USA/Iran

Trump bestätigt: Chamenei ist tot

US-Präsident Donald Trump Foto: picture alliance / Xinhua News Agency

Irans Staatsoberhaupt und Religionsführer Ajatollah Ali Chamenei ist nach Angaben von US-Präsident Donald Trump tot. Das schrieb der Republikaner auf seiner Plattform Truth Social. Aus dem Iran lag dafür zunächst keine Bestätigung vor.

Das sei die »größte Chance für das iranische Volk, sein Land zurückzuerobern«, betonte Trump. Er kündigte an, die Bombardierungen im Iran würden weitergehen, bis Frieden in der Region und in der ganzen Welt einkehre.

Zuvor war bereits nach Berichten über Chameneis Tod in Teheran spontan Jubel ausgebrochen. Bewohner der iranischen Hauptstadt berichteten von Menschen, die vor Freude aus ihren Fenstern schrien. Die Nachricht war unter anderem von iranischen Exilmedien verbreitet worden, die im Iran über Satellit empfangen werden können. Auf den Straßen waren Hupkonzerte zu hören. 

Seit Samstagmorgen haben Israel und die USA den Iran erneut angegriffen. Dabei wurde von Israel auch Chameneis Amtssitz in einem Hochsicherheitsbereich der Hauptstadt Teheran bombardiert. Ein vom iranischen Nachrichtenkanal Sabrin-News veröffentlichtes Satellitenfoto zeigte das vollständig zerstörte Areal des als »Beyt« bekannten Bereichs. Es war jedoch unklar, ob sich Chamenei zum Zeitpunkt der Attacke dort aufgehalten hatte.

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Sein Tod könnte erhebliche Folgen für das politische System der islamischen Republik haben. »Damit wäre erstmal die zentrale Figur, auf die alles zusammenläuft, ausgeschaltet«, sagte der Professor für Islamwissenschaften, Simon Wolfgang Fuchs, von der Hebräischen Universität in Jerusalem der Deutschen Presse-Agentur.

»Auf der anderen Seite ist Iran natürlich kein Regime, das nur auf eine Familie baut oder auf einen ganz engen Kreis an Leuten, an denen alles hängt«, schränkte er ein. Chamenei habe zudem angeordnet, für alle führenden Positionen im Staat mindestens vier Stellvertreter zu ernennen, damit Befehlsketten nicht unterbrochen würden. Das gelte auch für sein eigenes Amt.

Wer Chamenei nachfolgen könnte, ist unklar. Öffentlich hatte sich der Religionsführer dazu nicht geäußert. Dem Staatsapparat dürfte es zudem schwerfallen, mitten im Krieg das Machtgefüge neu zu ordnen. Nach der Verfassung müsste der sogenannte Expertenrat, ein Gremium aus 88 einflussreichen Geistlichen, den Nachfolger bestimmen.

In den vergangenen Jahren war immer wieder sein Sohn Modschtaba genannt worden, der bislang kaum in der Öffentlichkeit stand. dpa/ja

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