USA

Corona-Hilfsfonds für jüdische Institutionen

Jüdische Gemeinden in den USA bieten während der Corona-Krise regelmäßig Solidaritätsaktionen für das medizinischen Personal der Krankenhäuser an. Foto: imago

Ein groß angelegter Corona-Hilfsfond soll jüdischen Institutionen und Organisationen ab kommendem Monat finanziell unter die Arme greifen. Das teilten die Organisatoren, ein Verbund aus jüdischen Wohlfahrtsorganisationen, laut einem Bericht der »Jewish Telegraphic Agency« (JTA) mit.

VOLUMEN Zur Verfügung stehen demnach 91 Millionen Dollar (umgerechnet knapp 84 Millionen Euro). Aus dem Fonds sollen sowohl zinslose Darlehen gewährt werden als auch Zuschüsse, die nicht zurückgezahlt werden müssen. Laut dem Bericht können sich nur diejenigen jüdischen Institutionen und Organisationen um Unterstützung bewerben, die dazu aufgefordert werden.

Aus dem Fonds sollen sowohl zinslose Darlehen gewährt werden als auch Zuschüsse, die nicht zurückgezahlt werden müssen.

Der Fonds war vor drei Wochen von sieben großen jüdischen Wohlfahrtsorganisationen und der Jewish Federations of North America ins Leben gerufen worden. Er gilt als die größte kollektive jüdische Initiative zur Eindämmung der Wirtschaftskrise infolge der Corona-Pandemie in den USA.

PRIORITÄT Shira Hutt, Chief of Staff der Jewish Federations of North America, sagte laut JTA, Priorität bei der Förderung hätten Synagogen, Schulen, Camps, Gemeindezentren und Hillel-Zentren in Universitäten. Zudem könnten sich andere jüdische Organisationen bewerben, die landesweit agieren.

Doch trotz seines beachtlichen Volumens wird der Fonds nicht ausreichen. Einige jüdische Organisationen haben zusätzlich Einzelfonds für lokale Einrichtungen aufgelegt. Auch von der US-Regierung kam Unterstützung, die aber den Gesamtbedarf nicht abdeckte. ag

Polen

Chef von Auschwitz-Gedenkstätte bittet um Gnade für Jungen in Nigeria

Der 13-Jährige war wegen Blasphemie zu zehn Jahren Haft verurteilt worden

 26.09.2020

USA

New Yorker Museum ehrt Ruth Bader Ginsburg mit Sonderausstellung

»Notorious RBG: The Life and Times of Ruth Bader Ginsburg« soll ab dem 1. Oktober zu sehen sein

 26.09.2020

USA

Ginsburgs Leichnam im US-Kapitol aufgebahrt

Ruth Bader Ginsburg ist die erste Frau und die erste Jüdin, die die Ehre »Lie in State« erhält

 25.09.2020

USA

Kol Nidre in der Natur

In Kalifornien entwickeln kleine jüdische Gruppen alternative Rituale für Jom Kippur

von Jessica Donath  25.09.2020

Jüdisches Filmfestival Wien

Filme gegen das Vergessen

Vom 7. bis 21. Oktober werden in der österreichischen Hauptstadt zahlreiche Streifen jüdischer Filmemacher gezeigt

 25.09.2020

USA

Donald Trump wird am Sarg von Ruth Bader Ginsburg ausgebuht

»Wählt ihn ab!«, skandierte eine Gruppe von Leuten

 24.09.2020

Amsterdam

Schulfreundin Anne Franks legt Stein für Schoa-Mahnmal

Die 91-jährige Jacqueline van Maarsen legte den ersten von 102.000 Namenssteinen zur Erinnerung an niederländische Schoa-Opfer

 24.09.2020

Schweiz

Hoher Preis

Die Große Synagoge Basel soll nach dem Gründer einer Privatbank benannt werden – und dafür 1,5 Millionen Franken erhalten

von Peter Bollag  24.09.2020

USA

Jung und ahnungslos

Laut einer Studie wissen Amerikaner zwischen 18 und 39 sehr wenig über die Schoa

von Michael Thaidigsmann  24.09.2020