USA

Ban Ki-moon besucht Synagoge in Manhattan

Ban Ki-moons Kommentar zum Terror in Israel hat viele Juden erzürnt. Foto: dpa

UNO-Generalsekretär Ban Ki-moon hat am Samstag die Park-East-Synagoge in Manhattan besucht. Aus Anlass des Internationalen Gedenktags für die Opfer des Holocaust hielt er dort eine Ansprache.

Wie amerikanische Medien berichteten, wurde Ki-moon in der Synagoge mit Buhrufen begrüßt – und auch während seiner Ansprache gab es mehrere Zwischenrufe. Gemeindemitglieder warfen dem Chef der Vereinten Nationen vor, den Terror zu rechtfertigen. Ban Ki-moons Kommentar, die palästinensischen Attacken, die in Israel inzwischen fast zum Alltag gehören, seien Ausdruck des »Frusts«, hat viele Juden erzürnt.

kritik Vor zwei Wochen hatte Ban gesagt, es läge »in der Natur des Menschen, auf die Besatzung zu reagieren, die oft als mächtiger Brutkasten des Hasses und des Extremismus dient«. In Israel hagelte es daraufhin massive Kritik. Ministerpräsident Benjamin Netanjahu warf dem UN-Chef vor, er schüre den Terror. Die Vereinten Nationen haben »ihre Neutralität und ihre moralische Macht verloren, und diese Statements des Generalsekretärs tun nichts, um die Situation zu verbessern«, sagte er.

In seiner Ansprache am Freitagabend in der Synagoge erwähnte Ban Israel mit keinem Wort. Er sagte: »Der Holocaust war ein riesiges Verbrechen. Sechs Millionen Juden wurden systematisch ermordet. Darüber hinaus wurden Millionen anderer getötet – Kriegsgefangene, Dissidenten, Roma und Sinti, Homosexuelle, Behinderte.« ja

Barcelona

Kein Saunazutritt mit Davidstern?

Zwei Jüdinnen soll der Zutritt zu einer LGBTQ-Sauna verweigert worden zu sein. Die Betroffenen haben Anzeige bei den zuständigen Behörden erstattet

 31.05.2026

Meinung

Fertig Idylle!

Am Mittwoch sticht in der Winterthurer Innenstadt ein Mann auf vorbeilaufende Passanten ein und schreit »Allahu Akbar« – ein Weckruf für die Schweiz

von Nicole Dreyfus  28.05.2026

Warnung

Steven Spielberg will keine KI nutzen

Der Filmemacher sieht einen Platz für KI in der Medizin und in der Forschung.

 28.05.2026

Interview

»Das ist nicht normal«

Regina Sluszny überlebte die Schoa, weil sie von katholischen Belgiern versteckt wurde. Angesichts des Strafverfahrens gegen Mohalim fragt sich die Vorsitzende des jüdischen Dachverbands FJO, ob es für Juden in Belgien noch eine Zukunft gibt

von Michael Thaidigsmann  27.05.2026

Italien

Pride in Rom schließt jüdische LGBTQ-Organisationen aus

Die Organisatoren der Rome Pride Parade verbannen jüdische LGBTQ-Gruppen, die sich nicht von einem angeblichen Völkermord in Gaza distanzieren

von Nicole Dreyfus  27.05.2026

Antwerpen

Belgien: Empörung über Anklage gegen jüdische Beschneider

Wegen Anklagen gegen zwei jüdische Beschneider kritisieren jüdische Vertreter die belgischen Behörden scharf. Die European Jewish Association wirft der Staatsanwaltschaft vor, die Religionsfreiheit zu verletzen - Belgien weist dies zurück

von Marlene Brey  27.05.2026

New Jersey

Donald Newhouse mit 96 Jahren gestorben

Er war einer der einflussreichsten Medienmanager in den USA. Das Rampenlicht suchte er nur selten

 27.05.2026

Dokumentation

»Mehr Mut zu unbequemen Wahrheiten!«

Die Jüdische Allgemeine ist mit dem Tacheles-Preis ausgezeichnet worden. Hier dokumentieren wir die Dankesrede von JA-Chefredakteur Philipp Peyman Engel

von Philipp Peyman Engel  21.05.2026

Nachruf

Barney Frank mit 86 Jahren gestorben

Als liberale Stimme im Washingtoner Kongress prägte der jüdische Abgeordnete der Demokraten sowohl die Debatten über Finanzmarktregulierung als auch über die Rechte von Homosexuellen

 20.05.2026