Westjordanland

Eli Cohen: »Sehr schwerwiegender Vorfall«

Äußerte sich sehr besorgt: Israels Außenminister Eli Cohen Foto: copyright (c) Flash90 2023

Israelische Behörden haben einen jordanischen Abgeordneten wegen mutmaßlichen Waffenschmuggels festgenommen. Es handle sich um einen »sehr schwerwiegenden Vorfall«, teilte Israels Außenminister Eli Cohen am Montag der Nachrichtenseite ynet mit. Die jordanischen Behörden seien mit Israel in Kontakt, »um den genauen Sachverhalt zu klären«, schrieb das jordanische Außenministerium auf Twitter.

Israelischen Medienberichten zufolge soll der Abgeordnete am Wochenende bei der Einreise ins Westjordanland mit rund 200 Schusswaffen sowie 100 Kilogramm Gold aufgegriffen worden sein.

Israelische Beamte waren demnach wegen des ungewöhnlich hohen Gewichts seines Autos auf ihn aufmerksam geworden. Laut »ynet« wurde er zur Befragung dem Inlandsgeheimdienst Schin Bet übergeben.

Krimineller Hintergrund Eine Verbindung des Vorfalls mit Jordanien als Ganzes sehe er nicht, sagte Cohen. »Ich will die Schuld nicht der ganzen Regierung oder dem ganzen Parlament in Jordanien geben.« Es handele sich vielmehr um einen »kriminellen Hintergrund«. Jordanischen Medienberichten zufolge soll der 35-jährige Abgeordnete Verbindungen zur im Gazastreifen herrschenden Palästinenserorganisation Hamas haben. Sie wird von den USA, der EU und Israel als Terrororganisation eingestuft.

Die Nachbarländer Israel und Jordanien haben 1994 einen Friedensvertrag unterzeichnet. Es gibt aber regelmäßig diplomatische Spannungen. dpa

Terror

Held von Flug FZ1073: Jetzt spricht erstmals der Flydubai-Pilot

Der bei dem Messerangriff in einer Flydubai-Maschine von Dubai nach Tel Aviv verletzte Flugkapitän äußert sich zu den Vorgängen im Cockpit. Er berichtet auch, was ihm Mut gegeben hat

 02.10.2026

Nahost

Flydubai-Drama: Auch VAE-Vertreter spricht von Terror

Aus Israel kam schon früh die Einschätzung, dass es sich bei dem Vorfall um einen Anschlagsversuch handelte. Nun äußert sich ein emiratischer Regierungsvertreter ähnlich

 02.10.2026

Kibbuz Nahal Oz

Drei Jahre nach dem Hamas-Angriff entsteht die Kollektivsiedlung neu

Der 7. Oktober 2023 hat eine tiefe Wunde in die israelischen Gemeinden entlang des Gazastreifens gerissen. Mittlerweile ist der Wiederaufbau in vollem Gange – mit gemischten Gefühlen

von Andrea Krogmann  02.10.2026

Jerusalem

Herzog über mögliche Linken-Regierung in Berlin: »Das ist äußerst verstörend«

Im ausführlichen Interview mit der WELT spricht der israelische Präsident auch über den »Fly Dubai«-Angriff, den Iran und das britische Embargo gegen sein Land

 02.10.2026

Tel Aviv

Nach Geiselhaft: »Das Leben wird nie wieder dasselbe sein«

Am 07. Oktober 2023 überfielen Terroristen aus dem Gazastreifen Grenzorte in Israel. Sie ermordeten und entführten viele Menschen, darunter auch Deutsche. Wie geht es den ehemaligen Geiseln heute?

von Cindy Riechau  02.10.2026

Besuch

Berlins scheidender Regierungschef reist nach Israel

Israels Botschafter in Deutschland äußerte kürzlich Sorge um die Sicherheit der jüdischen Community in der deutschen Hauptstadt. Der Regierende Bürgermeister Kai Wegner reist nun nach Tel Aviv

 02.10.2026

Kommentar

Fair Play – es sei denn, es geht um Israel

Irlands Nationalspieler verweigern Israelis den Handschlag, diskutieren darüber, ob sie überhaupt gegen sie antreten wollen – und die UEFA schweigt. So funktioniert die schleichende Etablierung von Antisemitismus als Akt des vermeintlichen humanitären Widerstandes

von Dorothea Schupelius  02.10.2026

Tel Aviv

»Es ist viel sicherer, mit einer israelischen Airline zu fliegen«

Der Sicherheitsexperte Eyal Tsir Cohen über den Anschlag auf den »Fly Dubai«-Flug, die aktuelle Terrorbedrohung im Luftverkehr und die Effizienz israelischer Maßnahmen

von Detlef David Kauschke  02.10.2026

Tel Aviv

Co-Pilot aus Oman trotz Einreiseverbot mehrfach nach Israel geflogen

Warum wurden Sicherheitsregeln nicht umgesetzt?

 02.10.2026