im Gespräch mit Journalisten äußerten sich etliche Demonstranten antizionistisch und kritisierten die israelische Regierung: Sie raube den Arabern das Land und wolle die jungen Orthodoxen nun »ihre Kriege führen lassen«.

Bereits nach einer Stunde löste sich die Protestkundgebung wieder auf. In Jerusalem hatten vor einer Woche rund 300.000 Charedim gegen die neue Regelung demonstriert. jta/ja

Großbritannien

»Telegraph«: BBC-Datenexperte offenbar israelfeindlicher Aktivist

Ein leitender KI-Fachmann des britischen Senders soll laut »Telegraph« einst wegen eines Al-Qaida-Handbuchs festgenommen worden sein. Die BBC sieht keinen Bezug zu seiner Arbeit

 18.10.2026

Tschechien

Herr Rambo mag es süß

Ein jüdischer Gastronom in Prag ist zum Instagram-Star aufgestiegen. Er verkauft »heimishe Trdelaich«, T-Shirts und Baseballcaps und erreicht mit seinen Sprüchen Hunderttausende

von Kilian Kirchgeßner  18.10.2026

Frankreich

Paris: Synagoge bei Ausschreitungen offenbar beschädigt

Videos in sozialen Netzwerken zeigen offenbar Verwüstungen in einer Synagoge im 19. Arrondissement. Verletzte wurden nicht gemeldet

 18.10.2026

München

Oberrabbiner Goldschmidt: »Wir können nicht immer wegrennen«

Jüdisches Leben in Europa hat eine Zukunft, aber nicht von allein. Dafür braucht es nach den Worten des Oberrabbiners Pinchas Goldschmidt Partner in den Regierungen und in der Zivilgesellschaft

von Barbara Just  16.10.2026

Großbritannien

Universität Bath sagt Seminar mit Hochschule in Gaza ab

Eine Dozentin hatte britische Studenten aufgefordert, palästinensische Darstellungen des Nahostkonflikts nicht infrage zu stellen. Die Universität entschuldigte sich für die Vorgaben.

von Nicole Dreyfus  15.10.2026

Statistik

Zahl antisemitischer Vorfälle in Österreich bleibt auf hohem Niveau

Der Ausnahmezustand sei zum Alltag geworden, beklagt eine Antisemitismus-Meldestelle in Österreich. Im ersten Halbjahr 2026 wurden erneut Hunderte einschlägige Fälle gezählt

 15.10.2026

»The Social Reckoning«

Empörungsköder

Der Whistleblower-Thriller zeigt die neue Weltordnung à la Facebook – und was Menschen nicht dagegen tun

von Sophie Albers Ben Chamo  15.10.2026

New York

Magische Juden

Handleser, Geisterbeschwörer, Wahrsager und Wunderheiler: Eine neue Ausstellung beleuchtet die Lust am Okkulten

von Eva C. Schweitzer  15.10.2026

Irland

Ausgerechnet eine Antisemitismuskonferenz fällt dem Judenhass zum Opfer

In Dublin fand eine Tagung von Antisemitismusbeauftragten und jüdischen Vertretern statt. Ein Hotel verweigerte die Unterbringung. Für Irlands Gemeindevorsitzenden zeigt das, wie Antisemitismus sich immer wieder neu manifestiert

von Maurice Cohen  14.10.2026