Jerusalem

»Wir werden sie bestrafen«

enjamin Netanjahu Foto: imago/Xinhua

Nach einem Anschlag auf israelische Soldaten mit zwei Toten und zwei Verletzten bleibt die Lage im Westjordanland weiterhin angespannt. Kontrollpunkte um die Stadt Ramallah, das Verwaltungszentrum der Palästinenser im Westjordanland, bestünden weiterhin, sagte ein Sprecher der israelischen Armee am Freitag. Ein verletzter Soldat befand sich nach einem Bericht des israelischen Fernsehens noch in Lebensgefahr.

Bei dem Anschlag nördlich von Jerusalem hatte der Angreifer das Feuer auf Israelis an einer Bushaltestelle eröffnet. Zwei Soldaten starben, ein Soldat und ein Zivilist wurden verletzt. Der Attentäter flüchtete mit seinem Auto. Die israelische Armee hatte Ramallah während der Suche nach dem palästinensischen Attentäter abgeriegelt.

ATTACKEN In der Nacht zu Donnerstag hatten israelische Sicherheitskräfte zwei palästinensische Attentäter aus dem Westjordanland bei versuchten Festnahmen getötet. Zwei weitere Palästinenser wurden nach Angaben der Armee und der Polizei bei ihren eigenen Attacken erschossen.

Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu kündigte als Reaktion auf den Anschlag einen Ausbau der israelischen Siedlungen an. Unter anderem soll der Bau von 82 Wohnungen in der Siedlung Ofra genehmigt werden. »Wir werden sie bestrafen«, erklärte Netanjahu. Er betonte zudem, dass mit der Zerstörung der Häuser von Familien von Attentätern schneller begonnen werden solle – innerhalb von 48 Stunden.  dpa/ja

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