Israel

Vorsicht an den Feiertagen!

Um das Risiko zu minimieren, sollte die Teilnehmerzahl bei Familienfeiern beschränkt werden. Hier: Rosch-Haschana-Mahlzeit zu unbeschwerten Zeiten in Israel Foto: Flash 90

Israels »Nationales Corona-Informations- und Wissenszentrum« will die traditionellen Gottesdienste und Familienfeiern zu den bevorstehenden Hohen Feiertagen reduziert wissen. Bei früheren Festtagen habe sich gezeigt, dass es einen unmittelbaren Zusammenhang zwischen möglichen Einschränkungen und den nachfolgenden Infektionsraten gebe, zitierte die Zeitung »Jerusalem Post«.

REGLEMENTIERUNGEN Nach Purim und dem Wochenfest Schawuot, die im Wesentlichen ohne Einschränkungen gefeiert wurden, seien die Infektionszahlen drastisch gestiegen, hieß es. Nach den strikt reglementierten Feiertagen Pessach und Lag Ba’Omer sowie dem Unabhängigkeitstag habe es hingegen keinen nennenswerten Anstieg der Corona-Zahlen gegeben.

Entsprechend könne es durch die bevorstehenden Feiertage Rosch Haschana , Jom Kippur und Sukkot mit ihren Ritualen und Familienfeiern zu einer Infektionswelle großen Ausmaßes kommen.

KAPPAROT Das Zentrum rät, Gebete im Freien und in kleinen Gruppen abzuhalten und die Teilnehmerzahl von Familienfeiern zu begrenzen. Andere religiöse Rituale wie das Vergebungsritual »Kapparot« sollten in privatem Rahmen durchgeführt werden.

Ferner empfiehlt das Zentrum eine breite Informationskampagne für die Feiertage. Der Corona-Ausschuss erwägt für diese Tage einen weiteren Lockdown des Landes; eine Entscheidung soll aber nicht vor dem 10. September fallen. kna

Nahost

Israel stellt sich auf Wiederaufnahme des Iran-Kriegs ein

Israel ist laut Netanjahu mit Blick auf die Region »auf jedes Szenario vorbereitet«. Ein Drohnenangriff auf ein Atomkraftwerk in den Emiraten schürt die Sorge vor einer neuen Eskalation

 17.05.2026

Internationaler Strafgerichtshof

Bericht: Geheime internationale Haftbefehle gegen Ben-Gvir und andere

Haaretz berichtet über mögliche neue Schritte gegen mehrere israelische Minister und Militärvertreter

von Sabine Brandes  17.05.2026

Wirtschaft

Energiezentrum in Nahost

Die Gasfelder im östlichen Mittelmeer könnten für mehr Stabilität in der Region sorgen – gäbe es keine kriegsbedingten Ausfälle

von Sabine Brandes  17.05.2026

Eurovision Song Contest

Flaggen, Glitzer und Herzchen für Noam

Tausende feiern das ESC-Finale am Strand von Tel Aviv – mit Tanz, Drag Queens, spontanen »Michelle«-Gesängen und Jubel über Israels zweiten Platz

von Sabine Brandes  17.05.2026

Zoo

Eine Elefantin als Ehrenbürgerin

Trauer und Neubeginn: Israels berühmtestes Wildtier ist im Alter von 65 Jahren gestorben. Ihr ehemaliges Zuhause, der »Ramat Gan Safari Park«, zieht bald nach Tel Aviv

von Sabine Brandes  17.05.2026

Nahost

Stille Wende im Krieg: Emirate und Saudi-Arabien griffen Iran an

Nach Irans Angriffen wiederholten die Golfstaaten das Mantra vom Recht auf Selbstverteidigung. Jetzt wird bekannt, dass zwei von ihnen auch zurückschlugen - und eine wichtige Schwelle überschritten

von Johannes Sadek, Weedah Hamzah  17.05.2026

Gazastreifen

Israel tötet Hamas-Militärchef

Iss al-Did al-Haddad gilt als letzter Drahtzieher der Massaker vom 7. Oktober

 17.05.2026

Meinung

Ein Mutmacher in trüben Zeiten

Die Abstimmung für Noam Bettan beim Eurovision Song Contest zeigt, dass sich die Bürger nicht so einfach von israelfeindlicher Propaganda beeinflussen lassen

von Daniel Killy  17.05.2026

Eurovision Song Contest

Als die Zuschauer abstimmten, rutschte Noam Bettan deutlich nach oben

Das Zuschauervoting mit einer Abstimmung für Israels Ansehen zu verwechseln, wäre ein Fehler. Aber es sagt etwas über ESC-Fans

von Martin Krauss  17.05.2026