Medizin

Coronaviren einfach wegsprühen

Foto: imago/photothek

Medizin

Coronaviren einfach wegsprühen

In Israel hat die Massenproduktion eines Sprays begonnen, das das Eindringen von Covid-19-Erregern verhindert

von Michael Thaidigsmann  22.03.2021 15:59 Uhr

In Israel ist die Massenproduktion eines Nasensprays angelaufen, das sehr wirksam gegen Coronaviren sein soll. Das Mittel Enovid sei das nasale Pendant zu einem Handdesinfektionsmittel, sagte seine Erfinderin Gilly Regev der »Times of Israel«. Bis zu 99,9 Prozent der Coronavirus-Partikel könne man bei der Anwendung von Enovid abtöten, so Regev. Das hätten Studien ergeben.

»Wir hoffen, dass unser Nasenspray jetzt viele Menschenleben in Ländern retten wird, die noch auf den Impfstoff warten«, erklärte sie. Das Nasenspray wurde von der von ihr mitbegründeten Firma SaNOtize entwickelt und im kanadischen Vancouver entwickelt.

Externer Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt, der den Artikel anreichert. Wir benötigen Ihre Zustimmung, bevor Sie Inhalte von Sozialen Netzwerken ansehen und mit diesen interagieren können.

Mit dem Betätigen der Schaltfläche erklären Sie sich damit einverstanden, dass Ihnen Inhalte aus Sozialen Netzwerken angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittanbieter übermittelt werden. Dazu ist ggf. die Speicherung von Cookies auf Ihrem Gerät nötig. Mehr Informationen finden Sie hier.

Für den israelischen Markt hat es jetzt erstmalig eine Zulassung als Arzneimittel bekommen. Auf der Umverpackung findet sich der Hinweis: »Wissenschaftlich getestet, um 99,9 % der Viren innerhalb von zwei Minuten abzutöten.« Auch in Neuseeland und Großbritannien strebt das Unternehmen eine baldige Zulassung an.

STICKSTOFFMONOXID Enovid soll die Atemwege nicht nur gegen Covid-19-Erkrankungen, sondern auch gegen andere Viren schützen. Es ist für Menschen ab 12 Jahren geeignet. Auch gegen neue Varianten des Coronavirus soll das Spray wirken. »Es enthält ein Breitspektrum-Antivirus, das alle Viren und alle Varianten abtötet«, sagte Regev der »Times of Israel«.

Der zentrale Wirkstoff des Sprays ist Stickstoffmonoxid, das für seine antimikrobiellen Eigenschaften bekannt ist. »Normalerweise kommt er in Gasflaschen und wird an Krankenhäuser geliefert, aber wir wollten einen praktischen Weg finden, Stickstoffmonoxid als flüssiges antimikrobielles Mittel zu verabreichen und haben die letzten 12 Jahre damit verbracht, dies zu entwickeln«, so die Forscherin.

WEITERER NUTZEN Die Anwendung sei sicher. »Alle Komponenten sind in der Lebensmittelindustrie weit verbreitet und haben ein sehr starkes Sicherheitsprofil.« Regev sagte, dass die Fabrik in Ness Ziona bei Tel Aviv daran arbeite, bis Mai einen Vorrat von zu einer halben Million Flaschen zu produzieren. Mittelfristig strebe man die Produktion von einer Million Spraydosen pro Monat an.

Vergangene Woche gaben SaNOtize und der Ashford and St Peter’s Hospitals NHS Foundation Trust im südenglischen Surrey die Ergebnisse von klinischen Studien bekannt, die darauf hindeuten, dass das Spray nicht nur die Übertragung von COVID-19 verhindern, sondern bei Infizierten auch den Krankheitsverlauf verkürzen und die Schwere der Symptome verringern könnte. Diese Studie wurde bei einer führenden medizinischen Fachzeitschrift zur Prüfung und Veröffentlichung eingereicht.

Politische Einflussnahme

»Katargate« bringt Netanjahu und sein engstes Umfeld unter Druck

Neue, brisante Informationen zur Affäre um mutmaßliche Verbindungen zwischen Mitarbeitern des israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu und Katar könnten weitreichende Folgen haben

 24.09.2026

Terror-Infrastruktur

Tunnelschacht und Waffen im Westjordanland entdeckt

Ermittler nahmen vier Personen fest, die sich am Fundort befanden. Sie wurden zur weiteren Befragung mitgenommen

 24.09.2026

Tel Aviv

Fall eines Grenzpostens erleichterte Hamas-Angriff auf Be’eri

Einer Untersuchung zufolge war die Einheit nicht auf einen groß angelegten Überraschungsangriff vorbereitet

 24.09.2026

Jerusalem

Wahlausschuss schließt arabische Parteien und Kandidaten von Israels Wahl aus

Im Mittelpunkt des Verfahrens stand ein Artikel des Kandidaten Abu Shehadeh. Darin bezeichnete er den Hamas-Angriff vom 7. Oktober als »ein wichtiges historisches Ereignis in militärischer, politischer und strategischer Hinsicht«

 24.09.2026

Debatte

Wehret den Anfängen gilt rechts und links

Ein Offener Brief an Bischof Christian Stäblein vom Evangelischen Arbeitskreis der CDU Berlin/Brandenburg

von Cornelia Seibeld  24.09.2026 Aktualisiert

Westjordanland

Sohn von Israels US-Botschafter bei Anschlag schwer verletzt

Neria Leiter benötige »ein Wunder«, um zu überleben, erklärt sein Vater

 24.09.2026

Ranking

Das sind die 50 einflussreichsten Juden weltweit

von Michael Thaidigsmann  23.09.2026

Wohltätigkeit

Gal Gadot ganz großzügig

Die Hollywood-Schauspielerin spendet Geld vom Genesis-Preis an Organisationen für die Rehabilitation psychisch Kranker

von Sabine Brandes  23.09.2026

Emmanuel Macron spricht vor der UN-Vollversammlung

Vereinte Nationen

Jerusalem nennt Macrons Behauptung zur Hamas »absurd«

Der französische Präsident behauptet vor der Vollversammlung, die Terrororganisation sei im Westjordanland nie aktiv gewesen. Tatsächlich verübt sie dort regelmäßig Anschläge

von Sabine Brandes  23.09.2026