Israel/Gaza

Wie die USA und Großbritannien Israel bei der Suche nach den Geiseln geholfen haben

Almog Meir Jan, Shlomi Ziv, Noa Argamani und Andrey Kozlov wurden am 8. Mai aus den Fängen des palästinensischen Terrors befreit. Foto: picture alliance / REUTERS

Israel/Gaza

Wie die USA und Großbritannien Israel bei der Suche nach den Geiseln geholfen haben

Eine Rekonstruktion

 10.06.2024 12:18 Uhr

Die USA und Großbritannien haben Medienberichten zufolge Israel bei der Vorbereitung eines Militäreinsatzes unterstützt, bei dem am Samstag vier Geiseln aus dem Gazastreifen gerettet wurden. Unter anderem wegen dieser internationalen Hilfe mache der israelische Geheimdienst Fortschritte bei der Suche nach Geiseln, berichtete die »New York Times«.

Das US-Militär fliege seit dem Terrorangriff der Hamas am 7. Oktober mit Überwachungsdrohnen über das Küstengebiet. Diese könnten das Tunnelnetz der Hamas nicht kartographieren, aber mit Wärmebildkameras Kämpfer an Ein- und Ausgängen erkennen, schreibt die Zeitung.

Israelische Drohnen verfügten zwar über die gleiche Ausstattung, mit mehr Drohnen könnten jedoch größere Gebiete über längere Zeiträume überwacht werden. Die gesammelten Informationen über Aufenthaltsorte der Geiseln seien oft bruchstückhaft, könnten aber Hinweise darauf geben, wann ein guter Zeitpunkt für einen Befreiungsversuch sei.

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Wochenlange Proben für die Geiselbefreiung

Der Militäreinsatz vom Wochenende sei wochenlang geprobt worden, berichtete die »Washington Post«. Dabei seien auch Modelle der Gebäude in Nuseirat gebaut worden, in denen die Geiseln vermutet worden waren.

Bei der Befreiungsaktion wurden nach Angaben der von der Hamas kontrollierten Gesundheitsbehörde 274 Palästinenser getötet und rund 700 weitere verletzt. Israels Armee-Sprecher Daniel Hagari wiederum hatte am Samstagabend von weniger als 100 Todesopfern gesprochen.

Nach israelischen Informationen befinden sich weiterhin 120 Geiseln im Gazastreifen. Der Geheimdienst gehe davon aus, dass eine Gruppe in der Nähe von Hamas-Anführer Jihia al-Sinwar festgehalten werde, hieß es in der »New York Times«. Bewacher der Geiseln hätten die Anweisung, diese zu erschießen, wenn sie von israelischen Truppen überrascht würden. dpa/ja

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