Israel

Wie Mönchsrobbe Julia zur Grenzgängerin im Nahost-Konflikt wird

In Israel gesichtet: Mittelmeer-Mönchsrobbe Foto: picture alliance / blickwinkel/imagesandstories

Eine seltene Mönchsrobbe, die Israelis seit Wochen in Atem hält, hat nun auch einen Abstecher in den Gazastreifen gemacht. Die Julia getaufte weibliche Robbe sei am Strand von Gaza gesichtet worden, teilte der örtliche Fischereiverband mit. Fischer hätten sie aber schnell zurück ins Meer gebracht. Der Verband appellierte an alle Fischer, Julia ungehindert schwimmen zu lassen.

Die Robbe war vor knapp drei Wochen erstmals an der israelischen Küste südlich der Metropole Tel Aviv gesichtet worden. Nach Angaben der israelischen Naturschutzbehörde war das Tier anfangs sichtlich erschöpft, hatte sich dann aber gut erholt.

Seitdem ist die niedliche Robbe zu einem Medienstar geworden. Julia ist immer wieder an verschiedenen Stränden entlang der Küste Israels aufgetaucht, Tierschützer bemühten sich stets, Schaulustige von ihr fernzuhalten.

Nach Angaben der israelischen Naturschutzbehörde wird die Zahl der Mönchsrobben im Mittelmeer zurzeit auf 700 geschätzt, 400 davon lebten an den Küsten Zyperns, Griechenlands und der Türkei.

Israelische Behörden hatten in sozialen Medien auch Anweisungen an Gaza-Einwohner auf Arabisch veröffentlicht, wie man im Fall einer Visite mit der Robbe umgehen sollte. Die Sicherheitsbehörden in Israel seien von der palästinensischen Seite über Julias Ausflug informiert worden, berichtete der israelische Sender Kan.

Hamas

Missbrauch als Waffe

Auf Basis von Tausenden Videos, Fotos und Zeugenaussagen dokumentiert ein neuer Bericht systematische sexuelle Übergriffe der Terroristen am 7. Oktober und danach

von Sabine Brandes  24.05.2026

Tel Aviv

Hilfe für das »Liebling Haus«

Das Besucherzentrum der »Weißen Stadt« wird nach Raketenschäden mit deutscher Hilfe repariert

von Sabine Brandes  24.05.2026

Studie

Wird Israel unbezahlbar?

Die Lebenshaltungskosten im Land gehören zu den höchsten weltweit. Dafür gibt es zahlreiche Gründe – manche sind hausgemacht

von Sabine Brandes  24.05.2026

Essen

Balagan auf der Zunge

Zwischen Frena-Ofen und French Malawach: Das EAT Tel Aviv Food Festival zeigt, wie Israels Küche Traditionen aus aller Welt aufgreift, neu mischt und daraus ein lebendiges Geschmacks-Chaos macht

von Sabine Brandes  24.05.2026

Essay

Erinnerungen an Schawuot in Be’eri

Unsere Autorin ist in dem Kibbuz aufgewachsen, der durch das Massaker traurige Bekanntheit erlangte. Eines der prägendsten Feste ihrer Kindheit war das Wochenfest – wird jene Freude je wieder zurückkehren?

von Eshkar Eldan Cohen  21.05.2026

Wahlen

Arabisch-israelisches Zünglein an der Waage?

Der Aktivist Yoseph Haddad will den Sprung in die Politik wagen und könnte im festgefahrenen Rennen um die Knesset entscheidend sein

von Sabine Brandes  21.05.2026

Aschkelon

Israel schiebt Hunderte Flottillen-Aktivisten ab

Während die ausländischen Flottillenaktivisten vom Flughafen Ramon aus ausgeflogen werden, steht die israelische Teilnehmerin Zohar Regev in Aschkelon vor Gericht

 21.05.2026

Jerusalem

»Nicht das Gesicht Israels«: Sturm der Entrüstung gegen Ben-Gvir

Der rechtsextreme Politiker steht in der Kritik, weil er ein Video veröffentlichte, in dem Aktivisten der Gaza-Flotille gedemütigt werden. Auch Regierungschef Benjamin Netanjahu distanzierte sich von seinem Minister

von Sabine Brandes  21.05.2026

Tacheles-Preis

»Ihr prägt den Journalismus. Ihr prägt unser Land«

WELT-Chefredakteur Helge Fuhst hielt die Laudatio auf die Jüdische Allgemeine. Eine Dokumentation

von Helge Fuhst  21.05.2026