Krieg

Ukraine könnte jüdische Pilgerreisen begrenzen

Pilger zu Rosch Haschana in Uman (Herbst 2017) Foto: REUTERS

Aus Angst vor russischen Anschlägen könnte die Ukraine die traditionelle jüdische Pilgerreisen nach Uman im Zentrum des Landes einschränken. Es sei zu befürchten, dass Russland »wegen der hohen Zahl von Zivilisten versuchen werden, so viele Menschen wie möglich zu treffen, um Chaos zu verursachen«, sagte der ukrainische Botschafter in Israel, Jewgen Kornijtschuk, laut dem Sender Arutz Scheva.

Uman und seine Vororte seien mehrfach beschossen worden; es gelte also, »die Gefahr und damit auch die zu erwartende Besucherzahl« zu verringern.

Traditionell pilgern jeweils zu Rosch Haschana, das in diesem Jahr am Abend des 15. September beginnt, Zehntausende religiöse Juden ins ukrainische Uman zum Grab des Rabbiners Nachman (1772-1810).

2022 hatte Israel vor den hohen jüdischen Feiertagen eine Reisewarnung für die Ukraine ausgesprochen und vor Pilgerfahrten nach Uman gewarnt. 2020 und 2021 gab es wegen der Covid-19-Pandemie Einschränkungen und teils gewaltsame Zwischenfälle bei der Uman-Wallfahrt. kna

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