Verteidigung

Zauberstab besteht Tests

Das Raketenabwehrsystem mit dem klingenden Namen »Zauberstab« (auch »Davids Schleuder«) ist Anfang der Woche zum ersten Mal getestet worden. Das israelische Verteidigungsministerium prüfte die Funktionsfähigkeit in einer Gemeinschaftsaktion mit der Raketenabwehragentur der USA. Der Zauberstab musste unter anderem einer Granate des Typs Stunner Einhalt gebieten. Das Szenario simulierte eine realistische Situation, für die das Abwehrsystem geschaffen wurde. Obwohl die Übung komplex war, schaffte es der Zauberstab, das Geschoss vom Abschussort bis zur Zerstörung zu verfolgen.

Stunner Getestet wurde von der heimischen Entwicklerfirma Rafael Verteidigungssysteme auf einem speziellen Gelände im Süden Israels. Das System ist in Zusammenarbeit mit dem amerikanischen Unternehmen Raytheon gebaut worden. Anders etwa als die »Eiserne Kuppel« verfügt es über keine Batterien, sondern operiert als eine Einheit.

Mit seiner Hilfe sollen zukünftig Geschosse mit einer Reichweite von etwa 70 bis 250 Kilometer gestoppt werden. Bei Kurzstrecken- und Mörsergranaten schützt das bereits erfolgreich eingesetzte System »Eiserne Kuppel«, Langstreckenraketen fängt das amerikanische Modell »Arrow« ab. Der Bedarf für den Zauberstab war im zweiten Libanonkrieg im Sommer des Jahres 2006 deutlich geworden, als die libanesische Terrororganisation Hisbollah Raketen auf Israel abfeuerte.

»Dieses System ist designt worden, um eine weitere Schicht gegen Raketenangriffe aufzubauen, die Verteidigungsstruktur von Israel wird so erweitert«, hieß es aus Jerusalem. Die Abwehrrakete selbst ist das Neueste, was auf dem militärischen Markt dieser Tage zu haben ist und kostet eine Million US-Dollar. Schon im nächsten Jahr soll der Zauberstab voll funktionsfähig sein.

Mentale Gesundheit

Die Einsamkeit wiegt am Schwersten

Fast eine Million Israelis suchten seit Kriegsbeginn Hilfe bei der psychischen Notfall-Hotline Eran

von Sabine Brandes  07.10.2026

Porträt

Nach der Musik das Essen

Der Norden war von Terror und Krieg besonders geschunden. Aber auch Absagen aus dem Ausland beendeten Shachar Bers Karriere als Drummer. Mit einer eigenen Aufstrich-Marke wagt er den Neuanfang

von Sabine Brandes  07.10.2026

Nachrichten

Massage, Kibbuz, Opposition

Kurzmeldungen aus Israel

von Sabine Brandes  07.10.2026

Kommentar

Wenn Chuzpe Leben rettet

Die bemerkenswerte Abwesenheit von Scham, Vorsicht und Selbstzweifel ist eine israelische Eigenart. Im Fall des Flydubai-Fluges half sie, eine Katastrophe zu verhindern

von Sabine Brandes  07.10.2026

Kfar Aza

»Die Angst steckt noch immer im Rucksack«

Shachar Tzuk überlebte das Hamas-Massaker. Drei Jahre später hat sie ein Zuhause, eine Verlobte und ein neues Leben – aber noch immer eine gepackte Fluchttasche

von Sabine Brandes  07.10.2026

Terror

Flydubai-Copilot wollte offenbar Tel Aviver Flughafen treffen

Was war das Ziel des mutmaßlichen Angreifers beim Flydubai-Flug nach Tel Aviv? Die Ermittlungen dazu laufen noch, doch immer mehr Informationen sickern an die Öffentlichkeit

 07.10.2026

Libanon

Hisbollah bezeichnet Hamas-Massaker als »Akt des Widerstandes«

Die Hisbollah hält am dritten Jahrestag an ihrer Rechtfertigung des Angriffs vom 7. Oktober 2023 fest. Seitdem haben die Kämpfe auch im Libanon Tausende Menschen das Leben gekostet

 07.10.2026

Krieg

Israels Armee hat seit Hamas-Massakern 100.000 Ziele angegriffen

Vor drei Jahren ermordeten Hamas-Terroristen rund 1.200 Menschen in Israel. Der Überfall löste den Gaza-Krieg aus. Israel hat seither Zehntausende Ziele in der Region angegriffen

 07.10.2026

Jahrestag der Massaker

Israel gedenkt der Opfer des 7. Oktober

Drei Jahre nach den blutigen Massakern im Süden Israels gedenkt das Land der Opfer. Präsident Herzog findet berührende Worte. Am Abend sollen Zehntausende in Tel Aviv zusammenkommen

 07.10.2026 Aktualisiert