Jerusalem

»Wir werden sie bestrafen«

Israels Premier Benjamin Netanjahu Foto: imago/Xinhua

Nach einem Anschlag auf israelische Soldaten mit zwei Toten und zwei Verletzten bleibt die Lage im Westjordanland weiterhin angespannt. Kontrollpunkte um die Stadt Ramallah, das Verwaltungszentrum der Palästinenser im Westjordanland, bestünden weiterhin, sagte ein Sprecher der israelischen Armee am Freitag. Ein verletzter Soldat befand sich nach einem Bericht des israelischen Fernsehens noch in Lebensgefahr.

Bei dem Anschlag nördlich von Jerusalem hatte der Angreifer das Feuer auf Israelis an einer Bushaltestelle eröffnet. Zwei Soldaten starben, ein Soldat und ein Zivilist wurden verletzt. Der Attentäter flüchtete mit seinem Auto. Die israelische Armee hatte Ramallah während der Suche nach dem palästinensischen Attentäter abgeriegelt.

ATTACKEN In der Nacht zu Donnerstag hatten israelische Sicherheitskräfte zwei palästinensische Attentäter aus dem Westjordanland bei versuchten Festnahmen getötet. Zwei weitere Palästinenser wurden nach Angaben der Armee und der Polizei bei ihren eigenen Attacken erschossen.

Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu kündigte als Reaktion auf den Anschlag einen Ausbau der israelischen Siedlungen an. Unter anderem soll der Bau von 82 Wohnungen in der Siedlung Ofra genehmigt werden. »Wir werden sie bestrafen«, erklärte Netanjahu. Er betonte zudem, dass mit der Zerstörung der Häuser von Familien von Attentätern schneller begonnen werden solle – innerhalb von 48 Stunden.  dpa/ja

Meinung

Liebe Iraner, wir fühlen mit euch!

Als Israelin wünscht sich unsere Autorin nichts mehr, als dass das brutale Regime in Teheran bald fällt. Ein offener Brief an die mutigen Menschen im Iran

von Sabine Brandes  21.01.2026

Tel Aviv

Trump-Satz zu Ran Gvili sorgt für Hoffnung und Empörung

Ran Gvilis Mutter Talik sagt, es müsse endlich gehandelt werden. »Lasst uns das beenden und ihn nach Hause bringen«, fordert sie

 21.01.2026

Jerusalem

Zwei tote Babys und ein Riss in der israelischen Gesellschaft

Der Oberste Gerichtshof stoppt die Obduktionen der ultraorthodoxen Säuglinge nach gewalttätigen Protesten

von Sabine Brandes  21.01.2026

Entscheidung

Noam Bettan startet beim ESC für Israel

Mehrere Länder boykottieren wegen Israels Teilnahme den Eurovision Song Contest 2026. Jetzt wurde entschieden, wer für das Land in diesem Jahr bei dem Musikwettbewerb an den Start geht

von Cindy Riechau  21.01.2026

Meinung

Friedensrat für Gaza oder Kriegsrat gegen Israel?

In Zukunft sollen ausgerechnet die Hamas-Unterstützerstaaten Katar und die Türkei im Friedensrat über den Gazastreifen mitbestimmen dürfen. Für Israel sollte das eine Warnung sein, sich unabhängiger von den USA zu machen

von Daniel Neumann  21.01.2026

Jerusalem

Opposition könnte gemeinsam gegen Netanjahu antreten

Der frühere Generalstabschef Gadi Eisenkot bringt eine gemeinsame Liste mit dem ehemaligen Ministerpräsidenten Naftali Bennett und Oppositionsführer Yair Lapid ins Spiel

 21.01.2026

Jerusalem

Netanjahu nimmt Trumps Einladung zum »Friedensrat« an

Israels Premier hatte sich über die personelle Besetzung eines Aufsichtsgremiums für den Gazastreifen durch das Weiße Haus geärgert. Doch die Einladung zum »Friedensrat« schlägt er nicht ab

 21.01.2026

Knesset

Netanjahu schließt türkische und katarische Truppen in Gaza aus

Der Ministerpräsident räumt ein, es habe mit Washington »eine gewisse Auseinandersetzung« über Gaza gegeben. Die Opposition wirft ihm Versagen vor

 20.01.2026

Jerusalem

Zwei Säuglinge sterben in illegaler ultraorthodoxer Krippe

Erschütternde Zustände in der überfüllten Einrichtung in dem ultraorthodoxen Stadtteil Romema kommen ans Licht

von Sabine Brandes  20.01.2026