Frankreich/Iran

Antisemitisches Stelldichein in Teheran

Dieudonné M’bala M’bala Foto: dpa

Der für seinen Antisemitismus bekannte französische »Komiker« Dieudonné M’bala M’bala ist vergangene Woche in Teheran mit Irans früherem Präsidenten Mahmud Ahmadinedschad zusammengetroffen. Wie die Nachrichtenagentur JTA meldete, habe der frühere Staatschef ihn einen »großen Künstler« genannt.

Quenelle Dieudonné überreichte Ahmadinedschad eine goldene Skulptur mit einem Mann, der die sogenannte Quenelle zeigt, einen antisemitischen Gruß, der entfernt an den Hitlergruß erinnert und von Dieudonné erfunden wurde.

Ahmadinedschad ist nicht der Erste, dem Dieudonné seine goldene Quenelle schenkt. Er hat sie in den vergangenen Monaten einer Reihe weiterer Personen überreicht, die sich als Antizionisten verstehen. Ahmadinedschad war in seiner Amtszeit wiederholt als Holocaustleugner aufgefallen und hatte mehrmals den Wunsch geäußert, Israel müsse verschwinden. ja

Nachruf

Louise Lasser, die Frau, die Mary Hartman erfand, ist tot

Die Schauspielerin vertrat Barbra Streisand auf dem Broadway und war mit Woody Allen verheiratet. Sie wurde 87 Jahre alt

 08.07.2026

50 Jahre in Deutschland

»Die Deutschen haben aus ihrer Geschichte gelernt«

Was ist typisch deutsch, was typisch amerikanisch? Holly-Jane Rahlens kennt sich mit beiden Nationen aus. Die Autorin lebt seit mehr als 50 Jahren in Berlin

von Nina Schmedding  08.07.2026

Schweiz

Ein Jahr Gefängnis für jugendlichen Täter

Der Schweizer mit tunesischen Wurzeln hatte am 2. März 2024 auf der Straße einen orthodoxen Juden niedergestochen. Am Dienstag wurde der 17-Jährige verurteilt

von Nicole Dreyfus  07.07.2026

Spanien

Bericht: Jüdische Touristen von Menschenmenge verfolgt

Erneut ist es in Barcelona zu einem antisemitischen Vorfall gekommen: Zwei jüdische Touristen wurden eigenen Aussagen zufolge von mehreren Menschen verfolgt, bespuckt und beleidigt

 07.07.2026

Religionsfreiheit

Oberrabbiner sieht religiöse Praktiken europaweit unter Druck

Bei einem Symposium in Amberg diskutierten Politiker, Vertreter von Religionsgemeinschaften und Juristen über die Einschränkungen der Religionsfreiheit

von Christoph Renzikowski  05.07.2026

Terrorismus

In diesem Land gibt es keinen Platz für Islamisten. Sie sollten konsequent abgeschoben werden

Eine Klarstellung

von Jessie Katz  05.07.2026

Ungarn

Ein Löffel Paprika, eine Prise Identität

Lili Lantos präsentiert auf Instagram ihr digitales Kochbuch mit jüdischen Familienrezepten. Dabei schafft sie Nähe, ohne viele Worte zu verlieren

von Nicole Dreyfus  05.07.2026

Wien

Antisemitismus am Denkmal für einen Antisemiten

Ausgerechnet am umstrittenen Denkmal für den einstigen Wiener Bürgermeister Karl Lueger ist es zu einem judenfeindlichen Eklat gekommen

 03.07.2026

Großbritannien

London ehrt Stefan Zweig

84 Jahre nach seinem Tod wird der berühmte österreichische Schriftsteller Stefan Zweig in London geehrt. Dorthin war er 1936 vor den Nazis geflohen

 02.07.2026