Israel

Wie Mönchsrobbe Julia zur Grenzgängerin im Nahost-Konflikt wird

In Israel gesichtet: Mittelmeer-Mönchsrobbe Foto: picture alliance / blickwinkel/imagesandstories

Eine seltene Mönchsrobbe, die Israelis seit Wochen in Atem hält, hat nun auch einen Abstecher in den Gazastreifen gemacht. Die Julia getaufte weibliche Robbe sei am Strand von Gaza gesichtet worden, teilte der örtliche Fischereiverband mit. Fischer hätten sie aber schnell zurück ins Meer gebracht. Der Verband appellierte an alle Fischer, Julia ungehindert schwimmen zu lassen.

Die Robbe war vor knapp drei Wochen erstmals an der israelischen Küste südlich der Metropole Tel Aviv gesichtet worden. Nach Angaben der israelischen Naturschutzbehörde war das Tier anfangs sichtlich erschöpft, hatte sich dann aber gut erholt.

Seitdem ist die niedliche Robbe zu einem Medienstar geworden. Julia ist immer wieder an verschiedenen Stränden entlang der Küste Israels aufgetaucht, Tierschützer bemühten sich stets, Schaulustige von ihr fernzuhalten.

Nach Angaben der israelischen Naturschutzbehörde wird die Zahl der Mönchsrobben im Mittelmeer zurzeit auf 700 geschätzt, 400 davon lebten an den Küsten Zyperns, Griechenlands und der Türkei.

Israelische Behörden hatten in sozialen Medien auch Anweisungen an Gaza-Einwohner auf Arabisch veröffentlicht, wie man im Fall einer Visite mit der Robbe umgehen sollte. Die Sicherheitsbehörden in Israel seien von der palästinensischen Seite über Julias Ausflug informiert worden, berichtete der israelische Sender Kan.

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