Israel

Zwei Piloten sterben bei Absturz ihres Hubschraubers

Mit Leuchtraketen wurde in der Dunkelheit nach den Opfern gesucht. Foto: Flash 90

Bei einem Hubschrauberabsturz vor der Küste von Haifa sind am Montagabend zwei Piloten der israelischen Luftwaffe gestorben. Ein Offizier, der sich ebenfalls an Bord befand, wurde mittelschwer verletzt. Die Opfer sind der 38-jährige Oberstleutnant Erez Sachiani, verheiratet und Vater von drei Kindern, und Major Chen Fogel (27).

BEITRAG Premierminister Naftali Bennett äußerte sich noch am Abend: »Dies ist eine sehr traurige Nacht. Die bei dem Unfall gefallenen Piloten der Luftwaffe gehörten zu den besten unserer Söhne. Das Volk Israel wird ihren Beitrag zur nationalen Sicherheit Tag und Nacht nie vergessen.«

Verteidigungsminister Benny Gantz überbrachte den Familien sein Beileid. Er kündigte an, dass die IDF den Vorfall untersuchen und die notwendigen Schlussfolgerungen ziehen werde.

Nach dem Unglück ordnete Luftwaffen-Chef Amikam Norkin an, alle Helikopter dieser Art am Boden zu belassen.

Nach Angaben eines Armeesprechers war der Marinehubschrauber gegen 20 Uhr zu einem Trainingsflug gestartet. Rund eine Stunde später geschah das Unglück. Es habe sich dabei um technisches Versagen, nicht um die Folgen eines Angriffs gehandelt.

Passanten, die den Absturz vom Strand aus beobachten, informierten Polizei und Rettungskräfte. Sie berichteten, dass der Helikopter in geringer Höhe geflogen und dass noch vor dem Aufprall auf das Wasser Feuer zu sehen gewesen sei. Bereits kurze Zeit nach dem Absturz wurden erste Wrackteile ans Ufer geschwemmt.

EINSATZKRÄFTE Mehrere Einheiten der Marine und der Polizeirettungseinheit suchten nach den Piloten. Nach der Bergung versuchten die Einsatzkräfte, die Männer wiederzubeleben, mussten jedoch noch vor Ort ihren Tod feststellen. Knapp eineinhalb Kilometer vom Ufer entfernt wurde das überlebende Opfer aus dem Wasser gezogen. Der Marine-Offizier befinde sich in stabilem Zustand, so die Armee, und werde derzeit mit mittelschweren Verletzungen im Rambam Krankenhaus in Haifa behandelt.

Der abgestürzte Hubschrauber war ein Eurocopter AS565 Panther, auch als »Atalef« (Hebräisch für Fledermaus) bekannt. Das Flugzeug wird hauptsächlich für Missionen auf See verwendet, da es auf Raketenschiffen der israelischen Marine landen kann. Nach dem Unfall ordnete der Chef der israelischen Luftwaffe, Amikam Norkin, an, alle Militärhubschrauber dieser Art am Boden zu belassen und sämtliche Übungen mit ihnen zu stoppen.

Israel

Warnung vor Hamas-Überfall ignoriert? Netanjahu dementiert

Emiratischer Präsident soll Netanjahu angerufen haben. Netanjahu reagierte angeblich gelassen. Emirate wollen sich nicht zu Berichten äußern

 08.09.2026

"Two serious people sit on outdoor metal stairs in casual, tactical clothing, appearing tired or contemplative, with sunlight casting shadows behind them against a plain wall in a rugged environment."

Netflix

Wenn Fiktion auf Realität trifft

Die israelische Erfolgsserie »Fauda« meldet sich mit einer eindrucksvollen neuen Staffel zurück

von Sarah Cohen-Fantl  08.09.2026

Reaktion

Israel schließt britisches Konsulat in Jerusalem

Die britische Labour-Regierung will einen härteren Kurs im Umgang mit Israels Siedlungspolitik einschlagen und beschließt Sanktionen. Nun reagiert Israel

 08.09.2026

Meinung

London belohnt die Verweigerungshaltung der Palästinenser

Mit ihren Sanktionen gegen israelische Siedlungen will die britische Regierung im Nahost-Konflikt einer Zwei-Staaten-Lösung näher kommen. Doch sie zeigt vor allem: Verhandeln lohnt sich nicht, Blockade und Terror aber sehr wohl

von Daniel Neumann  08.09.2026

Jerusalem

Gadi Eisenkot baut Vorsprung vor Netanjahu aus

Seine Partei Yashar könnte damit auf eine Mehrheit von 61 Sitzen kommen, ohne auf arabische Parteien angewiesen zu sein.

 08.09.2026

Luftfahrt

Delta und United fliegen wieder nach Israel

Auch europäische Linien bereiten eine Wiederaufnahme ihrer Routen zum Ben-Gurion-Flughafen vor

 08.09.2026

Jerusalem

Bericht: Netanjahu wurde vor dem 7. Oktober von den Vereinigten arabischen Emiraten gewarnt

»Seine Missachtung der Warnungen kommt einer strafrechtlich relevanten Fahrlässigkeit gleich«, erklärt der frühere Ministerpräsident Naftali Bennett

 08.09.2026

Jerusalem

Oberstes Gericht weist Klage von Israelis im Ausland wegen fehlendem Wahlrecht ab

Die Richter entschieden nicht über die grundsätzliche Frage, ob die Betroffenen zu Unrecht von der Wahl ausgeschlossen wurden, sondern verwarfen den Antrag aus verfahrensrechtlichen Gründen

 08.09.2026

Kommentar

Warum der Börsenverein des Deutschen Buchhandels nie wieder »Nie wieder!« sagen sollte

Wer Antisemitismus nur dort bekämpft, wo es bequem ist, bekämpft ihn nicht – und wer wie im Fall Maha El Hissy konkrete Vorwürfe nicht ernsthaft prüfen will, sollte aufhören, zu erklären, wie ernst er diesen Kampf nimmt

von Andreas Büttner  08.09.2026