USA

Trump an Israels Justiz: Lasst Netanjahu gehen

Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu (l.) und US-Präsident Donald Trump Anfang Februar in Washington Foto: picture alliance / Anadolu

US-Präsident Donald Trump wirft Israels Justiz öffentlich vor, mit dem Korruptionsverfahren gegen Ministerpräsident Benjamin Netanjahu die Bemühungen um ein Abkommen im Gaza-Krieg und mit dem Iran zu behindern. »Das ist eine POLITISCHE HEXENJAGD, ganz ähnlich wie die Hexenjagd, die ich erdulden musste«, schrieb Trump auf seiner Plattform Truth Social.

»Diese Farce der ›Gerechtigkeit‹ wird sowohl die Verhandlungen mit dem Iran als auch mit der Hamas beeinträchtigen«. Damit wettert Trump zum zweiten Mal innerhalb weniger Tage gegen Israels Justiz.

Trump: »Es ist Wahnsinn, was die außer Kontrolle geratenen Staatsanwälte Bibi Netanjahu antun.«

Gegen Netanjahu läuft seit fünf Jahren ein Korruptionsprozess. Er ist wegen Betrugs, Untreue und Bestechlichkeit angeklagt. Anfang des Monats sagte er erstmals im Kreuzverhör aus. Laut der »Times of Israel« wird erwartet, dass das Verhör bald fortgesetzt wird. »Es ist Wahnsinn, was die außer Kontrolle geratenen Staatsanwälte Bibi Netanjahu antun«, schrieb Trump, der selbst immer wieder Ärger mit der Justiz im eigenen Land hat. Netanjahus Spitzname Bibi ist eine Kurzform seines Vornamens.

»Er ist ein Kriegsheld und ein Ministerpräsident, der zusammen mit den Vereinigten Staaten großartige Arbeit geleistet hat, um die gefährliche nukleare Bedrohung im Iran erfolgreich zu beseitigen. Wichtig ist, dass er gerade dabei ist, ein Abkommen mit der Hamas auszuhandeln, das auch die Rückführung der Geiseln beinhaltet«, fügte der US-Präsident hinzu. »LASST BIBI GEHEN, ER HAT EINE GROSSE AUFGABE ZU ERFÜLLEN!«. Erst vor wenigen Tagen hatte Trump auf seiner Plattform gewettert, er sei »schockiert«, dass der Staat Israel »die lächerliche Hexenjagd gegen seinen Ministerpräsidenten fortsetzt«. dpa

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