Jerusalem

Yair Lapid kündigt harte Opposition an

Foto: picture alliance / ASSOCIATED PRESS

Der scheidende israelische Ministerpräsident Yair Lapid hat eine kämpferische Opposition gegen Wahlsieger Benjamin Netanjahu angekündigt. Netanjahus Lager konnte sich bei der Wahl am 1. November eine Mehrheit von 64 der 120 Sitze im Parlament (Knesset) sichern. 

GEDENKFEIER FÜR RABIN »Es existiert kein Szenario, in dem wir in die neue Regierung eintreten werden«, bekräftigte Lapid am Sonntag in Jerusalem bei einer Gedenkfeier für den im November 1995 ermordeten israelischen Regierungschef Jitzchak Rabin. »Wir werden kämpfen, bis wir wieder an der Regierung sind«, sagte der 58-jährige Lapid. Seine liberale Zukunftspartei war bei der Wahl zweitstärkste Kraft nach Netanjahus rechtskonservativer Likud-Partei geworden. 

Netanjahu führte am Sonntag bereits inoffizielle Gespräche mit potenziellen Koalitionspartnern, darunter das rechtsextreme Bündnis, das es erstmals in Israels Geschichte auf den dritten Platz geschafft hatte - die Religiös-Zionistische Partei von Bezalel Smotrich und Itamar Ben-Gvir. 

Die linksliberale Meretz-Partei war zum ersten Mal seit ihrer Gründung 1992 an der 3,25-Prozent-Hürde gescheitert und wird nicht im Parlament vertreten sein. Die aktuelle Acht-Parteien-Koalition war im Juni zerbrochen, nachdem sie nach nur zwölf Monaten ihre Mehrheit verloren hatte.

Das offizielle Endergebnis der Wahl wird am Mittwoch veröffentlicht. Anschließend hat Präsident Izchak Herzog bis zum 16. November Zeit, einen Kandidaten mit der Regierungsbildung zu beauftragen.  dpa

Natur

Die Kraniche sind da!

Im Hula-Tal hat der alljährliche Herbstzug begonnen – Millionen weiterer Zugvögel werden in den kommenden Wochen erwartet

von Sabine Brandes  06.10.2026

Israel

Netanjahu: »Es wird keine Hamas-Herrschaft geben«

Bei dem Gedenken der Opfer des Hamas-Massakers vor drei Jahren droht der Ministerpräsident den an dem Überfall beteiligten Terroristen

 05.10.2026

Terroranschlag

Rückholflüge aus den Emiraten haben begonnen

Aktion beginnt nach der Beilegung eines Streits über Sicherheitsvorkehrungen am Flughafen von Dubai

von Sabine Brandes  05.10.2026

Luftfahrt

Rücktritt von Transportministerin Regev gefordert

Oppositionspolitiker wollen, dass Miri Regev wegen des »Flydubai-Desasters« Verantwortung übernimmt und ihren Posten räumt

von Sabine Brandes  05.10.2026

Fußball

Irischer Fitness-Trainer wirft Israel Spuckattacke vor

Irland gegen Israel war eine Nations-League-Paarung, die seit der Auslosung für viel Unruhe gesorgt hat. Beim Rückspiel gibt es nun Vorwürfe zu einem extrem unsportlichen Verhalten

 05.10.2026

Shelly Meyer

Kommentar

Wer tatsächlich vom »Judenfetisch« profitiert

150 Juden in Berlin haben mit einem Offenen Brief die Linkspartei unterstützt - das sind etwa 0,4 Prozent der Berliner jüdischen Stimmen. Doch sie könnten für die breite Öffentlichkeit kaum wertvoller sein

von Shelly Meyer  04.10.2026

Kommentar

Fair Play – es sei denn, es geht um Israel

Irlands Nationalspieler verweigern Israelis den Handschlag, diskutieren darüber, ob sie überhaupt gegen sie antreten wollen – und die UEFA schweigt. So funktioniert die schleichende Etablierung von Antisemitismus als Akt des vermeintlichen humanitären Widerstandes

von Dorothea Schupelius  02.10.2026

Terror

Held von Flug FZ1073: Jetzt spricht erstmals der Flydubai-Pilot

Der bei dem Messerangriff in einer Flydubai-Maschine von Dubai nach Tel Aviv verletzte Flugkapitän äußert sich zu den Vorgängen im Cockpit. Er berichtet auch, was ihm Mut gegeben hat

 02.10.2026

Nahost

Flydubai-Drama: Auch VAE-Vertreter spricht von Terror

Aus Israel kam schon früh die Einschätzung, dass es sich bei dem Vorfall um einen Anschlagsversuch handelte. Nun äußert sich ein emiratischer Regierungsvertreter ähnlich

 02.10.2026