Brasilien

Brandanschlag auf Synagoge

Es war bereits der dritte Anschlag auf die Synagoge in jüngerer Zeit. Foto: Thinkstock

Auf die Synagoge in der südbrasilianischen Stadt Pelotas ist ein Brandanschlag verübt worden. Die Holztüren, Fenster und Elektrik des Gebäudes wurden dabei laut einem Bericht der Nachrichtenagentur Jewish Telegraphic Agency (JTA) beschädigt. Die Täter schmierten zudem Parolen an die Wand, mit denen die jüdische Gemeinschaft bedroht wurde: sie solle »auf eine internationale Intifada« warten.

Vertreter der jüdischen Gemeinde sagten, der Anschlag vom vergangenen Donnerstag sei ein Angriff auf Demokratie und Religionsfreiheit. Sie riefen die Behörden des Landes auf, aktiv zu werden. Die Täter, die ihrer religiösen Intoleranz gewalttätig Ausdruck gegeben hätten, müssten bestraft werden, wurde Fernando Lottenberg, Präsident der brasilianischen Dachorganisation der jüdischen Gemeinden, zitiert.

Parolen Es war bereits der dritte Anschlag auf die Synagoge in jüngerer Zeit. In der Vergangenheit waren zusätzlich zu propalästinensischen Parolen auch Forderungen nach der Entlassung des linksgerichteten Ex-Präsidenten Luiz Inácio Lula da Silva auf die Wände geschrieben worden. Lula, der im vergangenen Monat wegen Korruptionsvorwürfen festgenommen wurde, gilt als starker Unterstützer der arabischen Welt und als Kritiker Israels.

In Pelotas leben nach Angaben von JTA etwa 70 jüdische Familien. Die Stadt in Brasiliens südlichstem Staat Rio Grande do Sul hat etwa 350.000 Einwohner. ag

Belgien

Uni-Rektorin: »Haben bereits viele Partnerschaften verloren«

Die Besetzer verlangen einen vollständigen Boykott Israels und wollen weitermachen - obwohl die Uni-Leitung ihnen nun erneut entgegenkam

von Michael Thaidigsmann  15.05.2026

Jewrovision 2026

Die Nervosität steigt …

Schon bald gehen die Scheinwerfer an und 600 jüdische Jugendliche aus ganz Deutschland werden ihre Showacts zum Besten geben

von Nicole Dreyfus  15.05.2026

Genf

Ronald Lauder warnt vor Entfremdung zwischen Israel und der Diaspora

»Wir müssen bestehende Risse reparieren, bevor es zu spät ist«, sagt der Präsident des Jüdischen Weltkongresses

 15.05.2026

Nachruf

Mann mit Prinzipien

Ein halbes Jahrhundert lang stand »Abe« Foxman im Dienst der Anti-Defamation League, die Hälfte davon als ihr Chef. Nun ist der Schoa-Überlebende im Alter von 86 Jahren gestorben

von Michael Thaidigsmann  14.05.2026

Washington D.C.

Mehr als eine Million Dollar für Schutz jüdischer Einrichtungen in Los Angeles

Das Geld fließt ins Community Security Initiative Program. Das Projekt arbeitet mit jüdischen Einrichtungen zusammen und koordiniert Kontakte zu Sicherheits- und Rettungsbehörden

 12.05.2026

Jubilar

Architektur als Zeichen der Hoffnung - Daniel Libeskind wird 80

Das Jüdische Museum Berlin, der Masterplan für Ground Zero in New York: Für den Amerikaner ist Bauen Teil der Erinnerungskultur

von Sigrid Hoff  12.05.2026

Meinung

Wer definiert das Judentum?

Die Theologische Fakultät der Universität Freiburg im Üechtland verleiht dem messianischen Rabbiner Mark S. Kinzer die Ehrendoktorwürde. Das belastet das jüdische Verhältnis zu einem katholischen Partner

von Zsolt Balkanyi-Guery  12.05.2026

Essay

Warum ich Zionist bin

Heute ist Zionismus für viele ein Schimpfwort und gleichbedeutend mit Rassismus. Da muss eine Verwechslung vorliegen. Antizionismus ist Rassismus. Der Zionismus ist die selbstverständlichste Antwort auf zweitausend Jahre Verfolgung, Vertreibung und Völkermord

von Mathias Döpfner  12.05.2026

Runder Geburtstag

Meister der Linien: Architekt Daniel Libeskind wird 80

Er hat weltberühmte Gebäude entworfen – aber noch nie eines für sich selbst. Für den Architekten ist das gar kein Widerspruch, denn ihn interessiert ja etwas anderes

von Julia Kilian  11.05.2026