Manchester

Brandstiftung in koscheren Restaurants

Manchester Town Hall Foto: dpa

Nach zwei Brandstiftungen in koscheren Restaurants in Manchester ermittelt die Polizei wegen des Verdachts antisemitischer Hassverbrechen. Das berichtete die britische Zeitung »Jewish News«. Die Vorfälle, die nach Ansicht der Polizei in Zusammenhang miteinander stehen, ereigneten sich am vergangenen Freitag und an diesem Dienstag, jeweils in den frühen Morgenstunden. Verletzt wurde niemand.

Brandbeschleuniger Im »JS Restaurant« in Prestwich öffneten die Angreifer ein Fenster und schütteten Brandbeschleuniger in den Raum. Die Feuerwehr konnte die Flammen löschen, bevor größerer Schaden entstand. Zuvor hatten Täter vergeblich versucht, im »Taam Restaurant« auf der Bury New Road eine Milchtüte mithilfe von Benzin und einem Streichholz anzuzünden. Außerdem warfen sie ein Fenster mit einem Stein ein.

Die zuständige Polizeichefin Charlotte Cadden sagte nach Angaben der »Jewish News«, glücklicherweise sei niemand verletzt worden, aber die Polizei betrachte die Vorfälle als antisemitische Hassverbrechen: »Das ist auf jeden Fall besorgniserregend – für die Menschen, die in dieser Gegend leben, und für die Geschäfte.«

CST Amanda Bomsztyk, lokale Direktorin der jüdischen Sicherheitsorganisation CST (Community Security Trust) rief Gemeindemitglieder dazu auf, ruhig zu bleiben und sich bei verdächtigen Vorkommnissen an die Behörden und den CST zu wenden. ag

Sofia

Rechtsextremisten aus Europa gründen Dachorganisation 

Jüdische Organisationen üben scharfe Kritik an dem Treffen in Bulgariens Hauptstadt

 23.04.2019

Polen

Kritik an »Judasgericht« 

Kleinstadt Pruchnik zelebriert antisemitischen »Karfreitagsbrauch« – katholische Kirche distanziert sich

 23.04.2019

Ukraine

Wenig Hoffnung im Osten

Vor fünf Jahren begann der Krieg im Donbass – und ein Ende ist kaum in Sicht

von Denis Trubetskoy  23.04.2019