Gaza-Konflikt

Waffenruhe vereinbart

Israels Premier Benjamin Netanjahu, Außenminister Avigdor Lieberman und Verteidigungsminister Ehud Barak (v.l.) treten am Mittwochabend in Jerusalem vor die Presse. Foto: Flash 90

Trotz des palästinensischen Terroranschlags auf einen Autobus in Tel Aviv, bei dem am Mittwoch mehr als 20 Israelis verletzt wurden, ist am gleichen Tag eine Waffenruhe verkündet worden. Sie sollte um 21 Uhr israelischer Zeit in Kraft treten. Noch zuvor wurden zahlreiche Raketen aus dem Gazastreifen auf den Süden Israels abgefeuert. Auch danach gab es noch vereinzelte Angriffe auf Sderot, Aschdod und andere Städte.

Am Abend trat Israels Premier Benjamin Netanjahu in Jerusalem vor die Presse. Er sagte, Israel solle »der Waffenruhe eine Chance geben«. Der Hamas sei ein schwerer Schlag versetzt worden. Die Menschen in Israel sollen wieder zum normalen Leben zurückkehren können. Israel und die USA würden gemeinsam die Waffenlieferungen an die palästinensischen Terrororganisationen im Gazastreifen unterbinden

Diplomatie Medienberichten zufolge hatte der amerikanische Präsident Barack Obama seit Tagen mehrfach in telefonischer Verbindung mit Ägyptens Präsident Mohammed Mursi und Israels Premier Netanjahu gestanden, US-Außenministerin Hillary Clinton soll am Mittwoch die Einzelheiten der Vereinbarung in Kairo besprochen haben.

Dem Vernehmen nach soll Israel nur eingewilligt haben, das Feuer einzustellen, wenn auch die Hamas und die anderen Terrorgruppen die Waffen schweigen lassen. Forderungen, wie beispielsweise der nach einer Aufhebung der Gaza-Blockade, soll nicht entsprochen worden sein. Bei einer Umfrage des TV-Senders »Channel 2« sprachen sich 70 Prozent der befragten Israelis gegen die Waffenruhe aus, 24 Prozent waren dafür, sechs Prozent zeigten sich unentschieden. ja

Jerusalem

Wadephul auf Krisenreise in Israel

Knapp eineinhalb Wochen nach Beginn der Angriffe auf den Iran besucht der deutsche Außenminister Israel. Es soll ein Solidaritätsbesuch sein. Aber es dürfte auch um eigene Interessen gehen

 10.03.2026 Aktualisiert

Nahost

Iran: Neue Raketen auf Israel gefeuert - Sirenen heulen

Die 34. Angriffswelle erfolgt laut Angaben des Mullah-Regimes in Teheran mit präzisionsgelenkten ballistische Raketen

 10.03.2026

Tel Aviv

Zwischen Alltag und Angriffen: So erleben Israelis den Krieg

Mal Espresso, dann wieder Sirenengeheul: Die Menschen versuchen, sich ein Stück Normalität zu bewahren. Eindrücke aus einer Stadt zwischen Alltag und Ausnahmezustand

von Cindy Riechau  10.03.2026

Rettungskräfte am Einschlagsort in Yehud

Nahost

Zweiter Todesfall nach iranischem Streubombenangriff in Yehud

Bürgermeister Greenberg spricht den Familien der Opfer sein Beileid aus

 10.03.2026

Analyse

»Regimewechsel in absehbarer Zeit nicht sehr wahrscheinlich«

Iran-Experte Raz Zimmt: Israel und USA wollen iranisches Atomprogramm und Raketenpotenzial schwächen, Fähigkeit zum Wiederaufbau dauerhaft einschränken

 10.03.2026

Israel

Ärzte warnen: Kriegsstress kann Herzinfarkt auslösen

Zwei Kardiologen verweisen auf medizinische Daten, die nach dem 7. Oktober 2023 gesammelt wurden. In diesem Zeitraum hätten Krankenhäuser ungewöhnliche Entwicklungen registriert

 10.03.2026

Tel Aviv

Durcheinander am Ben-Gurion-Flughafen

Reisende, die mit gültigen Tickets zu Auslandsflügen erschienen waren, erfuhren erst am Schalter, dass sie ihre Maschinen doch nicht besteigen durften. Dies führte zu Ärger

 10.03.2026

Jerusalem

Netanjahu: Sturz des iranischen Regimes liegt auch in den Händen der Bevölkerung

»Unser Bestreben ist es, dem iranischen Volk zu helfen, das Joch der Tyrannei abzuwerfen«, sagt der Ministerpräsident

 10.03.2026

Krieg

1900 getötete Soldaten und Kommandeure im Iran: Israel setzt Angriffe gegen das Mullah-Regime fort

Die Lage im Überblick

 10.03.2026