Niederlande

Amsterdam darf Holocaust-Monument bauen

Daniel Libeskind während der Präsentation seines Holocaust-Monuments (2016) Foto: dpa

Nach einem jahrelangen Streit mit Anwohnern darf Amsterdam ein Monument für Opfer des Holocausts bauen. Ein Gericht in Amsterdam wies am Dienstag die Klage der Anwohner ab.

Das Mahnmal soll aus 102.000 Steinen errichtet werden, auf denen jeweils der Name eines Holocaust-Opfers stehen soll. Der polnisch-amerikanische Architekt Daniel Libeskind hatte es im Auftrag des niederländischen Auschwitz-Komitees entworfen.

Anwohner hatten den Bau zunächst mit einer einstweiligen Verfügung verhindert.

Das Interesse des nationalen Mahnmals wiege schwerer als die Interessen der Anwohner, erklärte das Gericht. Die deutschen Nationalsozialisten hatten während des Zweiten Weltkriegs 102.000 niederländische Juden und Sinti und Roma ermordet.

BÄUME Anwohner hatten den Bau des Monumentes im Zentrum der niederländischen Hauptstadt zunächst mit einer einstweiligen Verfügung verhindert. Sie seien nicht am Entscheidungsverfahren beteiligt worden. Außerdem fanden sie den Ort ungeeignet, das geplante Denkmal zu groß, und sie protestierten, dass 24 Bäume gefällt werden sollen.

Die Einwände wies das Verwaltungsgericht jedoch zurück. Die Stadt habe bei der Entscheidung keine Verfahrensregeln verletzt.

Der Vorsitzende des Auschwitz-Komitees, Jacques Grishaver, begrüßte die Entscheidung. »Jetzt können wir schnell mit dem Bau beginnen«, sagte er. Das Amsterdamer Stadtparlament hatte den Plänen zweimal zugestimmt.  dpa/ja

Schweiz

Ein Importverbot von koscherem Fleisch gefährdet jüdisches Leben

Ein Kommentar von Jonathan Kreutner, Generalsekretär des jüdischen Dachverbands SIG

 01.10.2026

Madrid

Kritik an Zara wegen Halloween-Kostüm mit Ähnlichkeit zu KZ-Kleidung

Die Hintergründe

 01.10.2026

USA

Jüdischer Stolz auf der New York Fashion Week

Zum ersten Mal war eine exklusiv jüdische Modenschau Teil des berühmten Events. Mit Modest Fashion, Abendkleidern und Bikinis

von Sophie Albers Ben Chamo  01.10.2026

Nachruf

Esther Rantzen mit 86 Jahren gestorben

Die Journalistin setzte sich für Kinder, Senioren und eine Legalisierung der Sterbehilfe in Großbritannien ein

 01.10.2026

New York

Mamdani legt Antisemitismus-Plan vor, jüdische Organisationen üben scharfe Kritik

Das Konzept des Bürgermeisters blende den Zusammenhang zwischen der Gewalt gegen Juden in New York und antiisraelischer Propaganda bewusst aus, sagt einer der Kritiker

 30.09.2026

Kiew

85. Jahrestag: Selenskyj gedenkt ermordeter Kyjiwer Juden

Vor 85 Jahren besetzten deutsche Truppen die heutige ukrainische Hauptstadt. Sie ermordeten zehntausende Menschen. Präsident Selenskyj stellt bei einer Gedenkfeier den Bezug zur Gegenwart her

 30.09.2026

Fußball

Im Kreuzfeuer: Irischer Nationalspieler mit israelischer Mutter

Finn Azaz wurde für Irlands Nationalkader für die Länderspiele gegen Israel nominiert. Weil er eine israelische Mutter hat, soll seine Zukunft im irischen Team aber infrage stehen

von Michael Thaidigsmann  29.09.2026

Interview

»Es ist beängstigend, wie sich die Geschichte wiederholt«

Evan Bernstein (51) ist seit Kurzem neuer CEO von B’nai B’rith International, der ältesten jüdischen Wohltätigkeitsorganisation. Um den wachsenden Antisemitismus zu bekämpfen, will Bernstein vor allem die lokale Vernetzung verbessern

von Michael Thaidigsmann  29.09.2026

Vergessener Held

Die vielen Leben des Jack Boeki

Ein jüdischer US-Agent und die Naziverbrecher in Nürnberg

von Joachim Heinz  29.09.2026